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28.10.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Beratungsstelle Existenzgründungen

Der Wirtschaftsausschuss hat auf Antrag der Fraktionen von CDU und FDP folgenden Beschluss gefasst:

Die Verwaltung wird beauftragt, das bereits bestehende Beratungsangebot für Existenzgründungen in Köln in einer Beratungsstelle Existenzgründungen zu bündeln. Diese Beratungsstelle soll in erster Linie als primäre Kontaktstelle für potentielle Existenzgründer verstanden und angeboten werden. Sofern dafür die Schaffung einer neuen Stelle nötig ist, wird damit der Ausschuss nochmals befasst.
Die Beratungsstelle Existenzgründungen soll sämtliche in der Stadt bzw. Region vorhandenen Beratungskapazitäten und Förderprogramme erfassen und die Interessenten an die auf ihre Idee zur Marktteilnahme zugeschnittene Beratungsstelle bzw. Institution heranbringen. Dabei sollen die bei der Stadt Köln bereits angesiedelten spezifischen Beratungsstellen mit berücksichtigt werden.
Im Rahmen einer aktiven Begleitung sollen die unterschiedlichen Phasen, die im Zusammenhang mit einer Firmengründung bzw. deren Fortbestand auftreten können, bei der Vernetzung der Beratungskapazitäten Berücksichtigung finden.
Darüber hinaus wird die Verwaltung in Zusammenarbeit mit ansässigen Kreditinstituten gebeten zu prüfen, ob neue Finanzierungsinstrumente im Hinblick auf Basel II entwickelt werden können. Zuschüsse zu Beratungsprogrammen sollen akquiriert und Gründern sowie jungen Unternehmern zugänglich gemacht werden.

Begründung:
Existenzgründungen kurbeln nicht nur die gesamtwirtschaftliche Flexibilität an, sie sind auch ein wichtiger Faktor bei der Schaffung von Arbeitsplätzen.
Entsprechend dem jüngsten Bericht “Wirtschaft und Arbeitsmarkt Köln 2001/2002” des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik kann von einem Potential von 18.000 bis 25.000 Kölnerinnen und Kölnern ausgegangen werden, die sich zum Befragungszeitpunkt (Herbst 2001) ernsthaft mit dem Thema “Selbstständigkeit” auseinander gesetzt haben. Erfahrungswerte haben gezeigt, dass durchschnittlich etwa 1/3 der Interessierten ihr Ziel in der Vergangenheit tatsächlich umgesetzt haben.
Damit das vorhandene Potential voll ausgeschöpft werden kann, ist eine gezielte Intensivierung der Unternehmens- bzw. Gründungskultur in der Kölner Wirtschaft und Bevölkerung zu fördern.
Existenzgründungen werden in Köln auf viele unterschiedliche Arten und sehr erfolgreich unterstützt. Es gibt eine Reihe von Stelle und Institutionen, an die man sich mit der Absicht, eine Existenz zu gründen, wenden kann, z. B. Amt für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Kammern, Kreditinstitute, Arbeitsamt.
Alle vorhandenen Beratungs- bzw. Betreuungskapazitäten haben bereits bemerkenswerte Erfolge in ihren spezifischen Gebieten erzielt, nicht zuletzt hierdurch gibt es in Köln ein positives Existenzgründungsklima.
Jungunternehmer werden in der Vorgründungsphase mit einer Vielzahl von komplizierten Fragen konfrontiert und es erweist sich dabei als schwierig, sofort die richtigen Ansprechpartner für diese Fragestellungen zu finden.
Durch eine verfeinerte Beratung über eine erste Anlaufstelle mit kompetenten Orientierungshilfen wird die Ausschöpfung des Existenzgründungspotentials gesteigert und dem Ziel der vollen Potentialausschöpfung zwecks Schaffung von Arbeitsplätzen und Steigerung der Attraktivität des Standortes Rechnung getragen.
Um ein Scheitern der Jungunternehmer/innen in der schwierigen Gründungsphase zu verhindern, ist es erforderlich, dass die Beratungsstelle Existenzgründungen über den Zeitpunkt der Firmengründung hinaus Betreuungskapazitäten anbietet bzw. den Kontakt mit bestehenden Betreuungsangeboten bei den unterschiedlichsten Institutionen herstellt.
Basel II wirft jetzt schon seine Schatten voraus. Kreditinstitute verhalten sich bereits heute so, wie es nach den Richtlinien zur Kreditvergabe an sich erst ab 2005/2006 vorgesehen ist, d. h. dass sich die Höhe der Kreditzinsen an dem Kreditrisiko orientieren. Gerade klein angelegte Existenzgründungen scheitern an diesen Vergabekriterien. Durch die Schaffung von Eigenkapital stärkenden Förderprogrammen kann diesem Trend entgegengewirkt werden.

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