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11.09.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Bahnhofsvorplatz/Domplatte

Auf Initiative der FDP-Fraktion haben die zuständigen Gremien des Rates folgenden Beschluss gefasst:

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wird wie folgt geändert und ergänzt:
1. Der Bahnhofsvorplatz soll in einem Bauabschnitt seinen endgültigen Ausbauzustand erhalten, um nicht der Gefahr eines ewigen Provisoriums zu erliegen. Dabei sind auf der nördlichen Platzfläche neben der Taxivorfahrt auch ca. 20 Kurzzeitparkplätze langfristig vorzusehen. Eine entsprechende Detailplanung (incl. Grünplanung) ist den zuständigen Gremien möglichst kurzfristig vorzulegen. Dabei darf die Taxivorfahrt eine gedachte Linie in Verlängerung des südlichen Bordsteins der Domprobst-Ketzer-Straße nicht überschreiten.
2. Die provisorische Busspur über den Bahnhofsvorplatz entfällt, um auf die 6m breite Trasse über den Platz und die unbefriedigende Haltestellensituation (Wartehäuschen auf der Platzinnenfläche) verzichten zu können. Für die Wendefahrt der Busse der Linie 132 bis zur Eröffnung der Nord-Süd-Stadtbahn ist eine andere Lösung zu prüfen. In diese Prüfung ist eine Führung über die Komödienstraße, Tunisstraße, Unter Sachenhausen, An den Dominikanern und Marzellenstraße einzubeziehen, wobei die Einstiegshaltestelle in Richtung Süden unter den bestehenden Pilzbauten verbleibt. Die Einrichtung einer zusätzlichen Haltestelle in Höhe der Tunisstraße zur Erschließung neuer Fahrgastpotentiale ist ebenfalls zu prüfen.
3. Die Umsetzung der Planung ist zu beschleunigen, um nicht über Jahre mit einer Baustellensituation an diesem Eingangstor in die Kölner Innenstadt und in der Umgebung des Domes leben zu müssen. Spätestens bis zum Beginn des Jahres 2004 ist der Neubau der Treppenanlage und die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes fertig zu stellen. Den zuständigen Gremien ist eine entsprechend optimierte Zeitplanung vorzulegen.
4. Die 4-Spurigkeit im verbleibenden Tunnel unter der Domplatte (zwei Spuren in jede Richtung) bleibt vorerst erhalten, um einen zügigen Verkehrsfluss auch in Stoßzeiten zu garantieren. Auf der jeweils rechten Spur sind Fahrradstreifen abzumarkieren, um den Radfahrern eine sicherere Nutzung dieses Straßenabschnitts zu ermöglichen. Die Möglichkeit einer späteren Ummarkierung von Spuren zur Gewinnung eines Radweges in eine Richtung oder zweier Radwege in beide Richtungen soll erhalten bleiben.
5. Die Wände des verbleibenden Tunnels unter der Domplatte sind neu und pflegeleicht zu gestalten, um ihnen ein ansprechenderes Aussehen zu geben.
6. Die Fahrradständer entlang der Außenfassade des Hauptbahnhofes in Höhe des U-Bahnausganges in die Bahnhofshalle entfallen, um den Einblick in die Bahnhofshalle nicht unnötig zu verstellen.
7. Die Brücke von der Domplatte in Richtung Gleis 1 des Hauptbahnhofes entfällt ersatzlos, um den Domhügel besser herausarbeiten zu können.
8. Mit der Deutschen Bahn werden Verhandlungen mit dem Ziel aufgenommen, die Bahn auf einen Verzicht des Fußgängersteges entlang des Gleises 1 des Hauptbahnhofes und eine Aufwertung der darunter liegenden Bahnbögen zu bewegen, um die historischen Fassadenteile herauszustellen. Ein Zugang zum Gleis 1 aus Richtung Museum Ludwig soll in Höhe der heutigen Wendeltreppe erstellt werden.
9. Für den Busparkplatz an der Komödienstraße ist bis zum Vorweihnachtsgeschäft 2002 eine Alternative zu finden, um eine bessere Lösung für die ankommenden Gäste der Stadt und Platz für eine Neugestaltung des Straßenraums zu schaffen. Dabei ist insbesondere die Zeughausstraße vor dem Regierungspräsidium, die Gereonstraße, die Bischofsgartenstraße mit der Unterführung unter dem Museum Ludwig/Philharmonie sowie die Straße An der Rechtsschule in die Prüfung einzubeziehen. Auch ist zu prüfen, inwieweit durch eine dezentrale Anfahrt an die unterschiedlichen Weihnachtsmärkte eine Ballung am Dom zu vermeiden ist.
10. Die Komödienstraße sowie die Straßen An den Dominikanern und Unter Sachsenhausen bis zur Tunisstraße sind zeitgleich mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes neu zu gestalten, um ihnen eine angemessene Straßengestaltung zu geben. Den zuständigen Gremien sind möglichst zeitnah entsprechende Pläne vorzulegen.
Weitere Begründungen:
zu 1. und 2. Es muss unbedingt verhindert werden, dass es hier zu einem ewigen Provisorium kommt, denn wir alle wissen, dass in Köln nichts länger hält als ein Provisorium. Die Unwägbarkeiten am Breslauer Platz (Wann wird die Ostseite der Johannisstraße mit was bebaut? Baut die Bahn noch zwei Gleise dran? Wie viel Platz steht während dieser Baumaßnahmen und danach für Taxen und den Individualverkehr zur Verfügung?) sind zu groß, als dass man mit Sicherheit sagen könnte, dass der zweite Bauabschnitt 100%ig zu einem Zeitpunkt X begonnen oder sogar abgeschlossen werden könnte bzw. wie viel Kurzzeitparkplätze zu diesem Zeitpunkt auf dem Breslauer Platz bestehen. Außerdem scheint der langfristige Erhalt von Kurzzeitparkplätze auch an der Südseite des Hauptbahnhofes und der Einstieg in die Busse der Linie 132 an der Trankgasse im Vergleich zu der Lösung vor dem Deichmannhaus sinnvoll.
zu 3. Es ist nicht akzeptabel, dass an der neuen Treppe bis 2004 gebaut werden soll, um sich dann an den Bahnhofvorplatz zu machen. Wie lange so etwas dauern kann, zeigt jetzt der Heumarkt. Alle Maßnahmen müssen bis zum Beginn des Jahres 2004 abgeschlossen sein, um während des Katholischen Weltjugendtreffens im Jahre 2004 eine fertige Domumgebung präsentieren zu können.
zu 4. Das heutige Verkehrsaufkommen in Richtung Westen im Tunnel unter der Domplatte zeigt, dass nicht ohne weiteres auf eine Spur verzichtete werden kann, ohne dass die Leistungsfähigkeit dieser Verbindung zu stark eingeschränkt wird (es braucht nur mal ein Beifahrer aus einem Fahrzeug aus oder in ein Fahrzeug ein zu steigen und schon geht nichts mehr). Die Flüssigkeit des Verkehrs für eine Veloroute, die im anschließenden Straßenraum keinen Anschluss findet, zu opfern, wäre grob fahrlässig.
zu 7. Die heute bestehende Brücke hat für die fußläufige Verbindung zum Hauptbahnhof eine nur untergeordnete Bedeutung. Fußgänger, die den Dom nördlich umgehen, können den Haupteingang des Bahnhofes am Bahnhofsvorplatz nutzen. Fußgänger, die den Dom südlich umgehen oder aus der Altstadt kommen, können den Zugang vom Museum Ludwig kommend nutzen. Durch den Abbruch der Brücke ist der Domhügel einzeln und nicht in Verbindung mit dem Hauptbahnhof erlebbar.
zu 9. und 10. Die Hauptstraßenzüge zwischen Dom und Hauptbahnhof auf der einen und Nord-Süd-Fahrt auf der anderen Seite machen einen eher trostlosen Eindruck. Sie bedürfen einer Neugestaltung. Auch ist es nicht noch ein weiteres Jahrzehnt hinnehmbar (bis zu einem möglichen Umzug an den Breslauer Platz), dass Köln-Touristen dem Dom sozusagen direkt vor die Füße gespült werden, ohne auch nur wenige Meter durch die Stadt zu gehen. Die neu vorgeschlagenen Standorte für den Bushaltepunkt ermöglichen eine schnelle Erreichbarkeit der zentralen Sehenswürdigkeit, bei der einige Kölner Straßen durchquert werden und zum Konsum angeregt wird.

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