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05.12.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Verkehrssituation im Bereich Komödienstraße

Der Bau- und Verkehrsausschuss hat auf Antrag der Fraktionen von CDU und FDP folgenden Beschluss gefasst:

Die Verwaltung wird beauftragt, die derzeitige Verkehrssituation im Bereich der Komödienstraße u.a. durch die Erarbeitung eines ganzjährigen Haltekonzeptes für die dort wartenden bzw. parkenden Touristenbusse planerisch zu optimieren und eine entsprechende Lösung zur weiteren Beratung und Entscheidung kurzfristig vorzustellen. Hierbei sollten mindestens folgende Punkte berücksichtigt werden:
1. Es ist zu prüfen, ob für die Touristenbusse ein zusätzlicher und alternativer Halteplatz in räumlicher Nähe zur Innenstadt zur Entlastung des Bereiches Dom/Hbf angeboten werden kann.
2. Das in der Vergangenheit eingesetzte Aufsichtspersonal im gelben Kontrollhäuschen ist wieder einzusetzen, um eine bessere Kontrolle der unrechtmäßig wartenden bzw. parkenden Touristenbusse zu gewährleisten und diese an die Ausweichstandorte zu verweisen.
3. Von der Komödienstraße kommend ist die Möglichkeit des Linksabbiegens in die Marzellenstraße oder die Ausschilderung eines zulässigen „U-Turns“ zu prüfen.
4. Dem Parksuchverkehr in der Komödienstraße ist das Linksabbiegen in das Parkhaus der Dresdner Bank bei St. Andreas unter Wegfall der durchgezogenen Fahrbahnmarkierung zu ermöglichen.
5. Die Leistungsfähigkeit der Signalanlage Tunisstr./Komödienstr./Zeughausstr./Burgmauer ist durch geeignete Maßnahmen aus Richtung Dom dem höheren Verkehrsaufkommen anzupassen.
6. Es sind Maßnahmen zu prüfen und dem Ausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen, den Straßenraum An den Dominikanern und Unter Sachsenhausen der neuen Verkehrsführung und dem geänderten Verkehrsaufkommen anzupassen.

Begründung:
Etliche Touristenbusse blockieren täglich den fließenden Verkehr rund um Dom/Hauptbahnhof nicht zuletzt dadurch, dass sie ihre Fahrgäste auf der Komödienstraße und An den Dominikanern auch in der zweiten Reihe ein- und aussteigen lassen. Zudem stellen viele Fahrer offensichtlich ihre Busse auf den verbliebenen Halteplätzen längerfristig ab, obwohl diese zum Ein- und Aussteigen nur für jeweils maximal 15 Minuten genutzt werden dürfen. Eine Kontrolle dieser unrechtmäßig dort wartenden Fahrzeuge erfolgt zur Zeit nur unzureichend. Die bisherigen Umbauarbeiten sowie die derzeit bestehende Verkehrsführung haben die Situation eher noch verschärft.
Die Verwaltung hat in der Sitzung des Bau- und Verkehrsauschusses am 12.09.2002 mitgeteilt, dass ein abschließendes Haltekonzept für die Reisebusse erst vorgelegt werden kann, wenn Klarheit darüber besteht, wie der Breslauer Platz nach Abschluss der Bauarbeiten der Nord-Süd-U-Bahn städtebaulich neu gestaltet werden kann. Diese Antwort ist mehr als unbefriedigend. Die derzeitige tägliche Situation ist nicht mehr hinnehmbar, zumal diese sich in touristischen Spitzenzeiten noch drastischer darstellt. Ungeachtet bestehender Planungen z.B. für das Weihnachtsgeschäft ist die Verwaltung daher aufgefordert, entsprechende Alternativen zur ganzjährigen Lösung des Problems zu erarbeiten und zur weiteren Beratung und Entscheidung vorzustellen.
In diesem Zusammenhang ist auch zu prüfen, inwiefern eine Linksabbiegemöglichkeit spätestens an der Marzellenstraße die Verkehrssituation entlasten könnte. Eine Wende- und Linksabbiegemöglichkeit auf der Komödienstraße Richtung Altstadt ist vor den Tunnelanlagen derzeit nicht gegeben, so dass die Fahrzeuge für einen Richtungswechsel die Verkehrssituation in Form von Suchverkehr zusätzlich und unnötig belasten. Auch sollte die Signalisierung und die Nutzung des Straßenraums den veränderten Bedingungen angepasst werden.

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