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28.08.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Archäologische Zone/Haus und Museum der Jüdischen Kultur

Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 28. August 2008 setzen lassen, der mehrheitlich beschlossen wurde.

1. Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Entwurfsplanung für die Archäologische Zone und das Jüdische Museum Köln. Mit der Objektplanung ist der erste Preisträger des Realisierungswettbewerbs, das Büro Wandel, Hoefer, Lorch und Hirsch, Saarbrücken, zu beauftragen.

2. Den Objektplanern ist aufzugeben, für das regionale-Projekt Archäologische Zone nachzuweisen, wie sich die Auswirkungen des Entwurfs mit und ohne Museum bei einer zeitlich unabhängigen Realisierbarkeit von Archäologischer Zone und Jüdischem Museum darstellen. Als Stufe 1 ist die Trägerkonstruktion als Schutzbau über die gesamte Archäologische Zone und als Stufe 2 der Innenausbau für Haus und Museum der Jüdischen Kultur darzustellen. Die Alternativen sind mit einer Kostenrechnung zu versehen.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, unverzüglich im südlichen Bereich einen archäologischen Querschnittsbefund herzustellen, damit auf der Grundlage des Ergenisses über die Dimensionierung des Platzes vor dem WRM und damit über den Grundriss der notwendig zu überbauenden Archäologischen Zone entschieden werden kann.

4. Die überarbeitete Entwurfsplanung einschließlich der geprüften Kostenberechnung ist dem Rat zur Beschlussfassung über die Realisierung (Baubeschluss) vorzulegen. Zur Vorbereitung des Baubeschlusses wird die Verwaltung beauftragt, einen Zeit-Maßnahmen-Plan für die verschiedenen Baustufen vorzulegen, in dem alternative Zeitpunkte und Kosten für die Realisierung der Baustufen ohne später niederzulegende Provisorien von der Museumshülle als Schutzbau bis hin zur Vollversion eines Jüdischen Museums dargestellt werden.

5. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der verabschiedeten Entwurfsplanung Förderanträge beim Land NRW zur Erlangung von Städtebauförderungsmitteln für die Archäologische Zone im Zuge der Regionale 2010 zu stellen.

6. Den Objektplanern ist ferner aufzugeben:
- in einer Entwurfsalternative für das Jüdische Museum Köln darzustellen, wie der mit Ratsbeschluss vom 18.05.2006 geforderte neue Platz zwischen Jüdischem Museum Köln und dem Wallraf-Richartz-Museum realisiert werden kann und
- darzustellen, welche Nebenräume des Jüdischen Museums (z. B. Verwaltung) gegebenenfalls in einem Neubau auf dem ehemaligen Kutz-Gelände untergebracht werden können.

7. Die Planungskosten für das Jüdische Museum sind von der Stiftung Haus und Museum der Jüdischen Kultur zu erstatten. Die Stiftung Haus und Museum der Jüdischen Kultur wird aufgefordert, umgehend die Akquisition von Mitteln für Errichtung und Betrieb des Jüdischen Museums fortzuführen und eine auskömmliche Finanzierung für den Bau und Betrieb des Jüdischen Museums nachzuweisen. Die Verwaltung wird beauftragt, unterschiedliche Modelle für die Vertragsbedingungen der Stadt mit der Stiftung gemäß Punkt 2 des Ratsbeschlusses vom 18.05.2006 darzustellen.

8. Der Beschluss des Rates vom 18.05.2006, dass aufgrund der Ergebnisse des Expertenhearings zur Standortuntersuchung am 26.01.2001 der Rathausvorplatz wegen der Authenzität des Ortes der einzig mögliche Standort für ein Jüdisches Museum in Köln ist, wird bekräftigt.

9. Über die Errichtung, Ausstattung und Präsentation der Ausstellung sowie das dafür bereit zu stellende finanzielle Budget entscheidet der Rat zu einem späteren Zeitpunkt. Die Verwaltung wird insoweit aufgefordert, dem Rat ein geeignetes Konzept für die Einrichtung und Präsentation der Grabungen vorzulegen und die damit verbundenen Kosten darzustellen.

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