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25.08.2003

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Schreiben an den OB: Kinderspielplätze

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
lieber Herr Schramma,

die widersprüchlichen Aussagen, die in der Presse zum Thema Schließung von Kinderspielplätzen geäußert wurden, sind zunehmend irritierend. Sie hatten sich noch im Juni persönlich gegenüber der Presse dafür eingesetzt, keine Spielplätze zu schließen. Mittlerweile zeigen die Darstellungen in der Presse allerdings, dass die Stadtverwaltung intensiv an einer Liste zur Streichung von 100 Spielplätzen arbeitet.

Wir möchten darauf hinweisen, dass wir im Juli 2003 eine Anfrage an den Jugendhilfeausschuss gestellt und bisher keine Antwort erhalten haben. Das ist um so bedauerlicher, weil in regelmäßigen Abständen Verlautbarungen zum Stand der Dinge in der Presse nachzulesen sind. Offizielle Informationen wurden an die zuständigen politischen Gremien des Rates allerdings noch nicht weitergegeben.

Wir erwarten, dass das Thema Schließung von Kinderspielplätzen zunächst im Jugendhilfeausschuss und im Ausschuss Umwelt und Grün auf die Tagesordnung gesetzt wird. Für den Fall, dass die Verwaltung eigenmächtig Spielgeräte demontiert, ohne die politischen Gremien einzuschalten, legen wir vorsorglich unseren Protest ein.

In der öffentlichen Darstellung wird immer wieder kommuniziert, dass an etwa 100 Spielplätzen die Spielgeräte demontiert werden sollen. Wir bitten Sie deshalb darum, uns schnellstmöglich die Liste dieser 100 Spielplätze zur Verfügung zu stellen, damit wir uns persönlich ein Bild von den Zuständen auf den Spielplätzen machen können. Wir gehen davon aus, dass diese Liste lediglich einen Vorschlag der Verwaltung darstellt, der von den zuständigen Ausschüssen beraten werden muss. Sie werden verstehen, dass wir einer Demontage von Spielgeräten in keinem Fall zustimmen können, bevor die Aktion nicht eindeutig vom zuständigen Ausschuss legitimiert wurde.

Darüber hinaus geben wir zu bedenken, welche negativen Wirkungen die Schließung von Kinderspielplätzen mit sich bringen. Spielplätze sind insbesondere für Großstädte eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Familien. Täglich werden unsere Kölner Spielplätze von vielen Tausend Kindern besucht. Oftmals steht Kindern und Familien nur der Kinderspielplatz als Alternative zum beengten Wohnraum zur Verfügung. Deshalb müssen Spielplätze auch wohnortnah angelegt sein; aus diesem Grunde betreibt die Stadt auch etwa 600 Spielplätze, damit diese wohnortnahe Versorgung gewährleistet ist. Wir sollten alles daran setzen, diese Spielplätze zu erhalten. Sie sind im Gegensatz zu anderen Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ein sehr kostengünstiges Angebot.

Mit der Schließung von 100 Spielplätzen sollen etwa 50.000 bis 100.000 Euro im Bereich der (Grün-) Pflege eingespart werden. Das ist eine Einsparung von etwa 500 bis 1.000 Euro pro Spielplatz. Wir haben kein Verständnis dafür, dass ein Spielplatz auf Grund der Tatsache geschlossen werden soll, weil nur etwa 500 bis 1.000 Euro für die Pflege des Platzes im Haushalt fehlen sollen.

Falls wir die Einsparung von 100.000 Euro für die Pflege von 100 Spielplätzen nicht abwenden können, würde es doch mehr Sinn machen, auf die Sanierung eines Spielplatzes (Kosten zwischen 150.000 und 250.000 Euro) zu verzichten und diesen zu schließen. So könnten wir die restlichen Spielplätze erhalten. Wir gehen davon aus, dass auch Sie das Interesse daran haben, ein flächendeckendes Schließen von notwendigen Spielplätzen für die Kinder in unserer Stadt abzuwenden.

Ihrer Stellungnahme sehen wir mit Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralph Sterck
Fraktionsvorsitzender

Marco Mendorf
Jugendpolitischer Sprecher

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