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30.07.2007

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Einführung von Schul-SMS gegen Schulabstinenz

Die FDP-Fraktion hat folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung setzen lassen.

Der Ausschuss möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, an geeigneten Kölner Schulen ein System der Schul-SMS einzuführen, um die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler über das Nichterscheinen der Tochter/des Sohns am Unterricht in Kenntnis zu setzen.

Begründung:

Im März 2004 hat der Ausschuss für Schule und Weiterbildung der Verwaltung den Auftrag erteilt zu prüfen, ob Schul-SMS in Köln im Rahmen eines Modellprojektes an einer geeigneten Schule unter Einbeziehung der Schulaufsicht eingeführt werden können. Die Gründe der Verwaltung für die Nichteinführung, "nicht zu unterschätzenden Verwaltungsaufwand", schwierige "Datenerfassung" und teure "Anwenderschulungen" für SMS-Programme sind nicht nachvollziehbar.

In anderen Ländern wie z.B. in Frankreich, Italien, Irland und Australien arbeiten zahlreiche Schulen mit diese Mobiltelefonnutzungsdienst und versenden erfolgreich Anti-Schwänz-Kurzmitteilungen. Auch konnte die Aussage bisher nicht bestätigt werden, dass die Bezirksregierung als Schulaufsichtsbehörde sich gegen eine Einführung von Schul-SMS ausgesprochen hat. Es gibt sogar eher Anhaltspunkte, dass die Bezirksregierung die Einführung von Schul-SMS an Kölner Schulen überaus wohlwollend beurteilen.

Das Nutzen von Schul-SMS gegen Schulabstinenz ist kein Allheilmittel gegen Schulschwänzen. Es ist nur ein Kommunikationsmittel, das überaus schnell auf Schulabstinenz aufmerksam macht, jedoch keine Gründe für das Verhalten liefert. Dafür sind dann andere Maßnahmen und Hilfestellungen erforderlich. Auch ist die Mitarbeit der Erziehungsberechtigten erforderlich, die für das Nutzen der Schul-SMS ihre Einwilligung geben müssen.

Die Handy-Kurznachricht hat jedoch ihre Vorteile. Ca. 95% der Eltern und Kinder besitzen heutzutage ein Handy. Damit ist eine hohe Erreichbarkeit gegeben. Mit einer Handy-Kurznachricht können Eltern direkt und zeitnah informiert werden und dadurch frühzeitig auf das Fehlverhalten ihrer Kinder reagieren. Damit können dann auch Maßnahmen und Hilfestellungen bei Schulabstinenz schneller greifen.

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