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30.01.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Eine Stadt pinkelt sich weg"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass der Kölner Dom ein bisschen schief steht? Nur ganz wenig, mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Wenn Sie nächstes Mal von Aachen kommen und bei Frechen die Aussicht über Köln und den Dom genießen, achten Sie mal auf die kleine Neigung. Urin ist die Ursache. Ja, der ätzt das Domfundament langsam weg. Ein Blick auf den Schiefen Turm von Pisa und man ahnt, wo das alles hinführen kann. Die Forschung hinkt da hinterher. Noch etwa hundert Karnevalssessionen und entsprechend viele Weihnachtsmärkte, dann wird unser Wahrzeichen umkippen. Einfach weggepinkelt.

Schon die kommenden jecken Tage werden das Gebäude um weitere Millimeter neigen. Das Anpinkeln des Doms ist natürlich nicht erlaubt und eigentlich auch teuer. 150 Euro soll es demnächst kosten. An andere Sakralbauten kann man etwas billiger urinieren: nur 120 Euro für St. Gereon, St. Andreas oder St. Pantaleon. Obwohl es mir um unsere zwölf schönen romanischen Kirchen genauso leid tut. Die romanische Bauweise wirkt zwar etwas robuster, aber ich meine auch an St. Aposteln erste Anzeichen einer Schieflage zu entdecken.

Das Ordnungsamt will jetzt die Bußgelder fürs Wildpinkeln erhöhen. Richtig so. Und wenn der Rat schnell zustimmt, gelten die neuen Strafen schon an Weiberfastnacht. Warum es allerdings billiger ist, profane Mauern der Stadt anzupinkeln, ärgert mich ein wenig. Nur 90 Euro kostet es den Täter, der an meiner Hauswand zuschlägt. Fast genauso viel wie in Parkanlagen, wo sich die Krönung der Schöpfung für 82,50 Euro erleichtern kann. Das finde ich nicht gerecht. Im Park trifft es doch höchstens ein paar Löwenzahnbüschel oder einen Rotbuchenstamm. Schade drum. Aber um mein Haus mache ich mir mehr Sorgen. Es ist mir lieb geworden. Wo soll ich wohnen, wenn Rücksichtslose mir mein Eigenheim weggepinkelt haben? Da sollte sich das Ordnungsamt nochmal ein paar Gedanken machen. Auch über vergleichsweise günstige Buße für die Spielplatz-Urinierer: 112,50 Euro. Meinetwegen verdoppelt die Bußgelder, verdreifacht sie.

Eine kreative Idee kam mir gestern beim Anblick der Opernbaustelle. Das Chaos vor Augen, glaube ich einfach nicht mehr an ein gutes Ende. Also, gnädige Herren, wenn Ihr unbedingt hemmungslos, also öffentlich mal müsst, dann könntet Ihr doch vielleicht in diese Richtung…. Nur so ein Vorschlag. Womöglich würde das unser Kölner Opernproblem unkonventionell lösen. Und mit Blick auf Pisa, wäre die Stadt vielleicht um eine Mega-Attraktion reicher.

Übrigens: Ich habe gehört, wie schwer es für die Ordnungsamtler ist, Bußgelder von urinierenden Delinquenten einzutreiben. Eine Idee zum Schluss – wie wäre es mit einer Recycling-Steuer auf Bier oder so…

Maren Friedlaender

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