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23.11.2016

FDP-Landtagsfraktion NRW

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Gebauer: Lehrkräfte besser schützen

Yvonne Gebauer, MdL
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Gewalt gegen Lehrer
Der Verband Bildung und Erziehung hat heute eine Umfrage zur physischen und psychischen Gewalt gegen Lehrkräfte vorgestellt. Die Ergebnisse müssen sehr nachdenklich stimmen. „Gewalt gegen Lehrerinnen und Lehrer ist inakzeptabel. Die Debatte darüber darf kein Tabu sein und insbesondere von Betroffenen nicht als solches wahrgenommen werden. Auch wenn es sich um ein deutschlandweites Problem handelt, ist es auch für NRW ein Warnsignal, wenn 60 Prozent der Befragten in NRW eine Zunahme der Gewalt konstatieren, gleichzeitig 62 Prozent mehr Engagement der Landesregierung einfordern“, erklärt die schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer. Lehrkräfte müssen sich in Krisensituationen vom Dienstherrn umfassend unterstützt fühlen.

Vielfach wird über mangelnden Respekt gegenüber Staatsdienern berichtet. Hier braucht es klare Regeln, verlässliche Unterstützung und eine Wertevermittlung. „Hilfreich für Schulen sind gemeinsam definierte Regeln, die für alle am Schulleben Beteiligten verbindlich gelten. Sie können Schülern und auch manchen Eltern einen Orientierungsrahmen geben, der auch Grenzen klar absteckt“, betont Gebauer. Alle Beteiligten sollten in solche Aushandlungsprozesse eingebunden werden.

Rot-Grün setzt auch hier leider teilweise falsche Prioritäten. „Wenn SPD und Grüne beispielsweise die Schüler-Lehrer-Relation ausgerechnet bei Kindern mit emotionaler und sozialer Behinderung deutlich verschlechtern, können Lehrkräfte schlechtere Bedingungen auch nicht mit einer Woche des Respekts kompensieren. Ebenso darf multiprofessionelle Unterstützung für Schulen kein Wunschbild bleiben, diese Unterstützung muss tatsächlich in den Schulen ankommen“, kritisiert Gebauer. Zudem stellt sich die Frage, welche Signale zu Wertvorstellungen ausgesandt werden, wenn eine Landesregierung als eines der ersten Projekte die Bewertung des Sozialverhaltens abschafft. „Natürlich kann eine Note für das Sozialverhalten nicht jedwedes Problem lösen. Die Abschaffung durch Rot-Grün hat aber eben auch das Signal ausgesandt, dass man solche Fragen als nicht so wichtig erachtet“, bemängelt Gebauer.


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