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18.05.2006

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Haus und Museum der jüdischen Kultur in Köln

Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
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Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP haben folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Rates am 18.05.2006 setzen lassen, der mit breiter Mehrheit beschlossen wurde.

Um zu einer abschließenden Entscheidung zum Bau eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur gelangen zu können, fasst der Rat folgenden Beschluss:
Aufgrund der Ergebnisse des Expertenhearings zur Standortuntersuchung am 26.01.2001 ist der Rat der Auffassung, dass, wenn in Köln ein Haus und Museum der jüdischen Kultur errichtet werden soll, der Rathausvorplatz der einzig mögliche Standort ist.
Ob eine Realisierung auf dem Rathausvorplatz, für die ein gesonderter Beschluss notwendig ist, erfolgt, hängt von der Umsetzung folgender Maßgaben ab:
1. Wegen der besonderen Bedeutung des Vorhabens und der Standortfrage soll eine breite öffentliche Debatte stattfinden.
2. Der Platz wird nicht verkauft, sondern es erfolgt eine Überlassung des Grundstücks im Zuge eines Erbbaurechts.
3. Der Förderverein wird gemeinsam mit der Stadt Köln ein geeignetes Qualifizierungsverfahren (z.B. Workshop, Mehrfachbeauftragung, Wettbewerb) mit renommierten Teilnehmern durchführen. Er verpflichtet sich, den 1. Preisträger mit der Durchführung des Bauvorhabens zu beauftragen.
4. Der Auslobungstext mit Raumprogramm, Bauhöhen und Baulinien ist unter Berücksichtigung angemessener Platzsituationen vor dem historischen Rathaus und dem WRM unter Einbeziehung des Grundstücks Haus Kutz dem Stadtentwicklungsausschuss und dem Kulturausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen.
5. Die auf der Basis des Wettbewerbsergebnisses ermittelten Kosten für die Investition und die Betriebskosten werden vollständig vom Förderverein übernommen. Die Finanzierung der notwendigen Investitionen und des Betriebes muss transparent und vertrauenswürdig abgesichert dargestellt werden.
6. Es wird angestrebt, im Zusammenhang mit diesem Projekt die „archäologische Zone“ zu realisieren. Für die notwendigen Investitionen werden im Zusammenhang mit der Regionalen 2010 Förderanträge beim Land gestellt.

Begründung:
In keiner anderen Stadt Europas lassen sich die verschiedenen historischen Wurzeln der Stadt so kompakt und eindrucksvoll darstellen wie in Köln, in Köln an keinem anderen Standort so gut wie auf dem Rathausvorplatz.
Die Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur e.V. bemüht sich seit vielen Jahren um eine Realisierung des Projekts. Zwei städtische Symposien am 26.01.2001 (Expertenhearing zur Standortuntersuchung für ein Haus und Museum der jüdischen Kultur in Nordrhein-Westfalen) und am 27.09.2002 (Ein Haus und Museum der Jüdischen Kultur in Köln – eine einzigartige Chance) haben sich intensiv mit der Thematik und besonders auch mit einem sinnvollen Standort beschäftigt und sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass der Bau eines Hauses der jüdischen Kultur in Verbindung mit der archäologischen Zone eine einmalige attraktive Chance der Darstellung Kölner Geschichte am Originalstandort bedeuten würde.
Da es sich um einen überaus prominenten zentralen Standort handelt, muss ein hochkarätiges Wettbewerbsverfahren durchgeführt werden, um eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität zu gewährleisten.
Angesichts der finanziellen Situation der Stadt Köln muss die Finanzierbarkeit des Projektes durch privates Engagement und die Unterstützung des Landes für die archäologische Zone sichergestellt sein, bevor die abschließende Zustimmung des Rates zu einem solchen Projekt erfolgen kann.

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