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16.02.2017

FDP-Landtagsfraktion NRW

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Gebauer: Qualität bei der Inklusion ins Zentrum stellen

Yvonne Gebauer, MdL
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Schulische Inklusion
Der Appell verschiedener Elternverbände zur Inklusion muss zu einem Umdenken bei der Landesregierung führen. „Wenn Elternverbände, die viele hunderttausende Eltern und Kinder vertreten, deutliche Verschlechterungen der Förderbedingungen beklagen, kann Rot-Grün nicht einfach zum Alltag übergehen. Die Landesregierung muss berechtigte Ansprüche auf eine gesicherte Qualität der individuellen Förderung ernst nehmen, statt Kritik immer nur als Belästigung abzutun“, fordert Yvonne Gebauer, schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion. Die Forderungen der Elternverbände seien grundsätzlich weder vermessen noch uneinlösbar.

Die Kritik ist in vergleichbarer Form bereits von vielen Verbänden vorgetragen worden, sie spiegelt eine Vielzahl von Rückmeldungen von Eltern und aus Schulen wider. „Es ist bezeichnend, wie regelmäßig vergleichbare Forderungen nach einer durchdachteren Ausgestaltung der Inklusion und der Sicherung von Qualität bei der Förderung aller Kinder vorgetragen werden. Dabei haben die Elternverbände ihre Forderungen vollkommen zu Recht in den Kontext „Rettung der Idee der Inklusion“ gestellt. Es geht um das Wie, nicht um das Ob schulischer Inklusion. Aber selbst nach eigenen Ansprüchen muss es für Rot-Grün mehr als bedenklich sein, wenn Elternvertreter und insbesondere Eltern von Kindern mit Behinderungen beklagen, die rot-grüne Umsetzung verschlechtere die Chancen ihrer Kinder, statt sie zu verbessern“, kritisiert die Schulexpertin.

Die Forderungen nach mehr Schwerpunktschulen mit exzellenter Ausstattung, der Sicherung von Wahlmöglichkeiten zwischen allgemeiner Schule und einem erreichbaren Förderschulangebot sowie einer neutralen Elternberatung entsprechen langjährigen Forderungen auch der FDP. „Statt tausende allgemeine Schulen mit unzureichenden Ressourcen als Inklusionsschulen zu führen, sollten weniger, dafür aber regional ausgewogen und hervorragend ausgestattete Inklusionsschulen qualitativ hochwertige Wahlmöglichkeiten für Eltern sichern. Der erzwungene und absehbar weiter voranschreitende Abbau der Förderschulen muss gestoppt werden, weil gerade im ländlichen Raum durch die Entfernungen Wahlrechte der Eltern schleichend leerzulaufen drohen. Im Interesse der Kinder sollte Rot-Grün die Forderungen der Eltern ernst nehmen, statt sie wie gewohnt vom Tisch zu wischen“, hofft Gebauer.

(07.02.2017)

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