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02.07.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Bürgerschmerzensgeld"

Ein Schlagloch oder ein neues Freibad?
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Ein Schlagloch oder ein neues Freibad?
„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Es entstehen immer mehr Freibäder in Köln. Auch in Ihrer Nähe. Walking distance. Ist doch toll. Und das alles trotz leerer Kassen. Im Kölner Süden gibt es, nach meiner Beobachtung, die größte Dichte. Nicht was Sie denken. Nicht die privaten Swimming Pools in Hahnwald und Marienburg. Ich rede von öffentlichen Freibädern – Street Swimming in allen Gassen. Ja, die ausgiebigen Regenfälle haben das ihre dazu getan.

Es eröffnen sich völlig neue Perspektiven auf das unmittelbare Lebensumfeld. Urban Diving: Tauchen auch Sie im Freibad vor der eigenen Tür. Das Amt für Straßen- und Verkehrstechnik macht es möglich: Freibadezonen in the middle of the road, von denen selbst Hawaï nur träumen kann. So kommen wir uns beim Nachbarschaftsschwimmen alle näher. Agrippa-Bad und Fühlinger See werden endlich entlastet. Ehrenamtliche Bademeister von Goltsteinstraße und Schillingsrotter Weg erhalten am Jahresende von der Regierungspräsidentin die Euregio-Rosette in Kölschfarbe.

Und wenn das mit den Regenfällen so weiter geht, erreichen wir den Rhein bald ab Bonner Straße auf dem Wasserweg. So ein Spaß: von der Köln-Düsseldorfer organisierte Partyfahrten mit der MS Roters oder MS Schramma zu „Kölner Lichter“ und „Rhein in Flammen“. Doch, die Alt-OBs sollten wir ehren. Sie haben sich verdient gemacht in der Sache. Ihr Straßenerhaltungsprogramm - einfach visionär. Wir müssen unsere Urbanität nur neu denken. Ganzheitlich sozusagen. Ganz Köln ein riesiges Spaßbad. Und so manches städtische Problem erledigt sich von selbst. Ich meine, zum Beispiel Oper oder Rautenstrauch-Joest-Museum. Wer braucht da noch Brandschutzanlagen?

Falls es sich bei den von mir entdeckten Freibädern aber doch um Schlaglöcher handeln sollte, dann muss ich eines sagen: So gigantische Teile habe ich selbst bei meiner ersten Reise durch die DDR nicht gesehen. Alle Achtung, Herr Höing! Das ist der zurzeit zuständige Dezernent, falls Sie sich bedanken möchten.

Aber, die „Freibäder“ sind nicht die einzige Baustelle unserer fröhlich unbekümmerten Stadt. Die Kölner Oberbürgermeisterin kam diese Woche auf Touren und hielt eine wahre Philippika gegen ihre eigene Verwaltung: „Die kommen nur um hier Schmerzensgeld zu bekommen.“ Gemeint waren einige der Mitarbeiter. Das Schmerzensgeld steht eigentlich uns Bürgern zu. Wäre ein hübscher Posten im neuen Haushalt. Aber dafür hat’s wieder nicht gereicht. Schade! Bürgerschmerzensgeld – tolle Idee.

Maren Friedlaender

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