Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat folgenden Dringlichkeitsantrag auf die kommende Sitzung des Jugendhilfeausschusses setzen lassen.
Der Ausschuss möge beschließen:
Der Jugendhilfeausschuss befürwortet das gesamte Projekt, der Skaterszene durch ein alternatives Angebot eine Ausweichfläche zum Roncalliplatz anzubieten.
Der Jugendhilfeausschuss unterstützt die Verwaltung darin, das Projekt zielführend voranzutreiben und begrüßt, dass bereits nach wenigen Monaten erste Ideen für einen Standort und Planungs-Vorentwürfe vorliegen. Er unterstützt den Oberbürgermeister darin, zur Realisierung des Projektes Sponsoren zu akquirieren.
Der Jugendhilfeausschuss besteht allerdings darauf, dass eine adäquate Kinder- und Jugendbeteiligung sowie eine Beteiligung der betroffenen Skaterszene stattfindet. Über den Prozess der Kinder- und Jugendpartizipation ist der JHA zu unterreichten. Hierbei sind einzubeziehen: Das Kinder- und Jugendforum Köln-Deutz, die Abenteuerhalle Kalk, der Jugendpark sowie die Skaterszene auf dem Roncalliplatz.
Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, mit der betroffenen Zielgruppe einen Ortstermin unter der Zoobrücke am Jugendpark zu veranstalten, auf dem die Planungen vorgestellt und verschiedene Meinungen eingeholt werden. Beim Ortstermin und im weiteren Prozess der Kinder- und Jugendpartizipation sollte über die Akzeptanz des Standortes und über Alternativstandorte (z.B. Deutzer Werft) nachgedacht werden.
Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, ein pädagogisches Konzept des öffentlichen Skaterparks pädagogisch zu begleiten. Die Trägerschaft (eine halbe Personalstelle) sollte die JugZ gGmbH übertragen bekommen, die mit dem Jugendpark und der Abenteuerhalle die komplementären Skaterangebote vorhält und so zu einer Verknüpfung der Aktivitäten beitragen kann.
Der Jugendhilfeausschuss erwartet, dass nach der Fertigstellung der Anlage eine Verlagerung der Skaterszene auf dem Roncalliplatz durch Angebotspolitik (aktive Bewerbung der Anlage Zoobrücke, Abenteuerhalle und weitere Standorte) und ordnungsrechtliche Maßnahmen forciert werden.
Begründung:
Ausgangslage
Die FDP hatte in der Ratssitzung am 14. Februar einen Änderungsantrag zur Straßensatzung eingebracht, mit dem die Liberalen eine Angebotspolitik für die auf dem Roncalliplatz beheimateten Skater bezwecken wollten. Durch eine alternative Skaterfläche sollte eine nachhaltige Verlagerung dieser Szene erreicht werden.
Dieser Änderungsantrag wurde mehrheitlich vom Rat beschlossen.
„Die Verwaltung wird beauftragt, eine Übersicht über in Köln verfügbare Skater- und Inliner-Flächen und Hallen zu erarbeiten und zu veröffentlichen. Dabei sind öffentliche (auch in Ju-gendeinrichtungen) wie auch kommerzielle Flächen und Hallen zu berücksichtigen.
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit eine Ersatzfläche zum Roncalliplatz in der Innenstadt und ggf. in Rheinnähe als öffentliche Skater- und Inliner-Fläche genutzt werden kann. Bei der Suche nach einer geeigneten Fläche, sind Kinder und Jugendliche und die betroffene Szene zu beteiligen. Die Verwaltung möge dem Jugendhilfeausschuss geeignete Flächen-Alternativen vorlegen.“
Stand der Dinge (14.9.2009)
• Der Jugendhilfeausschuss ist bisher nicht beteiligt worden. Alternativstandorte wurden von der Verwaltung bisher nicht veröffentlicht.
• Seit Mai 2006 liegen Pläne (Vorentwürfe) für eine Realisierung eines Öffentlichen Skaterparks im Kölner Rheinpark unter der Zoobrücke vor. Diese Pläne wurden bisher
- nicht in die zuständigen Ratsgremien (JHA) eingebracht und diskutiert,
- nicht mit der betroffenen Szene auf der Domplatte besprochen und abgestimmt,
- nur unzureichend mit den bisherigen Einrichtungen (Jugendpark und Abenteuerhalle Kalk) abgestimmt und
- nicht mit Kindern und Jugendlichen besprochen (Kinder- und Jugendpartizipation, Kinder- und Jugendforum Köln Deutz).
• Im weiteren Abstimmungsprozess zwischen der Verwaltung (Amt für Grünflächen/Amt für Kinderinteressen) und den betroffenen Zielgruppen sollten folgende Fragestellungen disku-tiert und gelöst werden:
o Akzeptanz und Nutzbarkeit des Standortes durch die Zielgruppe
o Nutzung von Betonrampen oder Holzrampen
o Pädagogische Begleitung, Beaufsichtigung, Integration in bestehende Jugendeinrichtungen
o „Nutzungsordnung“ (Helmpflicht)
o Wartung und Pflege der Einrichtung
o Haftungsfragen
Positionen der FDP
• Die FDP befürwortet das gesamte Projekt und unterstützt den Oberbürgermeister darin, zur Realisierung des Projektes Sponsoren zu akquirieren.
• Die FDP unterstützt die Verwaltung darin, das Projekt zielführend voranzutreiben und be-grüßt, dass bereits nach wenigen Monaten erste Ideen für einen Standort und Planungs-Vorentwürfe vorliegen.
• Die FDP besteht allerdings darauf, dass eine adäquate Kinder- und Jugendbeteiligung sowie eine Beteiligung der betroffenen Skaterszene stattfindet.
• Hierzu sind einzubeziehen: Das Kinder- und Jugendforum Köln-Deutz, die Abenteuerhalle Kalk, der Jugendpark sowie die Skaterszene auf dem Roncalliplatz.
• Die FDP schlägt vor (Dringlichkeitsantrag in der Sitzung des JHA am 26. September) mit der betroffenen Zielgruppe einen Ortstermin unter der Zoobrücke am Jugendpark zu veranstalten, bei dem die Planungen vorgestellt und verschiedene Meinungen eingeholt werden.
• Beim Ortstermin und im weiteren Prozess der Kinder- und Jugendpartizipation sollte über die Akzeptanz des Standortes und über Alternativstandorte nachgedacht werden.
• Die FDP schlägt vor, den öffentlichen Skaterpark pädagogisch zu begleiten. Die Trägerschaft (eine halbe Personalstelle) sollte die JugZ gGmbH übertragen bekommen, die mit dem Jugendpark und der Abenteuerhalle die komplementären Skaterangebote vorhält und so zu einer Verknüpfung der Aktivitäten beitragen kann.
• Die FDP erwartet, dass nach der Fertigstellung der Anlage eine Verlagerung der Skaterszene auf dem Roncalliplatz durch Angebotspolitik (aktive Bewerbung der Anlage Zoobrücke, Abenteuerhalle und weitere Standorte) und ordnungsrechtliche Maßnahmen forciert wird.
Begründung der Dringlichkeit
Der Antragssteller sieht mit Sorge, dass das beschriebene Projekt ohne die beabsichtigte und ohne eine adäquate, vom Rat beschlossene Kinder- und Jugendbeteiligung voreilig vorange-trieben wird. Deshalb ist es aus Sicht des Antragsstellers jetzt notwendig, dass sich der Jugendhilfeausschuss frühzeitig in den Prozess der Kinder- und Jugendbeteiligung einbringt und entsprechende Vorgaben und Ziele definiert.
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