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17.03.2007

FDP-Kreisverband Köln

Ausbau der A4 zwischen Olpe und dem Hattenbacher Dreieck

Beschluss des Kreisparteitages vom 17.03.2007

Antragsteller: Bettina Houben

Die Landesregierung NRW wird aufgefordert, sämtliche notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Ausbau der A4 zwischen Olpe und dem Hattenbacher Dreieck möglichst kurzfristig zu realisieren.

Dabei sind folgende Punkte besonders zu beachten:
- Die Planungen der 70iger Jahre sollen nicht Grundlage des Ausbaues sein. Es ist eine komplett neue Planung zu realisieren.
- Die Erfahrungen von Straßenbauplanungen in ökologisch sensiblen Landstrichen
(A 92 München-Landshut-Deggendorf, A38 Thüringer Wald) sind in die Planungen einzubeziehen.
- Das politische Fördern dieser Maßnahme sollte mit der Regierung des Landes Hessen eng abgestimmt werden.
- Auf Bundesebene muss die Priorität dieser Maßnahme beim Bundesverkehrsminister erreicht werden.

Begründung:
Die Planungen des Ausbaus der A4 und ihre Realisierung sind in den 70iger Jahren gescheitert. Grund waren ökologische Bedenken und das zu geringe Verkehrsaufkommen durch die Teilung Deutschlands. Seit der Wiedervereinigung sind die Verkehrszahlen erheblich gestiegen. Insbesondere auf der Ost-West Achse war ein dramatischer Anstieg zu verzeichnen.

Auf der europäischen Verkehrsachse zwischen Paris-Lüttich-Köln-Dresden-Warschau (E40) ist der Lückenschluss von großer Bedeutung. Die bisherige Verkehrsführung über Gießen (A45-A5) bedeutet einen Umweg von fast 40 Kilometern, über Unna und Kassel (A1-A44-A7) ist der Umweg noch größer. Die Entlastung der genannten Ballungsräume und genutzten Autobahnen wäre erheblich. Dies bedeutet nicht nur ökonomischen, sondern auch ökologischen Nutzen. Für das südliche NRW bringt der Lückenschluss die weitere Stärkung der Region als Logistik- und Verkehrknotenpunkt.
Die Erschließung des strukturschwachen nördlichen Hessen ist auch von Vorteil für diese Region.

Sicherlich ist der Bau einer Autobahn nicht ohne Nachteile für die Natur. Aber der ökologische Gewinn durch die neue Trasse und die neuen Möglichkeiten einer ökologisch verträglicheren Planung der Autobahn, lassen den Bau des Lückenschlusses der A4 auch unter diesen Gesichtspunkten für richtig erscheinen.

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