Sterck: Allen Müll in eine Tonne
Anlässlich der öffentlichen Diskussion um mögliche Gebührenerhöhungen für die Abfallentsorgung nach der Kommunalwahl erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Ralph Sterck:
"Das den Bürgerinnen und Bürgern gegebene Versprechen für stabile Müllgebühren muss auch für die Zeit nach der Kommunalwahl am 26. September 2004 gelten. Die von der damaligen Ratsmehrheit aus CDU und FDP eingeleiteten Maßnahmen zum Einfrieren der zuvor galoppierenden Müllgebühren waren erfolgreich. Sie gilt es fortzusetzen und auszubauen, um damit die ohnehin hohen Müllgebühren in Köln mittel- und langfristig nicht wieder ansteigen zu lassen.
Um mehr Sauberkeit bei geringeren Gebühren zu erreichen, schlägt die FDP zwei Maßnahmen vor: 1. Den Verzicht auf die getrennte Sammlung von Papier und Grünem-Punkt-Müll in verschiedenen Tonnen oder Containern – aller Müll muss wieder in eine Tonne, um den Sammelaufwand zu reduzieren. 2. Den Einstieg in die damals im Zuge der Teilprivatisierung der Abfallwirtschaft vereinbarte Privatisierung der Müllabfuhr – die ersten Bezirke gehören ausgeschrieben, um über private Anbieter die Kosten zu senken.
Die Mülleinsammlung kann vereinfacht werden. Die Testläufe bei Entsorgungsunternehmen haben gezeigt, dass automatisierte Sortieranlagen mehr Wertstoffe gewinnen können als beim bisherigen Trennen per Hand. Gelber Sack, Gelbe Tonne und Gelbe Container gehören abgeschafft. Dies ist ökologisch und ökonomisch sinnvoller. In diesem Sinne unterstützen wir die entsprechende Initiative der FDP-Bundestagsfraktion und fordern, aufgrund des technischen Fortschritts bei Sortier- und Verwertungsanlagen diese neuen Verfahren in Köln einzusetzen.
Ein weiterer positiver Effekt des Sammelns in einer Tonne ist mehr Sauberkeit für Köln. Wir könnten Hunderte von Container im Stadtgebiet und die massive Vermüllung rund um die Standorte mit einem Schlag beseitigen. Personal, das sich sonst dem Müll neben den Sammelcontainern gewidmet hat, kann sich in Zukunft um den Dreck, der sonst in unserer Stadt herumliegt, kümmern. Daher steht für uns Liberale fest: wir wollen durch den Verzicht auf Mülltrennung mehr Sauberkeit für Köln bei geringeren Gebühren erreichen."
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08.07.2004
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Meldung
FDP: Mehr Sauberkeit bei weniger Gebühren
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