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21.05.2014

FDP-Kreisverband Köln

Wahlprüfsteine der Zeitschrift Köln Sport

Frage 1:

Die Ausweitung des Ganztagsunterrichts an Kölner Schulen ist eine richtige und notwendige Maßnahme, gleichzeitig stellt sie eine der größten Herausforderungen für den Vereinssport dar, da die Trainingszeiten für Kinder und Jugendliche am Nachmittag wegfallen. Gleichzeitig fallen Hallenangebote am Nachmittag für z. B. für das Mütter und Kind Turnen weg, da die Schulen nun die Hallenzeiten für sich beanspruchen, egal ob die Schulen sie nutzen oder nicht. Die FDP mahnt schon seit langem eine engere Verzahnung des Vereinssports mit dem Nachmittagsangebot der Schulen an, leider hat die Schulverwaltung die Entwicklung zuungunsten der Sportvereine verpennt. Wir Liberale wollen das sportliche Schulangebot an den Nachmittagen für den Vereinssport öffnen. Die FDP ist der Kölner Sportjugend e.V. darum dankbar, dass sie mit der Landesregierung ein Pilotprojekt aushandeln konnte, Vereinssport an Schulen zuzulassen. Wir wollen auch, dass die Schulen ihre Sporthallen auch an den Nachmittagen den Vereinen wieder zur Verfügung stellen, wenn die Hallen nicht genutzt werden. Hier brauchen wir eine sprichwörtliche kölsche Lösung.

Frage 2

Die Kölner FDP ist gegen eine Nutzungsgebühr für Sportstätten für gemeinnützige Sportvereine, da für uns Liberale die sportliche Betätigung zur Gesundheitsvorsorge gehört und die Gemeinnützigkeit der Vereine und die dort geleistete ehrenamtliche Arbeit einen gesellschaftlichen Wert besitzt und von der Stadt honoriert werden muss. Ehrlicherweise muss man aber hinzufügen, dass Kinder- und Jugendsport weiterhin von der Nutzungsgebühr befreit sind. Wir Liberale wollen in diesem Zusammenhang bei der öffentlichen Förderung von Kultur und Sport die beiden Bereiche nicht gegeneinander ausspielen. Beides ist wichtig, beides hat ihre Berechtigung im öffentlichen Gemeinwesen gerade in einer Großstadt wie Köln. Dennoch, der Zustand vieler städtischer Sportanlagen, insbesondere der Sporthallen ist in einem erbärmlichen Zustand. Die Kultur in unserer Stadt hat mächtige Befürworter, das sollte man neidlos anerkennen, wir im Sport Verantwortlichen sollen uns das als Beispiel nehmen und uns besser vernetzen. Denn nur wenn wir mehr Druck aufbauen, klappt es auch besser bei der Sanierung der städtischen Sportanlagen. Wir Liberale suchen nach Mitstreitern, um diesen unsäglichen Sanierungsstau endlich zu beheben.

Frage 3

Die Kölner FDP hat und nicht nur zur Wahlkampfzeiten eine klare Position zur Jugendbeihilfe. Wir wollen die Jugendbeihilfe auf 15,- Euro verdoppeln. Bisher hat die Ratsmehrheit von SPD und Grüne die Erhöhung abgelehnt. Sie wollen nur Kinder und Jugendliche von Familien fördern, die von Hartz-IV leben. Wir Liberale wollen dagegen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche im Sportverein gefördert wird, denn keine Institution außerhalb der Schule erreicht mehr Kinder und Jugendliche als der Vereinssport und leistet einen unschätzbaren Wert, dass junge Menschen, unabhängig vom Geldbeutel des Vaters, Sozialkompetenz und Teamfähigkeit erlernen. Wer bei der Sportförderung von Kindern und Jugendlichen anfängt nach dem Elternhaus zu differenzieren, baut neue gesellschaftliche Barrieren und Vorurteile auf, die gerade der Vereinssport abschaffen will. Darum wollen wir die Erhöhung der Jugendbeihilfe aus dem Etat „Kids in the Clubs“ gegenfinanzieren, weil wir den Ansatz, nur Kinder und Jugendliche aus Hartz IV-Familien zu fördern für falsch halten und unserem Grundsatz, dass gerade im Sport alle Menschen gleich sind und es keinen Unterschied in der Förderung geben darf, völlig entgegenstrebt.

Frage 4

Bei der Frage ist Vorsicht angesagt! Die Kölner Sportstätten GmbH betreibt öffentliche Sportanlagen, wie z.B. u. a. das Südstadion, die Baseballanlage oder das Radstadion, die niemals Gewinne abwerfen werden. Die Sportstätten GmbH wirtschaftet äußerst erfolgreich und hat in den letzten Jahren den städtischen Zuschuss immer weiter gesenkt. Für die Bereitstellung von städtischen Anlagen muss die Stadt auch einen Preis zahlen, was den städtischen Zuschuss nun mal ausmacht, denn sonst müsste die Stadt selbst die Anlagen betreiben und ob das preisgünstiger wäre, darf nach den Erfahrungen mit der Stadt Köln wohl jede oder jeder bezweifeln. Wir sollten darum die Sportstätten GmbH nicht schlecht reden und der neue Vertrag mit dem 1. FC Köln zeigt, dass die Gesellschaft zugunsten der Stadt gut verhandeln kann.

Frage 5

Wer sich im leistungsorientierten Vereinssport und dem Ligabetrieb auskennt, weiß, hier tut Differenzierung not. Für den Bundesligabetrieb von Sportarten, die nicht Fußball oder Basketball heißen, brauchen wir keine luxuriösen Sporttempel mit mehreren tausend Zuschauerplätzen, sondern da reicht eine richtige ausgestattete Dreifachsporthalle in punkto Hallenhöhe und ausziehbaren Sitzbänken mit eine Kapazität für mindestens 1.000 Zuschauer, wie sie im Umland überall zu besichtigen sind. Es ist ein Armutszeugnis für Köln, dass wir so eine ausgelegte Sporthalle nicht besitzen. Für uns Liberale ist unbegreiflich, dass die Stadt beim Neubau der Sporthalle im Nippeser Tälchen diese Anforderungen nicht erfüllt haben, sondern eine Zuschauerkapazität von unsinnigen 850 Zuschauern realisiert hat. Bei der Realisierung von läppischen 150 Tribünenzuschauern mehr, wären bei diesem Millionenprojekt die Bundesligaanforderungen der meisten Sportarten erfüllt gewesen. Erst nach Anfrage der FDP im Sportausschuss ist dieser sportpolitische Skandal aufgedeckt worden. Bei einem Sporttempel für 3.500 und mehr Zuschauer sind wir Liberale bei der Realisierung schon etwas vorsichtiger. Nur wenige Sportarten, wie z.B. Basketball können diese Hallen füllen. Hier bedarf es nach unserer Meinung eines wirtschaftlichen Konzeptes der Mehrfachbespielung durch weitere Veranstaltung wie z.B. durch Konzerte. Für Vorschläge zur Realisierung sind wir offen, aber hier sind gerade auch private Investoren gefragt, denn das Risiko sollte nicht bei der Stadt liegen.

Frage 6

Der Kölner FDP liegt es am Herzen, das erfolgreiche Konzept des Mitternachtssports für Jugendliche als sinnvolle Freizeitbeschäftigung und als Antiaggressionsmaßnahme weiter zu stärken und in mehr Kölner Vierteln anzubieten. Dazu müssen mehr Budgetmittel zur Verfügung gestellt werden. Wir Liberale bekennen uns zum Leistungssport und seiner Förderung, auch und gerade im schulischen Bereich. Erfolge im Leistungssport sind vielfach Vorbild und Motivation zur sportlichen Betätigung im Breitensport, insbesondere im jungen Alter. Sportarten, die nicht im öffentlichen Focus stehen, erleben durch Leistungssporterfolge in ihrem Bereich, Öffentlichkeitswirksamkeit und Zuwachs an Sporttreibenden. Die FDP Köln spricht sich für mehr öffentliche Sportanlagen aus. Es fehlt in Köln an Sportplätzen und –hallen. Insbesondere das rechtsrheinische Köln braucht dringend mehr Sporthallenkapazitäten. In kleineren und entfernteren Stadtvierteln sind die lokalen, bereits vorhandenen Sportflächen in schlechtem Zustand und müssen saniert werden. Außerdem sollten vorhandene Plätze kontinuierlich gepflegt werden, um eine langfristige Nutzung sicherzustellen und spätere teure Sanierungen zu vermeiden.

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