Köln kann mehr
alle Meldungen »

30.06.2003

FDP-Bundesverband

Meldung

Westerwelle: Wir werden Blockade nicht zulassen

FDP-Chef Westerwelle kämpft schon lange für Steuerreform
FDP-Chef Westerwelle kämpft schon lange für Steuerreform
FDP-Chef Westerwelle kämpft schon lange für Steuerreform
Bild verkleinern
FDP-Chef Westerwelle kämpft schon lange für Steuerreform
FDP-Chef: Neue Schulden müssen vermieden werden

Das Bundeskabinett hat am Wochenende auf ihrer Klausurtagung in Neuhardenebrg das Vorziehen der Steuerreform beschlossen. FDP-Parteichef Guido Westerwelle begrüßte diesen Entschluss. Die FDP unterstütze das Vorhaben, die Gegenfinanzierung durch Privatisierungserlöse und Subventionsabbau entspreche dem Vorschlag der FDP, die sich für einen Subventionsabbau um 20 Prozent einsetze. Aber: "Neue Schulden müssen und können vermieden werden." Gleichzeitig warnte er die Union vor "Blockadereflexen". Einen entprechenden Beschluss fasste auch der Bundesvorstand am Montag in Berlin.

Das Kabinett beschloss am Sonntag auf seiner Klausurtagung im Schloss von Neuhardenberg, die dritte Steuerreformstufe zur Stärkung der Kaufkraft vom Jahr 2005 auf 2004 vorzuziehen. Damit soll sie zeitgleich mit der zweiten Stufe wirksam werden. Bundeskanzler Gerhard Schröder will den Steuerzahler damit im kommenden Jahr um 18 Milliarden Euro mehr entlasten als zunächst vorgesehen. Die Steuerausfälle will er nicht nur über Privatisierung und Subventionsabbau, sondern auch über neue Schulden ausgleichen. Bund, Länder und Gemeinden müssen Schröder zufolge Einnahmeausfälle von 18 Milliarden Euro verkraften. Der Bund soll deshalb seine Subventionen bis 2010 um 45 Milliarden Euro kürzen. Dennoch werde eine höhere Kreditaufnahme als bisher geplant im nächsten Jahr einkalkuliert. Die Bundesregierung hofft, mit einer massiven Senkung der Einkommensteuer schon im nächsten Jahr einen Wachstumsimpuls geben zu können.

Ob es soweit kommt ist jedoch fraglich. Die Union hat schon ihren Widerstand im Bundesrat angekündigt. FDP-Chef Guido Westerwelle dagegen sagte Schröder Unterstützung zu. "Wir sind an fünf Landesregierungen beteiligt. Wir werden eine Blockade im Bundesrat nicht zulassen", betonte er. "Wir wollen und werden als FDP konstruktiv und kritisch mitwirken bei dem Prozess der parlamentarischen Beratungen sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat." Weder Rot-Grün noch die Union besitze einen Mehrheit im Bundesrat, unterstrich Westerwelle die Schlüsselposition seiner Partei.

Das sei noch nicht der große Wurf, was jetzt von der Regierung vorgelegt worden sei, "aber wenn es schneller und in balder Zukunft auch wirklich zu Steuersenkungen kommt, ist das vernünftig, und deshalb rufe ich alle auf, auch in den Reihen der Opposition diesen Weg mit zu gehen." Denn zur Demokratie gehöre auch Gesprächsfähigkeit, sagte er an die Adresse des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber gerichtet, dem er vorwarf nur mit Blick auf die kommenden Wahlen in Bayer eine Politk á la Lafontaine zu betreiben.

Westerwelle verwies erneut darauf, dass angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage Steuersenkungen notwendig seien, damit neue Arbeitsplätze entstehen können. Und an die Adresse der Union gerichtet erklärte er: "Konstruktive, auch kritische Mitarbeit ist jetzt gefragt. Denn dieses Land darf nicht durch kleinkarierte, parteitaktische Interessen gelähmt werden. Dieses Land muss jetzt die Chance bekommen, dass durch eine dynamische Wirtschaftsentwicklung, durch Steuersenkungspolitik, durch Subventionsabbau, durch Privatisierungen der richtige Weg gegangen wird, damit neue Arbeitsplätze entstehen können."

Auch FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt begrüßte die Kabinettsentscheidung. "Die Richtung stimmt", sagte er in der n-tv-Sendung "Talk in Berlin". Seine Partei werde die parlamentarische Diskussion positiv begleiten. Jetzt komme es darauf an, "was wird vorgelegt an wirklichem Subventionsabbau und an wirklichen Privatisierungserlösen".

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

Aktuelle Highlights

Di., 05.12.2017 Sterck: Autofahrer auf Ringen nicht schikanieren FDP will künftige Konflikte entschärfen
In der morgigen Sitzung des Verkehrsausschusses steht die Verabschiedung des Radverkehrskonzeptes für die Ringe auf der Tagesordnung. Die ... mehr
Fr., 24.11.2017 FDP fordert Lückenschluss für Gürtel Sterck: Radweg reicht für wachsende Stadt nicht aus Mauenheimer Gürtel
Für die kommende Sitzung des Verkehrsausschusses am 5. Dezember legt die Stadtverwaltung fünf Varianten für den Ausbau des Mauenheimer und ... mehr
Mo., 20.11.2017 Houben: Stehen zu unseren Vorstellungen Beendigung der Sondierungsgespräche Reinhard Houben, MdB
Die FDP hat sich intensiv und ernsthaft über Wochen an den Sondierungsgesprächen beteiligt. Unsere Verhandlungsführer haben versucht, ... mehr

Termin-Highlights


Do., 14.12.2017, 19:00 Uhr
Fokus Afrika - Eine Region im Aufbruch
Zusammen mit unserer Projektleiterin für Westafrika werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Entwicklungen in den Ländern ...mehr

So., 07.01.2018, 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Programmaticher Brunch Stadtentwicklung
Liebe Liberale und die die es werden wollen, um gut ins neue Jahr zu kommen, veranstalten wir am 7. Januar unseren inzwischen ...mehr

Politik-Highlights

Ralph Sterck, MdR
Rede von Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, anlässlich der Verabschiedung des städtischen Haushaltes ...mehr

So., 24.09.2017
Bundestagswahl 2017
Am 24. September 2017 war Bundestagswahl Nach der überaus erfolgreichen Landtagswahl in NRW, bei der die Kölner FDP mit 13,8% ...mehr

So., 14.05.2017
Landtagswahl 2017
Am 14. Mai 2017 war Landtagswahl in NRW Mit 13,8% Zweitstimmen holte die Kölner FDP bei der Landtagswahl ein Ergebnis, das ...mehr

alle Videos »

Videothek

Bundestagswahl 2017 - Reinhard Houben, Direktkandidat der FDP in Köln I