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09.07.2015

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Pressemeldung

Henriette Reker startet ihre Stadtgespräche in Ehrenfeld

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Kölnpolitik
Auftakt der Stadtgespräche von Henriette Reker im Bürgerzentrum Ehrenfeld. Knapp über 100 Menschen sind gekommen. Darunter viele Menschen aus der Kölner Kommunalpolitik. Henriette Reker versprach parteilos zu bleiben, sich leidenschaftlich für Köln einzusetzen und dass sie optimal für das Amt des Oberbürgermeisters vorbereitet sei.

Radverkehr, die Parkplatzsituation in Ehrenfeld und auch die städtebauliche Entwicklung waren die Themen, die die Bürger einbrachten. Und Reker löste ihr Versprechen ein zuzuhören. Die Bürger stellten Fragen - Reker hörte zu und antwortete dort wo sie im Thema war.

Reker spricht über den Verkehr in Ehrenfeld

Reker, die Bickendorferin, kam mit ihren Details zu Ehrenfeld gut an. Vor allem auch ihre Erinnerungen, dass es einst die besten Reibekuchen, eingepackt in Zeitungspapier in diesem westlichen Stadtteil gegeben hatte. Aufgefallen sei ihr die Zunahme des Verkehrs und die massiven Probleme mit den vielen PKW und Bürgersteigparkern. Vor allem die Venloer Straße mache einen ungeordneten Eindruck, so Reker. Ihr gefalle, dass multikulturelle Zusammenleben in Ehrenfeld, die Straßenfeste und das Balkonballett im Görlinger Zentrum. Von Nachholbedarf spricht Reker, dass in Bickendorf nur so wenige Kinder Abitur machten.

Reker ist aber auch, geschliffen durch jahrelange Verwaltungsarbeit, Diplomatin. Als es um darum geht, Ehrenfeld fahrrad- und fußgängerfreundlich zu gestalten, stimmt sie der Forderung zu, macht aber gleichzeitig klar, dass die Entscheidungskompetenz bei der Bezirksvertretung läge. Als es um die Anbindung von Widdersdorf an den ÖPNV geht, sagt sie, man müsse mit der KVB sprechen. Sie nahm aber auch das, wie sie es bezeichnete „Unwort in der Verwaltung - CityMaut“ in den Mund.

"In Brasilien wäre Chorweiler top"

Das Konfliktpotenzial zwischen Gastronomen und Anwohnern in Ehrenfeld sieht Reker, machte aber auch deutlich, dass dies nicht die Stadt Köln regeln werde könne, sondern nur die Menschen vor Ort im Dialog. Bei Fragen, die sie nicht beantworten kann, ist Reker ehrlich und verspricht, das Thema mitzunehmen. Redet also nicht um den heißen Brei herum. Und so geht es um den Rochusplatz, den SC West, Bürgerhaushalt oder die BI Helios, die Reker ausdrücklich lobte.

Ausführlich erklärte sie Verwaltungsvorgänge, etwa warum das Bauen durch die Stadt immer teurer würde, als vorgesehen, übte aber auch Kritik an der städtischen Verwaltung, der sie manchmal bescheinigte von Mehltau befallen zu sein. Sie wolle, vor allem wenn mehrere Ämter beteiligt seien, die Stadtverwaltung zu mehr Projektarbeit, statt sturem hintereinander Wegarbeiten umbauen. Dass dies funktioniere, habe sie in ihrer jetzigen Verantwortung als Sozialdezernentin bereits erfolgreich getestet und bei der Bewältigung des hohen Flüchtlingsstromes erfolgreich geholfen.

Am Ankauf der Häuser in Chorweiler durch die GAG bekundete sie Gefallen und hatte eine besondere Liebeserklärung für die Siedlung im Norden Kölns: In Brasilien wäre das durch den Fühlinger See, die Bauweise der Häuser und die Anbindung an den ÖPNV eine Top-Lage.

Für eine Bundesgartenschau im Kölner Süden, schlägt das Herz von Reker nicht, nur um ein paar Tulpen zu pflanzen. Und sie sieht ein hohes Risiko für die Stadt, denn monetär lohne sich die Schau nur, wenn das Wetter stimme. Allerdings fordert sie bei Vollendung des Grüngürtels Lösungen für das Tierheim und die Freunde des Urban Gardening. Bei allen Themen wirkt Reker ruhig und bestimmt. Wenn sie ein Thema nicht kennt, gibt sie dies zu und dankte den 100 Besuchern für die Anregung und versprach sich schlau zu machen.

(17.06.2015)


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