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06.06.2017

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Bühne der Kulturen muss bleiben

Dr. Ulrich Wackerhagen
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Dr. Ulrich Wackerhagen
Offener Brief der Kulturpolitischen Sprecher
Die Kulturpolitischen Sprecher der Ratsfraktionen haben sich in einem offenen Brief an den KEKS e.V. für den Erhalt der "Bühne der Kulturen" eingesetzt. Für die FDP-Fraktion unterzeichnete Ulrich Wackerhagen den Appell, den wir hier wiedergeben.

"Mit großer Sorge verfolgen wir die Auseinandersetzung zwischen dem KEKS e.V. und der Bühne der Kulturen um den Standort des Theaters. Aus den jeweiligen Äußerungen zum Sachverhalt lassen sich sicher unterschiedliche Schlüsse ziehen. Dabei ist die Bühne der Kulturen in der Vergangenheit sicher sehr problematisch vorgegangen und hat sich, wie Sie nach unserer Kenntnis in Ihrer Pressemeldung richtig anmerken, nicht an ein ordnungsgemäßes Verfahren gehalten; und auch die länger angefallenen finanziellen Rückstände (die aber inzwischen beglichen sind) sind sehr beklagenswert.

Allerdings mögen auch andere Aspekte in der Auseinandersetzung gewichtig sein, die zu einer, wie Sie es schreiben, Zerrüttung zwischen den Beteiligten geführt haben. Das ist beides bedauerlich, aber – so denken wir – auch aus einer scheinbar ausweglosen und alternativlosen Situation kann immer noch etwas Positives entstehen.

Bei unserer Bewertung haben wir die gesamtstädtische kulturpolitische Situation im Blick. In einer Stadt wie Köln, in der Diversität, Heterogenität und kulturelle Vielfalt eine außerordentliche Rolle spielen und auch das Profil dieser Stadt im Unterschied zu anderen Großstädten in Deutschland ganz wesentlich prägen, muss ein Theater wie die Bühne der Kulturen ihren festen Platz haben. Deshalb haben wir es auch sehr begrüßt und dies in einem einstimmig beschlossenen Antrag – eingebracht von der CDU Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in die Sitzung des Kulturausschusses im Januar diesen Jahres – zum Ausdruck gebracht, dass die Stadt durch ihr Kulturamt sich auch finanziell engagiert, damit die ausstehenden Kosten gedeckt und damit auch die Mietzahlungen einschließlich der Nebenkosten finanziell bewältigt werden konnten. Damit ist auch ein gewichtiges Argument Ihrerseits aus dem Weg geräumt worden.

Zugleich möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass die in Ihrer Pressemitteilung dargestellte Perspektive, die Räume nach einer Zwangsräumung erneut als Theater nutzen zu wollen, insoweit wenig real zu sein scheint, da sich die Zwangsräumung auf das gesamte Equipment bezieht, also auf alles das, was zum Theater gehört einschließlich der Sitzbühne. Es wäre also keineswegs so, dass gewissermaßen automatisch weiter ein Theater Platz hätte.

Es spricht zudem vieles dafür, dass die Bühne der Kulturen auch aus dieser Situation gelernt hat und sich neu aufstellt. Zusagen dafür liegen jedenfalls vor und die sollten auch Sie als Partner ernstnehmen und annehmen. Das intensive Werben um eine Lösung durch zahlreiche kulturpolitisch Verantwortliche in Politik und Gesellschaft, nicht zuletzt die Fraktionen in der Bezirksvertretung Ehrenfeld einschließlich des Bezirksbürgermeister Josef Wirges, sollte für Sie dabei auch eine unterstützende Perspektive haben.

Daher bitten wir Sie dringend: Heben Sie den Zwangsräumungsbeschluss auf oder verschieben Sie die Zwangsräumung. Lassen Sie die Bühne der Kulturen in den Räumen!

Gerne bieten wir uns an, unter unserer Moderation in einen Einigungsprozess zu treten, der Lösung sucht und nicht nur Problem entdeckt. Dieser Stadt kann es nicht egal sein, dass etwas zerbricht, was einen hohen – nicht nur symbolischen, sondern kulturpolitisch ganz praktischen – Wert hat. Denn was einmal aufgegeben wird, kommt so nicht wieder. Das wäre sehr zu bedauern. Daher unser Appell an Sie und Ihre Mitglieder: Lassen Sie uns gemeinsam nach einer Lösung suchen."

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