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29.08.2015

FDP-Kreisverband Köln

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„Wat wellste maache?“

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„…oder so“ – die Kolumne von Maren Friedlaender
Ich glaube, ich darf mit Recht etwas stolz auf mich sein. Mir ist eingefallen, wie ich auf einen Schlag die Probleme der Stadt löse. Also nur die mit der Fertigstellung von Bauten. Mein Plan ist gleichzeitig kostengünstig und effektiv. Und so bin ich darauf gekommen:

In der Zeitung las ich, dass die Pflasterungsarbeiten auf dem Heinrich-Böll-Platz vor dem Museum Ludwig schon im Februar 2015 beendet sein sollten. So steht es auch auf dem Plakat am Bauzaun. Bekanntlich haben wir jetzt Ende August und die Baustelle sieht nach wie vor wüst aus.

Am Montag dieser Woche arbeitete niemand dort. Klar, es war Montag. Nach neuester Auskunft soll der Platz nun im Oktober fertig werden - vielleicht. Aber die Stadt beabsichtige, so las ich weiter, bald mal die Beschilderung zu aktualisieren.

Und da ging mir ein Licht auf.

Wir müssen uns mit der Fertigstellung der Bauten gar nicht so beeilen. Wir müssen nur die passenden Schilder aufstellen. Natürlich sollten die Beschriftungen nicht so trocken daher kommen. Mit der Neugründung des „Amtes für bessere Betextung von Schildern“ könnte die Stadt ein Zeichen setzen. Zehn bis zwanzig frisch eingestellte Junior Art Directors würden mit pfiffigen Formulierungen das angekratzte Image der Kölner Bauvorhaben aufpolieren.

Damit sie die Genialität und Weitsichtigkeit meines Projekts verstehen, mache ich mal ein paar Vorschläge.

Für die neue „Historische Mitte“, die OB Roters vor einem Jahr (es war gerade Kommunalwahlkampf) als ganz großen Wurf ankündigte. „Hier wird nichts unter 632 Jahren Bauzeit fertig.“ Mit Blick auf den benachbarten Dom versteht der Bürger das sofort.

Historisches Archiv: „Auf diesen Bau dürfen sich ihre Urenkel freuen.“ Wer würde das seinen Nachfahren nicht gönnen?

Für die Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museum: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.“

Beim geplanten Jüdischen Museum am Rathausplatz dürfen wir auf eine jüdische Weisheit zurückgreifen: „Lehre deine Zunge zu sagen: ‚Ich weiß nicht‘, denn vielleicht ertappt man dich sonst bei einer Lüge und nagelt dich darauf fest.“ Markus Trier, der Direktor des Römisch-Germanischen Museums, schlug eben vor, man müsse für das Projekt einen „schmissigen“ Namen finden. Sag ich doch. Trier hat mich verstanden.

Und für das Rautenstrauch-Joest-Museum? Das war ja eigentlich schon einmal fertig gestellt, nun aber, fünf Jahre nach Eröffnung, bröselt es an allen Ecken. Da fällt mir nur kölsche Folklore ein: „Wat wellste maache?“

An der Opernbaustelle könnten wir etwas wirklich Innovatives ausprobieren: Wie wäre es mit einer elektronischen Anzeigentafel, auf der man den Fertigstellungstermin digital den jeweiligen Realitäten anpasst?

Es macht mich stolz, wie zukunftsorientiert das Schilderprojekt ist. Ab sofort bleibt unserer Kreativität keine Grenze gesetzt. Visionen erlaubt und erwünscht. Wir können die tollsten Bauten planen, suchen einen schönen Platz in der Stadt aus, Schild aufgestellt, fertig! OB Roters hat mit der „Historischen Mitte“ einen Anfang gemacht.

Die Idee ist so gut, dass ich mich zu der optimistischen Äußerung hinreißen lasse: „Gestern standen wir an einem Abgrund. Heute sind wir einen Schritt weiter - oder so…“

Maren Friedlaender

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