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27.02.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Oh, Oper!"

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„…oder so“ – die Kolumne von Maren Friedlaender
Warum soll sich der Kolumnist etwas aus den Fingern saugen? Es gibt doch den neuen Bericht des Projektsteuerers für den Bühnenneubau. Ein super Steinbruch für alle Journalisten: „Das Projekt befindet sich weiterhin in der Phase der Neuaufstellung“, liest man. „Diese wird voraussichtlich bis in das erste Quartal 2017 andauern“, staunt man.

Im Fokus stehen dabei unter anderem „die Mängelbearbeitung durch eine intensive Prüfung mit Unterstützung von Sachverständigen, der Aufbau eines Qualitätsmanagements für die anstehenden sich überschneidenden Phasen der Korrektur der bisherigen Planung, der Beseitigung der festgestellten Mängel nach der Korrektur sowie der Rückkehr zu einem geordneten Bauablauf.“ Zum guten Schluss also ein geordneter Bauablauf. Da bin ich doch froh.

Aber immer noch hat mir keiner erklärt, wieso im Juni 2015 alle Beteiligten behaupteten, die Eröffnung im November gehe klar. Halloooo - wann gibt es denn nun eine Eröffnung? Ach so: Wer „Tosca“ in Köln sehen möchte, der soll in die Glockengasse zu 4711 gehen. Sorry, running gag in der Kulturszene. Und der Verantwortungshut? Sucht immer noch einen Träger.

Weiter im Text: „Der Umfang der bisher erfolgten Qualitätskontrollen zeigt, dass in etlichen Teilen die gebaute Qualität nicht ausreichend ist. Deshalb sind hier Mängelbeseitigungen, Rückbauten und zum Teil Umplanungen erforderlich.“

Rückbauten? Ja, bitte! Das ist die Lösung. Immer weiter rückbauen. Rückbauen, bis wir unsere alten Bühnen wiederhaben. Dann frage ich bei der Bürgerinitiative „Mut zur Kultur“ nach, was die 2010 meinten, als sie versprachen, alles ginge billiger und schneller, man müsse nur auf sie hören und den Beschluss zum Neubau des Schauspiels kippen. Haben wir dann ja gemacht.

Die „Mut-zur-Kultur“-Karawane zog weiter. Die damaligen Akteure stürzten sich in neue Abenteuer. Verantwortung muss man als Bürgerinitiativler nicht übernehmen. Ein paar Monate Spaß, ein bisschen Äction und dann zurück zur Party am Brüsseler Platz. Eine andere Sau läuft durchs Dorf. Nichts wie hinterher. Überlassen wir den Schlamassel doch den Steuerzahlern. Rückbauen! Ja, bitte. Alles auf Anfang.

Zurück zum Projektsteuerer. Konkretes weiß er in Sachen Kosten zu berichten. Also, zumindest ist klar, dass alles mehr kosten wird. „Ein Korridor“ von 404 bis 460 Millionen Euro brutto wird prognostiziert. Ja, ein Korridor - ich liebe das Wort. Übrigens, der Korridor gilt natürlich nur unter der Berücksichtigung der „derzeit bekannten Risiken“. Solche Risiken sind eine Wundertüte. In der steckt ganz sicher auch das Projekt „Korridorverlängerung“. Lassen wir uns nicht lumpen, liebe Kölner. Den Hanseaten werden wir es zeigen. Elbphilharmonie – pffft. Mal sehen, wer zuerst die Milliarde erreicht?

Und in drei, vier Jahren gibt es dann vielleicht eine Premiere im neuen, alten Haus. Lohengrin zu Ehren der Kulturdezernentin: „Nie sollst du mich befragen“. Für den Baudezernenten - Mozart: „Cosi fan tutte“ - so machen es alle. Und für uns Bürger bleibt die Operette: „Immer nur lächeln“ oder so…

Maren Friedlaender

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