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17.06.2017

FDP-Kreisverband

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"Sakra Kruzitürken!"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Nämlich von mir. Es geht um das Kreuz auf dem wiedererrichteten Berliner Stadtschloss. Also, meinetwegen hätt’s das sowieso nicht gebraucht, das Schloss. Das Ding war platt gemacht. Ein kreativer Architekt hätte an der Stelle bestimmt etwas tolles Modernes hingestellt. Aber auf mich hört ja wieder keiner.

Das Bauwerk wurde Stein für Stein rekonstruiert. Auf die Kuppel hatten die alten Preußenkönige ein Kreuz montiert. Wiederherstellung heißt meines Erachtens: Kreuz wieder rauf aufs Dach. Ach Gottchen und das unter einer rot-rot-grünen Regierung. Die kriegen sich gar nicht wieder ein. Wo doch das Humboldt-Forum, das dort einzieht, für Multi-Kulti steht. Die Neutralität des Gebäudes sei gefährdet. Neutralität? Geht’s noch. Wer will denn das? Und überhaupt: Wie sieht denn so ein neutrales Gebäude aus – schwarzer Kubus?

Aber wenn die Berliner rot-rot-grüne Regierung die Wiedererrichtung des Originalkreuzes auf der Kuppel ablehnt, gibt Köln jetzt mal richtig Gas. Denn Köln ist ja bekanntlich die toleranteste und diversitätssensibelste Stadt westlich von Berlin und nördlich von Karthago. Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, arbeitet unsere Stadtverwaltung, Fachbereich Wahlen, unter Hochdruck an einer Überarbeitung der Vorschriften für die kommende Bundestagswahl.

Jawohl, es geht um das Kreuz auf dem Wahlzettel. Ist das für Eingebürgerte muslimischen Glaubens diskriminierend? Die Kreuzchen-Frage wird heiß diskutiert. Sämtliche interkulturellen Formen der Wahlbekundung werden geprüft: Smiley, Victory-Zeichen, Fingerabdruck. Schluss mit dem Kreuz.

Wenn schon Kardinal Marx und der Ratsvorsitzende der Evangelen, Herr Bedford-Strohm, in Jerusalem in vorauseilendem Gehorsam ihr Kreuz ablegen, bevor sie in den Felsendom schreiten, sollte der Souverän beim Wahlakt auch laizistisch und diversity-orientiert seine Lieblingspartei markieren können. So.

Und nun zur Köln-Düsseldorfer. Schluss mit Rhein-Kreuz-Fahrten! Die heißen jetzt interkulturelle und diversitätssensible Rhein-Erkundungen mit gendergerechter Erklärung ohne Vorbeifahrt am Dom. Straßenkreuzungen nennen wir bei uns ab sofort „Treffpunkt mobiler Kulturen“. Und zur Kreuzotter fällt dem Kölner Umweltamt sich auch noch was ein.

Kaum wurden die Kölner Anstrengungen in Berlin bekannt, legten die Hauptstädter nach. Ein Mikroskop, schlägt ein Humanistenverband vor, solle die Kuppel krönen. Das entspreche dem aufklärerischen Geist der Gebrüder Humboldt. Nein, sagen die Gründungsintendanten des Forums, eine „Zweifel“-Leuchtschrift sei das richtige Signal. – Sakra Kruzitürken! jetzt reicht’s. Eine Verzweiflungs-Leuchtschrift stifte ich gleich morgen für das rot-rot-grüne Gesinnungschaos.

Vor vierzig Jahren habe ich mich von der katholischen Kirche getrennt, aber eines ist mir über die Kuppel-Kreuz-Debatte klar geworden. Ich bin zwar nicht gläubig, aber ich bin unbedingt ein Christ. Über dieses Bekenntnis können Sie jetzt mal zwischen Fronleichnam und dem Läuten der Sonntagsglocken nachdenken oder so…

Maren Friedlaender

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