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19.08.2017

FDP-Kreisverband Köln

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"Der Spam der Tage"

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„…oder so“ – die Kolumne von Maren Friedlaender
Mich beschleicht das ungute Gefühl, eine völlig verfettete, verschuldete Frau mit Potenzstörungen zu sein, die händeringend über Kontaktanzeigen einen Mann fürs Leben sucht, aber erst nachdem sie jede Menge Pillen gegen Haarausfall und Fußpilz geschluckt hat, um dann mit einem Treppenlift ins Schlafzimmer zu fahren, zu einen mit Viagra gefütterten Mann im Wasserbett. Anders kann ich mir die Mail-Flut in meinem Spam-Ordner nicht erklären. Das Löschen ist lästig.

Ich würde gern auf diesem Wege allen Absendern ein- und zweideutiger Angebote mitteilen, dass ich bei einer Größe von 167 Zentimetern 53 Kilo wiege, volles Haar besitze und fußpilzlos in einer glücklichen Beziehung lebe. Falls ein Hersteller aber etwas anbieten kann, was mich vor dem zunehmenden Wahnsinn von Wahlplakaten schützt, nehme ich dankend an.

Ich halt’s schon jetzt nicht mehr aus. Dabei gehen die Bundestagswahlkampagnen erst los. „Für ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben“, wirbt Angela Merkel. Wie warme Wohlfühlluft aus Haartrockenhauben, die während eines Busausflugs nach Bad Münstereifel verkauft werden. Na, wer hat denn dafür gesorgt, dass wir nicht mehr so gut und gerne in Deutschland leben? Zwölf Jahre Merkel und nun Schleichwerbung für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben – jawoll, mit immer weniger Steuerzahlern für immer mehr Transferleistungsempfänger.

Zwölf Jahre lullt Merkel uns ein in diesem Biedermeier-Ton, der saft-, kraft- und aussagenlos plätschert wie ein „Kröver Nacktarsch“ fein lieblich. Dagegen war einst Heinz Schenk mit Bembel-Wirtin Lia Wöhr, Gott habe sie selig, ein Guerilla-Duo. „Ach, hät ich doch de Käs net gesse“, sang Schenk im „Blauen Bock“ und griff sich mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Magengrube. „Ach, hät ich bloß de Mekkel net gewählt“, denkt manch brav Steuern zahlender Wähler und wird angesichts der Parteienwerbung zögernd mit dem Stift über den Wahlzettel mäandern, weil auch nicht ganz überzeugt vom milde lächelnden Schulz und seinem Wahlspruch: „Berlin braucht mehr Rheinland“ - klar, ganz Berlin kann die Ankunft von Würselens bekanntestem Bürger kaum erwarten. Ab zur Spam.

Was wir wirklich brauchen, ist ein Mega-Müll-Ordner für all den Mist, der uns so geboten wird, den ganzen Unsinn der Tage. In dieser Woche kommt der „Best of“ von der AfD, wen wundert‘s. „Unser Programm für Deutschland - Hol Dir Dein Land zurück“, fordert die rechte Partei auf einem digitalen Plakat mit Matterhorn-Abbildung - Matterhorn, da muss ich scharf nachdenken oder Luis Trenker fragen. Wo ist bloß dieses Matterhorn? Wohnt da nicht irgendwo in der Nähe die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel und ruft sehnsüchtig: Holt mich heim. Matterhorn - da hat wohl einer bei der AfD im Toblerone-Rausch gearbeitet. Ab in den Spam-Ordner zu den Fußpilzcremes und Anti-Haarausfallpillen oder so…

Maren Friedlaender

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