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06.08.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Demo- und andere -kratien"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Dass es dem Autokraten vom Bosporus entfallen ist, was genau eine Demokratie ausmacht, wissen wir ja. Leider scheint es manchen seiner türkischen Untertanen in Deutschland ebenso zu ergehen. Obwohl sie, zum Beispiel, jederzeit aus dem Bundesgebiet ausreisen können, was durch Erdogans Säuberungsaktion andersherum für manche Bürger in der Türkei mittlerweile schwierig ist. Das nur nebenbei bemerkt, auch falls es einigen hierzulande nicht mehr so gut gefallen sollte.

Erdogan hat seine hier lebenden Mitbürger übrigens bisher nicht zum Auswandern aufgefordert. Vielleicht erinnert er sich, dass ihm die Türken aus Deutschland ziemlich viel Geld in die Kasse spülen. Und da so eine Autokratie immer auch etwas eine Kleptokratie ist, spielt der Geldzufluss eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Ganz bauernschlau hat Erdogan übrigens jetzt den Spieß umgedreht: Er mache sich Sorgen um die deutsche Demokratie. Seine Mitbürger dürften ja noch nicht mal türkische Fahnen schwenken. Reisen bildet, Herr Erdogan! Vielleicht hätten Sie während der EM einfach mal inkognito durch Kalk, Mülheim oder Bayenthal gehen sollen.

Zugegeben, auch in Deutschland gibt es Leute, die nicht so ganz erden, was Demokratie bedeutet. Nur zur Erinnerung: Als Demokratie bezeichnet man politische Ordnungen, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen, indem es sich an Entscheidungen beteiligt, die die Allgemeinheit betreffen. Der politischen Entscheidung sollte ein freier Austausch der Meinungen vorausgehen. Ja, so sollte es sein.

Umso mehr erstaunt, dass Armin Laschet, Vorsitzender der CDU in NRW, soeben mahnte, die Flüchtlingsfrage müsse aus dem Wahlkampf herausgehalten werden. Täglich in der Zeitung – aber nicht im Wahlkampf? Der hat sie wohl nicht mehr alle. Das Thema Flüchtlinge wird in den kommenden Jahren unser Leben in diesem Land bestimmen - aber nicht den Wahlkampf?

Steuergelder fließen in die Unterbringung, ärztliche Versorgung, Ausbildung und Integration von Flüchtlingen. Ihre Konflikte werden in unserem Land ausgetragen. Unsere Kinder mussten auf Turnhallen verzichten. Wachsende Kriminalität und Terrorismus. Flüchtlinge sind spätestens seit Merkels „Wir schaffen das“ Thema Nummer eins in Deutschland: täglich in den Nachrichten, Sondersendungen und Talkshows. Auch eine erfolgreiche Integration braucht öffentliche Diskussion, aber Laschet wünscht sie aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Und das Feld der AfD überlassen oder wie?

Manchmal beschleicht mich das ungute Gefühl, wir leben in einer Kakistokratie. Doch, ja, das ist genau das was Sie denken: die Herrschaft der Schlechtesten. Vielleicht brauchen wir ein bisschen weniger Androkratie und mehr Frauen, die mitreden, genannt Gynarchie. Und nur, weil es so schön ist und man lernt ja auch immer gern dazu: Wussten Sie, was eine Pornokratie ist? Die Beeinflussung der Regierenden durch ihre Mätressen. Ich weiß nicht - im Falle von Laschet? Wäre ja möglich oder so…

Maren Friedlaender

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