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27.03.2007

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Gebauer: Köln zur Bildungsmetropole machen

Yvonne Gebauer, MdR
Yvonne Gebauer, MdR
Yvonne Gebauer, MdR
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Yvonne Gebauer, MdR
Rede anlässlich der Ratssitzung vom 27.03.2007

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

bei den diesjährigen gemeinsamen Haushaltsplanberatungen – im offiziellen Kölner Bildungsjahr 2007 – mit allen vier demokratischen Parteien dieses Rates war der FDP-Fraktion die Aufstockung des Ansatzes für das Projekt Hochbegabtenförderung ein besonderes Anliegen.

Im Haushalt 2007 sind für diese Haushaltsstelle zu den bisher dort aufgeführten 10.000 Euro zusätzlich die seitens der FDP-Fraktion geforderten 100.000 Euro mit der Verabschiedung des Haushaltes eingestellt worden. Mit der Bereitstellung dieser zusätzlichen Gelder können die im vorliegenden Ratsantrag geforderten Maßnahmen an die Verwaltung in Auftrag gegeben werden.

Hauptziele im Leitbild-Handlungsfeld Nr.1 sind – unter der Perspektive für lebenslanges Lernen – ich zitiere „ein hervorragendes Entwicklungs- und Bildungsangebot und Köln 2020 zu der Europäischen Bildungs-, Aus- und Weiterbildungsmetropole“ zu machen.“

Wir möchten mit unserem Ratsantrag schon heute ein weiteres, deutliches Zeichen in die von uns allen gewünschte Richtung geben, vielleicht sogar einen kleinen Meilenstein setzen, damit Köln tatsächlich im Jahre 2020 sich als die Bildungsmetropole im internationalen Vergleich darstellen kann.

„Individuelle Förderung für individuelle Begabungen!“ Und: „Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied.“ Deshalb heißt es auch heute nach wie vor, die Schwachen zu stärken, um möglichst viele starke Glieder in einer noch stärkeren Kette zu bekommen. Das ist eine Aufgabe unseres Bildungssystems.

Die Qualität einer Entwicklung und die Weiterentwicklung aber bemisst sich immer danach, wie gut die Besten sind. Denn ein einzelnes, hoch begabtes Individuum, wie z.B. Albert Einstein, kann unschätzbare, nachhaltig die Zukunft bereichernde Erkenntnisse entwickeln, welche die Gesamtheit aller bereichern und damit auch wiederum dem schwächsten Glied in der Kette zugute kommen.

Das heißt: Die Qualität der Bildung wird daher sowohl von der Förderung von Kindern mit Leistungsdefiziten als auch der Stärkung der hoch begabten Kinder bestimmt. Daher gilt es insbesondere, zukunftsweisende Entwicklungen nicht nur zu ermöglichen, sondern auch zu intensiv fördern.

Überforderung wie auch Unterforderung führt bei Kindern, dies sollte mittlerweile unbestritten sein, zu Verhaltensauffälligkeiten. Leider werden diese Verhaltensauffälligkeiten noch immer viel zu oft falsch gedeutet.

Hier hat in der Vergangenheit das Zentrum für Schülerförderung, Bildungsberatung und Schulpsychologie bereits gute Arbeit geleistet und muss und wird sie hoffentlich auch in Zukunft noch weiter leisten. Denn eine Aufgabe im großen Komplex „Förderung von Hochbegabung“ ist die Qualifizierung von Lehrern, um Hochbegabung auch zu erkennen.

Im Primarbereich wird seit dem Schuljahr 2003/2004 das Projekt Hochbegabung Köln mit der finanziellen Unterstützung der Imhoff-Stiftung umgesetzt. Diese besondere Förderung hört aber nach der Grundschule auf und wird dann nur mit den wenigen Ansprechpartnern für Begabungsförderung an einzelnen Gymnasien im Rahmen einer Kooperation mit dem Zentrum für Schülerförderung, Bildungsberatung und Schulpsychologie weitergeführt.

Dies ist völlig unzureichend und hier gilt es anzusetzen. Es ist Aufgabe aller Schulen und somit der Kommune, Hochbegabung zu erkennen und junge Menschen so zu begleiten, dass ihre besonderen Talente gefördert werden.

Wenn wir als FDP-Fraktion heute diesen Antrag auf Einführung eines Hochbegabtenzuges an einem Kölner Gymnasium stellen, so tun wir dies, um der besonderen Begabung dieser Schülerinnen und Schüler in der größten Kommune NRWs gerecht zu werden und um diese Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung besser zu fördern.

Dies hat auch der nordrhein-westfälische Landtag so beschlossen. Im Rahmen der Begabungsförderung sollen die Kommunen als Schulträger einbezogen und deren Aktivitäten zur Vernetzung von Bildungsangeboten und -profilen vor Ort unterstützt werden. Wenn der Rat heute diesen Antrag verabschiedet, kommt Köln diesen Aufgaben nach und seinem hochgesteckten Ziel für 2020 einen Schritt näher.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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