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11.09.2017

KölnLiberal - Zeitschrift für Freie Demokraten in Köln

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Die Sache mit dem "Kallendresser"

Willem Fromm
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Willem Fromm
Willem Fromms etwas anderer Rückblick
Es begann im Januar 2012. Ständig rief mich Uli Breite an. Er müsse mich unbedingt sprechen, sofort! In seinem Büro in der Ratsfraktion. Hatte ich als damaliger Kölner JuLis-Pressesprecher irgendetwas falsch gemacht? „Weißt du, was der von mir will?“, fragte ich damals meine JuLis-Kreisvorsitzende. „Dicker“, sagte sie in ihrer stets direkten Art, „der will dir einen Job anbieten! Ich habe dich bei ihm empfohlen. Meld‘ dich mal bei dem!“

Ich hatte gerade erst mein Studium begonnen und die Aufgabe, als studentischer Mitarbeiter in der Kölner Ratsfraktion zu arbeiten, reizte mich sofort. Fünf ereignisreiche und schöne Jahre arbeitete ich dort. Jetzt, wo ich einen Vollzeitjob im Düsseldorfer Landtag begonnen habe, blicke ich mit so viel Dankbarkeit auf diese Zeit zurück, die sich hier auf einer Seite schwer ausdrücken lässt.

Klar, ohne Zweifel, mitunter war es anstrengend und belastend. Wie bangten wir doch 2014 um unsere weitere Existenz. Aber es war und ist immer diese kleine Familie in der Geschäftsstelle der Fraktion, deren Kern Birgit Dechêne-Bartschatt, Ulrich Breite und Udo Molitor sind, die mich daran zweifeln lassen, dass das politische Geschäft zwangsläufig kalt, hart und unmenschlich sein muss wie zwischen den Büromitarbeitern bei House of Cards.

Aber anstatt jetzt hier irgendwie die politischen Initiativen und Erfolge der Ratsfraktion innerhalb meiner Zeit dort aufzuzählen, das können Sie ja bestens auf der von uns gepflegten Homepage nachverfolgen, hier für mich die lustigste Anekdote, die mir spontan einfällt.

Im November 2012 befand sich mein Arbeitsplatz aus Platzgründen noch im Friedrich-Jacobs-Raum. Dieser gibt einem einen tollen Blick auf Groß Sankt Martin und den Ratsturm. Und da ich dort jeden Tag auf dieses Panorama blickte, fielen mir nach einer Weile natürlich einige Details und Besonderheiten auf.

So kam es, dass ich die Figur unter dem Sockel der Figur Konrad von Hochstadens am Rathausturm näher in Augenschein nahm. Dort befindet sich wie an einem Gebäude am Alter Markt ein Kallendresser. (Für Imis: das ist jemand, der seine Notdurft in einer Regenrinne verrichtet.) In Köln und im Rheinland eine bewährte Form, den Mächtigen auf nonverbale Weise seine Meinung mitzuteilen. Eine Tradition, die es meiner Meinung nach für mich schlichtweg verdient hat, erhalten zu werden.

Doch bei genauerem Hinsehen streckte der Bursche unter dem Sockel des Erzbischofes und Grundsteinlegers des heutigen Kölner Doms nicht nur seinen Hintern raus, sondern tat noch etwas anderes, perverses. Nun, wie erklärt man das hier in der seriösen und anständigen Mitgliederzeitschrift der Kölner Liberalen?

Zitieren wir doch den EXPRESS, den Uli und ich direkt nach meiner Entdeckung dieses Sachverhaltes anriefen. So titelte die Zeitung am 28. November 2012 mit großer Farbaufnahme und einem schockierten Uli im Vordergrund: „Porno-Posse am Rathausturm! Der bläst sich selbst einen.“

Eine lustige Geschichte, auf die ich stets gerne zurück schaue. Vor allem da Uli mir als Dank eine Kiste Wein schenkte. Mein Traum ist es irgendwann mal, selbst als Stadtführer aufzutreten. Auch wenn man dadurch nicht reich wird, wäre es mir ein Vergnügen, den Leuten aus aller Welt diese Anekdote erneut zu erzählen.

Willem Fromm, ehemaliger Referent der FDP-Ratsfraktion, seit Juni wissenschaftlicher Mitarbeiter von Jörn Freynick, MdL in Düsseldorf

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