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03.09.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Sandkastenspiele für Erwachsene"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Ich mache mir ein wenig Sorgen um unser Rathaus. Seit neun Jahren wird auf dem Vorplatz gebuddelt. Dass ich nur mit Hilfe von Robert Baden-Powell zum Rathauseingang finde, daran habe ich mich schon gewöhnt. Baden-Powell, Sie erinnern sich, der Gründer der Pfadfinderbewegung. Aber nun drehen sich dröhnend riesige Bohrer in die Erde. Gestern im Sitzungssaal wackelten die Portraits der ehemaligen Oberbürgermeister bedenklich. Angeblich soll auf der einen Seite des Rathausplatzes ja mal ein Museum stehen. Zurzeit schweift der Blick eher über sowas ähnliches wie die Sandhügel der mittleren Sahara. Warten wir es ab. Man weiß ja: Köln und bauen – das ist so eine Sache…

Doch ich mache mir Sorgen. Wie mag es zurzeit wohl unter dem Platz aussehen? Schweizer Käse oder so. Ich meine, wir wissen ja, was alles passieren kann, wenn man sich unterirdisch durch die Straßen und Plätze wühlt. Erst in der letzten Woche sackte auf Höhe des Breslauer Platzes ein Teilstück der Rheinuferstraße ab. Das gibt doch zu denken. Ich sage nur: Stadtarchiv. An dem Loch in der Severinstraße fahre ich übrigens fast täglich vorbei. Unheimlich! Mittlerweile braucht man da unten Schwimmwesten.

Und dann der Offenbachplatz. Vor einigen Wochen wurde ich zur feierlichen Einweihung geladen. Die Einladung galt immerhin ein paar Stunden – dann kam die feierliche Ausladung. Mich wunderte das nicht. Irgendwie sieht die Opernumgebung nicht so aus, als ob es schon etwas einzuweihen gäbe. Auch sonst wenig Aktivität. Ach doch, Arbeiter bohrten kürzlich dicke Löcher in die neu verlegten Steinplatten. Sie wussten sicher, wozu das gut sein sollte. Bei Oper und Schauspiel gibt es keine großen Veränderungen zu melden. Vielleicht wird Ende 2017 wieder mit dem Bauen angefangen. Wie gesagt – vielleicht. Wenn man so bedenkt, dass wir dort jetzt schon eine Spielzeit hinter uns hätten… Aber bloß keine alten Wunden aufreißen.

Nach der Innenstadttour radelte ich am Chlodwigplatz vorbei. Den hört man zurzeit lange, bevor man ihn sieht. Ich weiß gar nicht mehr, wann dort zuletzt keine Baustelle war. Muss vor meiner Geburt gewesen sein. Arme Anwohner! Für die Kunden der anliegenden Banken und Geschäfte wurde jetzt mit rot-weißen Barrieren so etwas wie ein Labyrinth markiert. Manche irren darin tagelang herum.

Als ich voller Sehnsucht nach Ruhe in mein gemütliches Bayenthal-Viertel einbog, rissen Werktätige in der Cäsarstraße ein Loch auf, das sie ein paar Tage zuvor zugeschüttet und sorgfältig planiert hatten. Zu früh gefreut. Auf dem Einsatzwagen stand übrigens: „saugen statt bohren“. Ich musste an Loriot denken, der einst seinen Staubsaugervertreter reimen ließ: „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann.“ Doch – es wäre schön, wenn sie zurückkehrten, die Heinzelmännchen. Wir brauchen sie mehr denn je. Und wenn nicht die, dann bitte Loriot. Mit ihm könnte man über das Bau-Elend der Stadt wenigstens lachen oder so…

Maren Friedlaender

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