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07.05.2015

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Sterck: Sollen Neubürger sich in Wellblechhütten ansiedeln?

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FDP für abgestimmte Bevölkerungsprognose und Maßnahmenpaket
Das Statistische Landesamt des Landes NRW geht nach seinen aktuellen Berechnungen für die Stadt Köln von einem Bevölkerungszuwachs von 19,3 Prozent auf 1,23 Millionen Menschen bis zum Jahr 2040 aus. Wie den Stellungnahmen der Stadt Köln zu entnehmen ist, kommt diese Prognose überraschend. Die Verwaltung hat bisher damit gerechnet, dass die Kölner Bevölkerung bis 2020 um 48.000 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen wird und dann wieder zurückgeht.

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat für die Ratssitzung am 12. Mai 2015 beantragt, bis zum Ende des Jahres zwischen Land und Stadt eine abgestimmte Bevölkerungsprognose vorzulegen und die Herausforderungen einer stark wachsenden Stadt mit einem Maßnahmenpaket anzugehen, das bis Ende 2017 vorgelegt werden soll. Hierzu erklärt Fraktionschef Ralph Sterck:

„Die Erwartung einer Bevölkerungszahl von mehr als 1,2 Millionen für Köln wird die Stadt vor gewaltige infrastrukturelle Herausforderungen stellen. Sollen die erwarteten Neubürgerinnen und Neubürger sich wie in Rio de Janeiro in Favelas in Wellblechhütten ansiedeln? Wer sich in Köln niederlassen will, braucht eine Wohnung!

Es ist fraglich, wie die Stadt bei einem Festhalten an ihrer bisherigen Politik in den kommenden 25 Jahren Wohnraum und Infrastruktur für 200.000 neue Einwohnerinnen und Einwohner – das entspricht zwei neuen Stadtbezirken – schaffen und den damit verbundenen verkehrlichen Herausforderungen entsprechen will.

Gleichzeitig wird die Zahl der über 65 Jahre alten Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin deutlich zunehmen. Sie werden der Prognose zufolge im Jahr 2030 ein Fünftel der Gesamtbevölkerung ausmachen. Im Jahr 2040 soll es mehr alte als junge Menschen geben, auch die Zahl der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nimmt zu. Jede fünfzehnte Kölnerin bzw. jeder fünfzehnte Kölner wäre zudem älter als 80 Jahre. Daher ist eine umgehende Beschäftigung von Politik und Verwaltung mit diesen Themenfeldern erforderlich.

Mit unserem Ratsantrag fordern wir die Stadtverwaltung auf, in Abstimmung mit dem Land NRW eine abgestimmte und realistische Prognose über die Zahl der in der Stadt Köln bis zum Jahr 2040 lebenden Menschen vorzulegen. Sie soll außerdem beauftragt werden, ein gesondertes, auf die o.g. Zahlen abgestimmtes Maßnahmenpaket den zuständigen Ratsgremien zur Beschlussfassung vorzulegen, um den zu erwartenden Zuzug von Menschen nach Köln zu bewältigen.

Hier sind zum einen insbesondere die Bereiche Wohnungsbau sowie technische und soziale Infrastruktur auf Grundlage der gefassten Beschlüsse der Ratsgremien zu berücksichtigen. Zum anderen ist darzustellen, welche zusätzlichen Anstrengungen unternommen werden müssen, um den bisherigen und zukünftigen Kölnerinnen und Kölner eine attraktive und leistungsfähige Heimat zu bieten.“

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