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09.03.2016

FDP-Landtagsfraktion NRW

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Gebauer: Meinungsvielfalt der Eltern achten statt austrocknen

Yvonne Gebauer, MdL
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Elternvertretung
In einem Pressegespräch haben sich zahlreiche Elternverbände gegen die Pläne von SPD und Grünen für eine einheitliche Elternvertretung ausgesprochen. Die FDP teilt die Sorge, dass durch eine durchgewählte einheitliche Elternvertretung die Meinungsvielfalt beschnitten würde. „Rot-Grün strebt die schleichende Marginalisierung unliebsamer Elternverbände an.

Unser vielfältiges Schulsystem braucht selbstbewusste Elternvertreter, die nicht am Gängelband einer Landesregierung hängen – egal, wer die Landesregierung stellt“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Yvonne Gebauer. Zudem sei bedenklich, dass die Schulministerin das Vorhaben gegen die Pluralität der Elternverbände unterstützt.

Die unterschiedlichen Elternverbände spiegeln die Vielfalt der Kinder und des Schulsystems wider. „Die oftmals bestehende Spezialisierung auf Altersstufen, Schulformen oder aber besondere Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern führt zu einer hohen Sach- und Fachkompetenz der Verbände. Elternverbände agieren auf Augenhöhe mit der Politik. Das ist ein Gewinn für die gesellschaftliche Debatte. Politik muss handfeste und vielfältige Kritik aushalten“, betont Gebauer.

Eine einheitliche Landeselternvertretung stärkt nicht den Einfluss, sondern führt eher zur thematischen Verengung. „Bezeichnenderweise hat Rot-Grün eine Einheitselternvertretung in den Koalitionsvertrag aufgenommen, obwohl die Verbände bereits vor Jahren einer Einheitsvertretung eine unmissverständliche Absage erteilt haben. Das jetzige Forcieren durch Rot-Grün erweckt den Eindruck, als solle der Chor potentieller Kritiker minimiert werden“, kritisiert Gebauer.

Statt die Meinungsvielfalt auf Landesebene auszutrocknen, muss die Beteiligung der Eltern auf kommunaler Ebene gestärkt werden. Stärkere Profilbildung und Eigenverantwortung von Schulen in regionalen Bildungslandschaften machen eine bessere Partizipation der Eltern vor Ort notwendig. „Zukünftig muss bei vor Ort gebildeten Schulausschüssen eine beratende Beteiligung von Elternvertretungen verbindlicher gefasst werden“, fordert Gebauer. Dazu hat die FDP-Fraktion eine Initiative in den Landtag eingebracht, die in der nächsten Plenarwoche debattiert werden soll.

(08.03.2016)

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