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29.07.2015

Oper im Staatenhaus - Kosten und alternative Lösungen

Die FDP-Fraktion hat gebeten, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Haupt-ausschusses am 3. August 2015 setzen zu lassen:

Die Absage des Eröffnungstermins stellt die Bühnen vor die dringende Frage, wie die kommende Spielzeit bestritten werden kann. Während das Schauspiel weiter auf die etablierten Strukturen des Carlswerks zurückgreifen kann, steht die Oper plötzlich ganz ohne Spielstätte da.

In Presseberichten ist das Staatenhaus in den Fokus gerückt. Damit ist eine nicht als Spielstätte vorgerüstete Halle in Betracht gezogen, die für nur eine sehr begrenzte Zeit für die Oper genutzt werden soll – mehr als eine dreiviertel Spielzeit ist dort wohl nicht mehr realisierbar.

Die Planung für die kommende Spielzeit muss durch die sehr späte Aufgabe des geplanten Eröffnungstermins unter großem Zeitdruck erfolgen. Dies kann aber nicht zur politischen Ausstellung eines Blankochecks führen. Gerade angesichts der nun eingetretenen Kostenrisiken ist eine finanziell verantwortbare Planung dringend geboten. Die Herrichtung einer Spielstätte darf nicht nach dem schon überstrapazierten Motto „koste es, was es wolle“ erfolgen.

Deshalb scheint es dringend geboten auch über Alternativen nachzudenken. Dies könnte ein Spielplan nach dem Muster der „Oper unterwegs“ mit wechselnden Spielorten sein, wie er zu Beginn des Interims praktiziert wurde, eventuell in Kombination mit ein bis zwei Produktionen im Carlswerk.

Angemerkt sei noch, dass das Staatenhaus bis vor kurzem als Unterbringung für Flüchtlinge gedient hat. Dies musste wegen der angeblich unmittelbar anstehenden Musical-Umnutzung durch den Betreiber aufgegeben werden und stattdessen wurden wieder Turnhallen akquiriert. Es erscheint doch recht erstaunlich, dass dies angesichts der gut zahlenden Bühnen plötzlich an Dringlichkeit verloren hat.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

Zum Staatenhaus:

1. Wie hoch sind die Miet-, Herstellungs- und Betriebskosten für eine feste Unterbringung der Oper im Staatenhaus? Wir bitten um eine differenzierte Darstellung der Kostenblöcke.
2. Wie viele Spieltage können in der Spielzeit 2015/16 dort realisiert werden? Mit welchen Einnahmen ist zu rechnen?
3. Inwieweit ist vorgesehen, den Besucherinnen und Besuchern der Oper im Staaten-haus die Nutzung des RTL-Parkhauses zu ermöglichen?

Zur „Oper unterwegs“:

1. Wie viele Produktionen lassen sich in einem Modell mit wechselnden Spielstätten realisieren? Inwieweit ist eine teilweise Mitnutzung des Carlswerkes durch die Oper möglich?
2. Wie hoch sind die Kosten vor dem Erfahrungshintergrund der letzten Jahre für ein solches Modell? Wir bitten um Differenzierung der Kosten nach Anzahl und Aufwand von Produktionen, so dass die Realisierung durch eine Maßgabe auf der Kostenseite steuerbar ist.

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