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25.07.2015

FDP-Kreisverband Köln

Meldung

"Oper und Saugbarben"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Eigentlich wollte ich in dieser Woche über Saugbarben und andere Tiere schreiben, aber dann kam die Sache mit der Oper dazwischen: Verschiebung der Eröffnung auf unbestimmte Zeit. Ich bin froh, dass keiner dafür die Verantwortung trägt, so klang es auf jeden Fall am Donnerstag in der Pressekonferenz. Wenn ich in letzter Zeit an der Baustelle stand, wusste ich: Das geht nicht gut.

Besserwisserei? Okay, ich bin ein Laie. Als solcher mache ich jetzt einen Vorschlag: Vielleicht geht es billiger und schneller, wenn wir ganz Köln an eine Stelle versetzen, an der es schon eine funktionierende Oper gibt. Die Idee schenke ich der Stadt.
Ach ja…, ich glaube, dass ich jetzt doch lieber über Tiere schreibe:

Ich habe eine Freundin, die eine tiefe Zuneigung zu einem Vierbeiner pflegt. Ihr Hund Butzi (Name v.d. Redaktion geändert) ist ein kurzbeiniger, bräunlicher Bastard, wenn man das so sagen darf. Oder gilt Political Correctness auch im Tierreich? Beim Besuch der beiden wird von mir erwartet, dass ich mindestens fünf Mal entzückt „Ach, Du süßer Butzi!“ rufe und dem Hund dabei hinterm Ohr herumkraule, sonst nennt mich meine Freundin eine „Hundehasserin“. Das stimmt überhaupt nicht. Ich habe großen Respekt vor Tieren.

Ich tue nicht einmal einer Spinne etwas zuleide, obwohl ich Spinnen nicht sehr mag. Wenn ich eine in meinem Schlafzimmer finde, stülpe ich ein Glas über sie und schenke ihr, trotz meiner Abneigung gegen die vielen haarigen Beine, die Freiheit in meinem Garten. Die einzigen Tiere, die ich töte, sind Mücken, aber nur im Kampf. Mäuse kann ich auch nicht sonderlich leiden, vor allem nicht im Haus, aber ich habe noch nie eine Falle aufgestellt. Allerdings hindere ich die Nachbarskatze nicht daran, für etwas Ordnung in der Gegend zu sorgen. Ich habe nichts dagegen, wenn Tiere ihre Angelegenheiten untereinander regeln.

Mein Respekt vor Tieren bezieht auch Fische ein. Wenn sie in Wellness-Studios die Hornhaut von alten Frauenfüßen abknabbern müssen, verletzt das ihre Würde, finde ich. Die Nachricht hat mich verschreckt: Es gibt in Deutschland angeblich jede Menge solcher Studios, in denen Garras diesen Dienst am Menschen versehen.

Für Nicht-Ichthyologen: Der Garra rufa ist eine im Orient beheimatete rötliche Saugbarbe, die als Arbeitssklave verschleppt wird. In Köln wollte ein Betreiber ein Wellness-Studio mit Hunderten von Knabberbarben eröffnen. Die Verwaltung versagte die Genehmigung. Das sah das Verwaltungsgericht anders und verpflichtete die städtischen Beamten, nun zu prüfen, unter welchen Auflagen eine Genehmigung erteilt werden kann. Ich bin gegen radikale Tierschützer-Aktionen. Aber falls nun doch bald die Knabberfisch-Wellness in Köln einzieht, überlege ich mir was. Vielleicht kann man die gutmütigen Garras austauschen – gegen Piranhas oder so. Da fällt mir noch was ein…

Apropos Piranhas: Die Leiter von Baudezernat und Gebäudewirtschaft müssen sich bei der Bühnen-Pressekonferenz wie im Piranha-Becken vorgekommen sein. Für die Intendanten von Oper und Schauspiel ist die Absage des Eröffnungstermins ein Alptraum. Der Oberbürgermeister war nicht vor Ort, um sich vor seine Mitarbeiter zu stellen. - Beim Eistütchen-Verteilen waren Sie ja ganz gut, Herr Roters, aber jetzt geht es um Krisenbewältigung. Da zeigt sich Format.

Maren Friedlaender

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