Auszug aus dem Programm für ein liberales Köln
Köln ist die Stadt Deutschlands mit der größten lesbisch-schwulen Minderheit. Circa 100.000 Kölnerinnen und Kölner sind homosexuell. Diese „Community“ ist Teil der Kölner Bürgerschaft und drückt der Stadt in manchem Bereich ihren Stempel auf. Der Christopher Street Day ist inzwischen eine der größten Veranstaltungen Kölns, der ihn umgebende ColognePride und die lesbisch-schwule Gastronomie sind wahre Tourismusmagneten.
In Köln hat sich in den letzten Jahren eine dezentrale Struktur der lesbisch-schwulen Institutionen entwickelt. Die FDP unterstützt diese Vielfalt und Dezentralität. Neben den verschiedenen in Köln ansässigen sozialen Institutionen der Community, die sich auch stark außerhalb desr schwul-lesbischen Community engagieren, unterstützt die FDP die Einrichtung eines zentralen Schwulen- und Lesbenzentrums als Anlaufstelle und Postadresse der vielen kleinen Gruppen und Vereine, die derzeit heimatlos sind. Die FDP hat die Förderung von Youthworker- und Sozialarbeiterstellen umgesetzt und lehnt Kürzungen in diesem Bereich ab. Initiativen brauchen Planungssicherheit und eigene Haushaltstitel.
Keine Gewalt gegen Homosexuelle
Lesben und Schwule wollen wie alle Kölner Bürger sicher und respektiert in ihrer Stadt leben. Trotz des toleranten Klimas in Köln kommt es immer wieder zu Gewalttaten gegen Homosexuelle. Die FDP befürwortet hier die Zusammenarbeit von Polizei und Verwaltung, um Gewalttaten bereits im Vorfeld durch Präventionsarbeit zu verhindern. Landespolizei und kommunale Ordnungspolizei sind bezüglich antihomosexueller Gewalt fortzubilden und einzusetzen.
Wirtschaftsfaktor Lesben und Schwule
Lesben und Schwule sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Köln. Die Stadt muss ihr Bewusstsein dafür schärfen. Die FDP hat die Installierung des GayCityMarketings bei Kölntourismus forciert. Diese Einrichtung kommt der Stadt Köln aufgrund ihres liberalen und toleranten Image inzwischen positiv zugute und lockt vermehrt Touristen aus aller Welt in unsere Stadt. Daher unterstütz die FDP auch die Bewerbung Kölns um die GayGames 2010. Die Wirtschaftsförderung der Stadt soll zudem in Zukunft diese weichen, für Köln sprechenden, Wirtschaftsfaktoren vermehrt bewerben.
Notschlafstellen für Jugendliche mit Problemen im Elternhaus
Die FDP unterstützt die Einrichtung von Notschlafstellen und neuen Formen des betreuten Wohnens für Jugendliche, die aufgrund ihrer Sexualität Probleme in ihrem Elternhaus oder sozialen Umfeld haben und ihnen bei der Wiederannäherung an diese behilflich sind.
Homosexualität im Alter
Lesben und Schwule werden wie alle Kölner älter. Die FDP setzt sich für die Berücksichtigung der lesbischen und schwulen Senioren in der städtischen Pflegebedarfsplanung ein. Die Bereitstellung von Ehegattenzimmern in städtischen Alten- und Pflegewohnheimen für gleichgeschlechtlich empfindende Senioren ist ebenso selbstverständlich wie die Fortbildung und Sensibilisierung städtischer Mitarbeiter und Pflegepersonals für dieses Thema. In städtischen Publikationen, wie zum Beispiel dem "Kölner Leben" soll über lesbisch-schwule Angebote für Senioren berichtet und informiert werden.
AIDS-Hilfe
Die Kölner FDP unterstützt die Arbeit der AIDS-Hilfe Köln. Ihre Förderung muss Vorrang vor dem Ausbau städtischer Angebote haben. Bei sinkenden Landeszuschüssen müssen Mittel in einer Metropole wie Köln gebündelt werden.
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