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22.02.2017

FDP-Landtagsfraktion NRW

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Debatte um Schließungen von Förderschulen

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Gebauer: Wahlmöglichkeiten bei der Inklusion sichern
Eine Vielzahl von Förderschulschließungen führt gerade im ländlichen Raum zu größeren Entfernungen für Betroffene. Das angeblich auch von Rot-Grün respektierte Wahlrecht für Eltern droht absehbar leerzulaufen. „Nahezu alle großen Eltern- und Lehrerverbände äußern sich besorgt über den überstürzten Abbau der Förderschulen“, kritisiert die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer.

Zur Stärkung der selbst bestimmten Lebensführung von Menschen mit Behinderungen zählen Wahlmöglichkeiten. „Durch den undifferenzierten Abbau der Förderschulen werden gerade im ländlichen Raum erreichbare Wahlmöglichkeiten für Eltern schleichend ausgehöhlt. Gleichzeitig werden Förderbedingungen an Förderschulen gezielt verschlechtert“, kritisiert die Schulexpertin der FDP. Selbstverständlich sinkt im Zuge des Inklusionsprozesses die Zahl der Förderschulen. Vielfache Elternwünsche und Umfrageergebnisse, bei denen sich über 80 Prozent der Bevölkerung für Wahlmöglichkeiten zwischen allgemeinbildende Schule und Förderschule aussprechen, zeigen dass diese Angebote weiterhin gewünscht sind. „Ein flexibleres Konzept bei Mindestgrößen von Förderschulen und das Berücksichtigen von Entfernungen würden helfen, diesen Wünschen zu entsprechen“, erklärt Gebauer.

Bereits mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz hat Rot-Grün festgelegt, dass bestimmte Förderschulen in ganzen Kreisen trotz gegenteiligem Elternwillen vollständig geschlossen werden können. Gleichzeitig haben rot-grüne Änderungen bei den Mindestgrößen massiv Schließungen erzwungen. So werden Wahlrechte ausgehöhlt und unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder nicht berücksichtigt. „Gleichzeitig ist Rot-Grün nicht bereit, flächendeckend verlässliche Qualität an inklusiven allgemeinen Schulen sicherzustellen. Auch dort muss zum Beispiel dringend mit verbindlichen Qualitätsstandards umgesteuert werden. Das Ziel muss sein, für Eltern verlässliche Wahlmöglichkeiten zwischen qualitativ hochwertigen Angeboten an allgemeinen Schulen und Förderschulen zu sichern“, fordert Gebauer.

(16.02.2017)

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