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30.05.2016

Kölnische Rundschau

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Doch wieder ein Tunnel für die U-Bahn?

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Studie für Ost-West-Achse fast fertig - "Oberirdisch wird es eng"
Von Ingo Schmitz

So könnte es also aussehen: Auf einmal ist Platz auf der Cäcilienstraße. Ein gläserner Mittelstreifen gibt den Blick in den Untergrund frei. Bei Klein St. Martin entsteht sogar so etwas wie eine grüne Oase. "Das basiert natürlich nicht auf einem festen Plan. Das ist nur mal so ein Gedankenspiel", sagt Gudrun Meyer, Sprecherin der Kölner Verkehrs-Betriebe, zu der Fotomontage. Die KVB hatte sie erstellen lassen, um mal zu zeigen, was möglich wäre, würden die Linien 1,9 und 7 - die sogenannte Ost-West-Achse - unter die Erde gelegt. Wirklich nur ein Gedankenspiel? Wohl eher ein Wegbereiter. In wenigen Wochen soll nämlich eine Machbarkeitsstudie fertig sein, die auch den Tunnelbau analysiert.

1992 schien die Welt noch in Ordnung. Der Rat beschloss im Paket, dass die Nord-Süd-Stadtbahn gebaut werden soll und am Knotenpunkt Heumarkt die Ost-West-Achse unter die Erde kommt. Aus einem Wettbewerb ging der Entwurf der heutigen U-Bahnhaltestelle Heumarkt hervor. Geld für eine Machbarkeitsstudie zur Ost-West-Achse wird bereitgestellt. Doch dann stürzt 2009 das Stadtarchiv in die Baugrube der Nord-Süd-Stadtbahn. Der U-Bahnbau ist auf Jahre hinaus kein Thema mehr.

Ein Wendepunkt: 2014 wird die Machbarkeitsstudie doch noch in Auftrag gegeben. Sie untersucht die sogenannte Dreifachtraktion, also das Fahren mit drei Waggons bei entsprechend langen Bahnsteigen - und das in den Varianten oberirdisch und unterirdisch. Bei der unterirdischen Variante geht es zudem darum, wo die Achse im Westen wieder ans Tageslicht kommt: schon vor dem Neumarkt oder erst am Aachener Weiher. "Die Ergebnisse werden in Kürze vorliegen", sagt Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik. "Nach der Sommerpause werden wir die Diskussion darüber führen." Und er verrät noch mehr: "Bahnsteige für eine Dreifachtraktion überirdisch zu bauen, das wird wohl eher eng."

"An der U-Bahnhaltestelle Heumarkt ist für die unterirdische Querung der Ost-West-Achse ja schon alles vorbereitet", sagt Dirk Michel, verkehrspolitischer Sprecher der CDU. "Nun muss es darum gehen, wo die Bahn wieder rauskommt, und das unter dem Gesichtspunkt, dass wir die Kapazität gerade auf dieser Strecke steigern müssen. Die CDU möchte diese Diskussion mit den Bürgern führen."

"Wir müssen die Ost-West-Achse ertüchtigen", sagt auch Susana dos Santos (SPD). Und: "Die unterirdische Variante will ich nicht schon im Vorfeld verneinen."

"Wir waren immer dafür: An der Deutzer Brücke geht die Achse unter die Erde und am Aachener Weiher kommt sie wieder raus", sagt Reinhard Houben (FDP). "Dann können wir den Neumarkt neu gestalten. Das rechtfertigt eine Jahrhundertinvestition."

Zurückhaltender sind die Grünen: "Wir wollen die Zwischenebene am Heumarkt nutzen", sagt Lino Hammer. "Wo man dann wieder rauskommt, das muss die Studie zeigen. Auch wir wollen den Neumarkt attraktiver machen. Aber das geht auch bei einer oberirdischen Schienenführung."

Und die Oberbürgermeisterin? Henriette Reker sprach sich bei der Rundschau-Veranstaltung "Menschen 2015" für den Tunnelbau aus.

(28.05.2016)

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