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21.07.2015

FDP-Landtagsfraktion NRW

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Gebauer: Rot-Grün muss bei Inklusion in NRW qualitativ nachsteuern

Yvonne Gebauer, MdL
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Studien zur Inklusion
Die deutschlandweite Elternbefragung zur Inklusion der Bertelsmann-Stiftung bestätigt viele Ergebnisse der im Auftrag der FDP-Fraktion erfolgten Befragung von Elternvertretungen durch die Humboldt-Universität. „Beide Befragungen ergeben erfreulicherweise die grundsätzliche Unterstützung der Inklusion durch Eltern und die hohe Wertschätzung des Engagements der Lehrkräfte“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer. Die Landesregierung müsse sich jedoch die Frage gefallen lassen, warum deutschlandweit die Rahmenbedingungen der Inklusion deutlich besser bewertet werde als in Nordrhein-Westfalen.

Deutschlandweit sind die Eltern mit den qualitativen Rahmenbedingungen für die Inklusion an Schulen offensichtlich zufriedener als in Nordrhein-Westfalen. In der Studie der Humboldt-Universität bemängeln fast 90 Prozent der Elternvertretungen deutliche Probleme bei der Umsetzung der schulischen Inklusion – unter anderem bei Ausstattung und Personal. Während etwa die räumliche Ausstattung laut Bertelsmann deutschlandweit von rund Dreiviertel der Befragten positiv bewertet wird, sind in NRW fast 60 Prozent der Befragten unzufrieden.

Ähnlich schlechter werden auch Anpassungen bei den Klassengrößen bewertet. Diese stoßen deutschlandweit bei zwei Dritteln auf Zufriedenheit, während sich in NRW nur rund 25 Prozent positiv äußern. Gebauer: „Ministerin Löhrmann blendet unangenehme, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse offensichtlich schlicht aus, statt die dringend notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Die Studie der Humboldt-Universität zeigt, dass die Unzufriedenheit bei Eltern in NRW besonders ausgeprägt ist.“

Grundsätzlich sei der auch über die Jahrgänge aufwachsende vermehrte Schulbesuch von Kindern mit Handicaps richtig. Allerdings müsse in NRW endlich sichergestellt werden, dass dies mit einer qualitativen Unterstützung einhergehe. „Sowohl für gegenwärtige, aber auch zukünftig inklusiv arbeitende Schulen und Lerngruppen müssen qualitative Standards gewährleistet sein“, fordert Gebauer.

Ein sinnvoller Weg wäre, den Fokus stärker auf Schwerpunktschulen zu legen, um sonderpädagogische Fachkompetenz zu bündeln und mehr Doppelbesetzungen zu ermöglichen. Die Landesregierung müsse endlich zur Kenntnis nehmen, dass der überstürzte Prozess bei Eltern und Lehrkräften gleichermaßen auf deutliche Kritik stößt. „Gerade für NRW kann man dem Fazit der Bertelsmann-Stiftung nur zustimmen, dass der weitere Ausbau der Inklusion mit guten schulischen Rahmenbedingungen und gezielten Fortbildungen flankiert sein muss.“


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