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20.06.2016

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Ratskeller wird wieder Teil der Archäologischen Zone

Dr. Ulrich Wackerhagen
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Neuer Direktor stellt Pläne im Kulturausschuss vor
Der Bau der „Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum“ läuft im Wesentlichen nach Plan, bei der Nutzung des Ratskellers bewegen sich Verwaltung und Politik im Zickzack, die Ausstellungspräsentation nimmt langsam Gestalt an. So das Bild vom aktuellen Stand, das Projektmanagement und Projektdirektor Thomas Otten vom LVR bei der Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag gaben.

Danach ist die tiefbauliche Erschließung der Kabel und Rohre abgeschlossen. Nach leichten Verzögerungen durch den Einsatz des Kampfmittelräumdienstes – vor der Rathauslaube wurde ein Bombenblindgänger gefunden – werden jetzt die Bohrungen für die Pfahlwand vorbereitet, die das Fundament des künftigen Museums bilden soll. Nach einer Klage von FDP-Kulturpolitiker Ulrich Wackerhagen soll die „Schäbigkeit“ der Baustelle besser verhüllt werden. An der Eröffnung 2019 gibt es derzeit keinen Zweifel.

Der ehemalige Rathauskeller soll jetzt wieder ein Bestandteil des Projekts werden. Ursprünglich war hier – vom Alter Markt aus – der Eingang mit Foyer und Garderobe in die Archäologische Zone geplant. Die Politik lehnt dies ab, woraufhin der Eingang jetzt in das Museumsgebäude auf dem jetzigen Rathausplatz verlegt wurde. Dort ist nun – von einzelnen Politikern regelmäßig beklagt – weniger Platz für Wechselausstellungen und keiner für Verwaltungs- und Veranstaltungsräume vorhanden.

Nun will die Verwaltung den Ratskeller für museumspädagogische Veranstaltungen nutzen, auch als Lagerraum könne er Verwendung finden. Die Pläne stießen bei der Politik auf keinen Widerspruch. Dafür müsste dann allerdings wieder ein Zugang zu den Ausgrabungen geschaffen werden, schließlich sei es unsinnig, etwa nach einem Vortrag erst rund um das Rathaus zum Haupteingang gehen zu müssen. Gleiches gelte für den Transport von gelagerten Vitrinen. Die neuen Pläne seien „keine unnötige Schleife“, betonte Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach. Über sich daraus ergebenden mögliche Mehrkosten wurde nicht diskutiert.

Projektleiter finden 400 Quadratmeter für Wechselausstellungen ausreichend

Nach der Änderungswünschen der Politik blieben im oberirdischen Museum nur noch 400 Quadratmeter für Wechselausstellungen, was dann auch wieder beklagt wurde. Doch sowohl Otten, seit Anfang dieses Monats im Amt, als auch Marcus Trier als Ausgrabungsleiter betonten, dies sei ausreichend.

„Masse ist nicht gleich Klasse“, sagte Trier und verwies auf die hohe Qualität der Grabungsfunde. Otten erklärte, dass auch im unterirdischen Teil Vitrinen mit jeweils zum Standort passenden und wechselnden Exponaten stehen werden. „Die Grenze zwischen Dauer- und Wechselausstellungen verschwimmt hier“, auch die Ausgrabungen, die 2000 Jahre Stadtgeschichte zeigten, seien Ausstellungsstücke.“. Am Beleuchtungskonzept auch für das Prätorium als Teil der Archäologischen Zone werde noch gearbeitet, der Eindruck der Verengung müsse behoben werden. Aufgrund von Sicherheitsbestimmungen könnten maximal 400 Menschen die Ausgrabungen gleichzeitig besichtigen.

Expertenkommission soll bis Ende dieses Jahres einen neuen Namen finden

Schließlich soll das Projekt auch einen neuen, eingängigen Namen erhalten. „Archäologische Zone mit Jüdischem Museum“ ist derzeit nur ein Arbeitstitel. Nachdem dies im vorigen August erstmals in einer Kulturausschuss –Sitzung besprochen wurde, gingen allein beim LVR schon „rund 25 Vorschläge“ ein, so der zukünftige Museumsdirektor Thomas Otten vom LVR.

Eine öffentliche Namenssuche soll aber nicht gestartet. „Damit wecken wir Erwartungen auf eine demokratische Beteiligung, die wir nicht halten können“, erklärte Otten auf Nachfrage. Die auch bei der Stadt eingegangenen Vorschläge würden aber von einer Kommission aufgegriffen, der neben Vertretern von Stadt und LVR, von Politik und Verwaltung auch Kommunikationsexperten angehören. Ende dieses Jahres soll der Name feststehen.

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