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09.01.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Dichtung und Wahrheit oder vom Wegschauen"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Prosit Neujahr! Fängt ja gut an, das Jahr 2016. Bravo, Köln hat es gleich vom Start weg in die internationalen Schlagzeilen geschafft. Aus heiterem Himmel kommt es nicht, was da in der Silvesternacht geschah. Das Phänomen ist schon länger bekannt: Junge Nordafrikaner machen sich gruppenweise in den Kölner Fußgängerzonen an Passanten heran, rauben sie aus, bedrohen sie. Nur geredet wurde nicht darüber. Die blöden Bürger können mit solchen Informationen ja nicht umgehen.

Wer alles machte mit beim Vertuschen und Wegschauen? Politik, Medien, die Wohlmeinenden. Einen Tag vor dem Silvesterchaos schrieb in der „Zeit“ Richard David Precht, Deutschlands Philosoph für alle Lebenslagen, zum Thema Flüchtlinge in beschwingtem Ton: „Und wir werden dafür anwachsende Kriminalität bekommen, syrische Restaurants, arabische und skipetarische Musik auf den Straßen und mehr Machos. All das werden wir überleben...“ Klingt hübsch von da oben aus dem Elfenbeinturm. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie traumatisch die Erlebnisse für die Opfer der Silvesternacht waren. Mitten in der Stadt, umgeben von Menschenmassen angetatscht, ausgeraubt, sexuell missbraucht zu werden von einer Horde junger Männer.

Ein Shitstorm ergoss sich noch vor ein paar Wochen über Josef Schuster, den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden. Er wurde angefeindet, auch vom FDP-Parteivorsitzenden, wegen seiner Aussage, dass viele Flüchtlinge Kulturen entstammten, in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil seien. „Denken Sie nicht nur an die Juden, denken Sie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder den Umgang mit Homosexuellen", gab er zu bedenken.

Nun plötzlich wird in den Medien ausgesprochen, was gestern noch unter Selbstzensur fiel. Wo war in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel, wie man ihn in dieser Woche dann las: Die Nah-Ost-Spezialistin Sonja Zekri berichtet, dass über 99 Prozent der Frauen im Nahen Osten und Nordafrika sexuelle Übergriffe erlebt hätten, auf Volksfesten, zu islamischen Feiertagen, vor Kinos und besonders auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Ungefähr 70 Prozent der islamischen Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind Männer im Alter zwischen 15 bis 35 Jahren. Auch das wissen wir seit Monaten, aber „Wir schaffen das“ war die von höchster Stelle ausgegebene Parole.

Flüchtlinge mit der Tat in Verbindung zu bringen, sei „absolut unzulässig“, verordnete die Kölner Oberbürgermeisterin Reker noch am Dienstag dieser Woche. Das Chaos der Silvesternacht nicht annähernd aufgeräumt, sollen wir nun wieder ganz schnell die Augen schließen. Das alte Übel: nicht um die Opfer sorgt man sich, sondern um die Täter. Nordafrikaner und arabisch aussehende Männer wurden identifiziert. Mittlerweile wissen wir: auch gerade erst eingereiste syrische Flüchtlinge. Weil „politisch heikel“ beschloss die Kölner Polizeiführung in vorauseilender Selbstzensur, diese Information zu unterdrücken. Erinnert mich irgendwie an die Ost-Zone oder die Diktaturen, aus denen die Flüchtlinge kommen. Das macht mir Angst. Auch die Frage, was in jungen Männern vorgeht, die in unserem Land Schutz finden und es zum Dank verhöhnen.

„Null Toleranz“ verschrieb einst der New Yorker Bürgermeister Giuliani seiner in Kriminalität versinkenden Stadt. Sein umfassender Aktionsplan zielte darauf ab, den öffentlichen Raum zurückzuerobern und den Bürgern das verlorengegangene Gefühl von Sicherheit wiederzugeben. Vielleicht schicken wir unseren künftigen Polizeipräsidenten mal zur Nachhilfe nach New York…

Maren Friedlaender

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