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03.07.2016

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Pressemeldung

Sonne, Klare Worte, Party, Regentröpfchen und Monsun

Gruppenbild mit Oberbürgermeisterin: Liberale CSD-Standeröffnung 2015
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Gruppenbild mit Oberbürgermeisterin: Liberale CSD-Standeröffnung 2015
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CSD 2016
Politisch klare Aussagen wechselten sich mit Werbebotschaften wie „Schön bunt“ auf der Parade des diesjährigen Cologne Pride ab. Köln ist im Partymodus mit einer klaren Botschaft: Keine Diskriminierung, kein Sexismus und kein Rassismus. Auch die Tat von Orlando war Thema und viele Plakate trugen Botschaften zum politischen Klima. Aber auch, dass in sieben Länder homosexuell lebende Menschen immer noch von der Todesstrafe bedroht sind.

Natürlich fehlten sie nicht, die Exoten in schillernden Kostümen, die über die Deutzer Brücke nach Köln einflogen. Auffälligste Eigendekoration dürfte das Kostüm als Windpark mit echt drehenden Windrädern, Badeente und Kühen auf grüner Wiese gewesen sein. Auch wer auf körperbetonte Outfits steht, dürfte nicht zu kurz gekommen sein. Für besonders sparsame Kostüme gab es auf der Deutzer Brücke immer wieder spontanen Szeneapplaus. Und der war nicht gering, denn es war voll. Man hatte zumindest rund um den Hotspot Heumarkt den Eindruck, dass es voller als sonst war. Die Stimmung ausgelassen, fröhlich, friedlich und ab und zu jubelnd kreischig.

Zählt man die AWB dazu, kommt der CSD 2016 auf exakt 100 Gruppen. Politische Parteien von CDU, Grüne, SPD, Linke, (A.d.fdp-koeln.de-Redaktion: FDP,) Die Partei oder die Piraten, Aktivisten aus der Szene, wie das Rubicon, Barakka, das Schwule Netzwerk NRW oder Schlau NRW, um nur einige zu nennen, reihten sich ein. Auf vielen Plakaten in der Cologne Pride Parade wurde die AfD kritisiert. Der LSVD etwa titelte auf einem Plakat „Lieber CSD als AfD“, eine andere Gruppe: „Gegen Sexismus, Rassismus und Homophopbie – Fight AfD“. Viele Plakate ließen eine Sorge, um ein sich veränderndes politisches Klima spüren.

Das Rubicon verteilte Fächer mit dem Aufdruck: „Steh auf – Gemeinsam gegen Homo*hass und Rassismus“. Eine Aktivistin forderte Asyl für alle verfolgten LGBTIQ. Die Grünen titeln auf Kölsch: „Homo & Transphobie wolle mer nit – fott domet“. Die Linke forderte „Arsch hoch gegen Rechtspopulisten“.

Die Vielfalt und politische Breite der Themen auf den Plakaten, Transparenten und LKW war gefühlt intensiver, als in den vergangenen Jahren. Immer noch ein Thema, die Gleichstellung bei der Ehe, wenn auch in diesem Jahr nur vereinzelt vertreten. Auf einem Plakat stand etwa „Keine Ehe für Merkel“. Eine Forderung ist die Rehabilitierung der Menschen die nach dem §175 verurteilt wurden. Alle Urteile sollen, so ein Plakat aufgehoben werden und die Opfer entschädigt.

Die SPD schreibt einfach und klar „Willkommen“ und auf den kleineren Plakaten„Homophobie ist heilbar“. Die Freie Tunten Partei will „Einigkeit, Geschlecht und Freiheit“. Die Partei fordert: „Eine Schwanzlänge Abstand halten.“ Der DGB stellte auf Englisch fest: „Hate sexism“.

Die „Petplayer“ postulieren, das Leben ist ein Hund. Bei „Schlau NRW“ trägt eine junge Frau eine symbolisierte Schultafel mit auf der steht „Liebe Medien, das hier ist keine Schwulendemo – Hier sind auch Lesben, Trans und Queers.“ Der 1. FC Köln war mit einer große Gruppe dabei, hinter dem Get-togaether Cup und da ließen die Fans schon mal den Ball hin und her rollen. Deutlich i seiner Aussage wurde ein Schriftzug auf einem der Paradewagen: „Lieber schwul und lebensfroh, als frustriert und Hetero“. Die KVB war mit dem Radl dabei und hatte die Werbeflächen extra in Regenbogenbunt eingefärbt und zum ersten Mal dabei.

Die Parade ist aber nicht nur politischer, sondern auch werbelastiger geworden. Immer wieder reihen sich ein Firmentruck an den anderen und es werden fleißig Werbebeutel etwa von der Deutschen Bank und anderen verteilt. Ein wenig mehr Zurückhaltung bei der Größe der Logos und den Werbemitteln wünscht man sich. Spricht man etwa mit den Mitarbeitern des in Köln-Holweide ansässigen AXA-Versicherungskonzern, so spürt man deren Stolz, dass sie heute auf dem CSD in Köln mit dabei sind und so das Diversityprogramm auch öffentlich zeigen können.

Viel Politprominenz beteiligte sich ebenfalls ab der Parade: Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker war mit Bürgermeister Andreas Wolter, FDP-Fraktionschef Ralph Sterck und Volker Beck, Grüne, an der Spitze dabei. Die Kölner SPD stellte eine große Gruppe mit Elfi Scho-Antwerpes, Ingrid Hack, Martin Dörmann, MdB, Lisa Steinmann, MdL und vielen anderen. Auf dem grünen Wagen hat Claudia Roth seit Jahren ein Dauerticket, sie war mit Hans Schwanitz von den Kölner Grünen unterwegs. Bei der Linken verteilte Matthias Birkwald zu Fuß Fächer mit politischen Botschaften.

Die Polizei spricht bislang von einem ruhigen Verlauf und keinen Auffälligkeiten. Zwar haben man vereinzelt einschreiten müssen, aber dies, so ein Sprecher bliebe bei einer solchen Menschenmenge auch nicht aus.

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