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03.11.2014

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Stiftung Stadtgedächtnis - Ein zu spätes Ende mit Schrecken

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Sterck: Stadt hat Chance gründlich verspielt
Der offensichtlich erfolglose Vorsitzende der Stiftung Stadtgedächtnis, Dr. Stefan Lafaire, soll nun nach dem Willen der Stadtspitze und einem mindestens 7-monatigen Prozess nach erster öffentlicher Kritik durch den OB seinen Posten aufgeben. Der Grund ist das eklatante Missverhältnis von Aufwand zum eingeworbenen Spendenaufkommen.

Schon das großzügige Gehalt des Vorstandsvorsitzende übersteigt die Einnahmen, weitere Infrastruktur und aufwändige Beratungsleistungen lassen die Kosten wohl auf über eine halbe Million Euro pro Jahr ansteigen. Die Spenden bleiben dagegen im fünfstelligen Bereich. Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, erklärt dazu:

“Die niederschmetternde Bilanz seiner inzwischen dreijährigen Amtszeit muss Dr. Stefan Lafaire sich persönlich zuschreiben und er sollte nun endlich die Konsequenzen ziehen, ohne die Stiftung noch mit langwierigen Verhandlungen und hohe Abfindungsforderungen zu belasten. Leistung und Ansprüche müssen zueinander passen!

Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass die Stadt selbst sich mit dem Stiftungsprojekt kein Ruhmesblatt erworben hat. Schon die schleppende Gründung hat wesentliche Chancen verspielt. Es wurde zwei Jahre lang gezögert und so ein zeitnaher, überzeugender Start verpasst. Auch stetiges Mahnen zu mehr Entschlossenheit von unserer Seite konnte die Stadtspitze nicht zu zügigem Handeln motivieren.

Den aber entscheidenden Fehler hat die Stadt begangen, als sie die Versicherungssumme für das Unglück am Waidmarkt nicht als überzeugenden Grundstock in die Stiftung eingebracht, sondern lieber in den allgemeinen Haushalt eingestellt hat. Die FDP hat damals die Verwendung für die Stiftung beantragt und angemahnt, dass sich eine nennenswerte Spendenbereitschaft nur erzeugen ließe, wenn die Stadt mit bestem Beispiel vorangehen würde. Dieses Argument ist damals von der Ratsmehrheit in den Wind geschlagen worden. Heute sehen wir, dass dies ein schwerer Fehler war.

Dass die desaströse Entwicklung der Stiftung an der Kölner Politik und Öffentlichkeit vorbei im Dunkel einer juristischen Konstruktion abgelaufen ist, die an Intransparenz ihres gleichen sucht, haben wir frühzeitig kritisiert. Das müssen sich die Stadt Köln als Hauptgründerin und der Oberbürgermeister als Vertreter im Kuratorium der Stiftung anrechnen lassen. Hier muss mehr passieren als ein Austausch an der Spitze!

Für die Zukunft brauchen wir auf dieser Stelle eine engagierte Kraft, die bereits auf ein intensives Netzwerk in Köln zurückgreifen kann. Idealerweise findet man eine ‚One-Dollar-Woman‘ oder einen ‚One-Dollar-Man‘, die oder der ohne großes Geschäftsführergehalt den finanziellen und Vertrauensschaden behebt.“

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