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13.02.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"SuperBowlitis und andere Viren"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Die Amerikaner haben es zurzeit nicht leicht. Nicht nur wegen Donald Trump. Auch wegen anderer Epidemien. Trotz der Milliarden für die Pharmaforschung breitet sich einmal im Jahr ein Virus in den USA aus. Nein, nicht Zika, aber die Symptome sind ähnlich: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel.

Die gute Nachricht: Die Epidemie dauert meist nicht länger als 24 Stunden. Sie bricht regelmäßig an einem Montag aus, dem Montag nach der Austragung des Super Bowl: deshalb auch SuperBowlitis genannt. Für alle, die es nicht wissen: Super Bowl hat irgendetwas mit Football zu tun.

Insgesamt rafft es ungefähr 17 Prozent der amerikanischen Arbeitnehmer dahin. Am heftigsten trifft die Erkrankung die Anhänger des Verliererteams. Zu den Ursachen zählen: exzessives Schreien, herzliche Kameraderie, oft einhergehend mit hohem Budweiser- und oder Chips-Konsum. In den vier Stunden nach einem Spiel steigt die Zahl der Autocrashs um fast 50 Prozent. Der größte Anstieg wird in dem Gebiet um die Stadt des Looserteams verzeichnet. Da sieht man mal, wie gefährlich der Virus ist.

Die Anzeichen kommen mir irgendwie bekannt vor. SuperBowlitis, alles klar? Ein artverwandter Virus geht in Teilen unseres Landes um: Karnevalitis. Sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Während die Krankheitswelle in den USA gerade abebbt – der Super Bowl war am letzten Sonntag, liegen bei uns noch Tausende darnieder. Karnevalitits fällt bekanntermaßen heftiger aus, da die Risikogruppe ärztliche Warnungen hartnäckig überhört und tagelang pudelnackt auf kalten und zugigen Plätzen tanzt.

Die Diagnose ist übrigens auf beiden Seiten des Atlantiks nicht ärztlich anerkannt. Arbeitgeber bringen den Erkrankten deshalb auch wenig Verständnis entgegen. Die meist gebrauchte Entschuldigung in den USA lautet deshalb: „Ich kann heute nicht kommen. Meine Kinder sind krank, niemand kann für sie sorgen, darum muss ich zu Hause bleiben.“ Da können die deutschen Karnevalitis-Geschädigten noch was lernen.

Tatsächlich ist die beste Kur wohl Ruhe, Entspannung und viel Flüssigkeit für die Dehydrierten. Auch ein, zwei Bier können nicht schaden. Manchen hilft sogar eine Bloody Mary. Nach zwei Tagen sind die Erkrankten meist wieder auf dem Damm. Also, liebe deutsche Arbeitgeber, keine Panik: Ab Montag tauchen die von Karnevalitis Genesenen wieder auf. Außer Bläck-Fööss-Sänger Kafi Biermann, der tritt gar nicht mehr an: Dauer-Karnevalitis. Kein Wunder, nach 30 verschunkelten Jahren. Da hilft keine Kur. Und auch an anderen scheint der Virus nicht spurlos vorüberzugehen. Wie sonst erklärt man sich das: Ein Südstadt-Pfarrer macht mit beim Benefefiz-Rummel des als Super-Chauvi bekannten Kölner Bordell-Besitzers Herrmann Müller, alias Pascha. Karnevalitis – ganz sicher.

Apropos Karnevalitis: Meine Mutter sagte immer: Wer viel feiert, kann auch viel arbeiten, oder vielleicht sagte sie auch - muss oder sollte viel arbeiten? Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Aber geben Sie nichts drauf: Meine Mutter war Jahrgang 1912 und noch so ganz im wilhelminischen Denken verwurzelt. Einfach total altmodisch oder so…

Maren Friedlaender

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