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16.03.2013

FDP-Kreisverband Köln

Quo vadis KVB? - Ausbauperspektiven für das Bahnnetz der KVB

Die FDP-Köln legt Wert auf die Feststellung, dass eine wachsende Metropole wie Köln, deren Attraktivität auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten einen stetigen Zuzug von neuen Stadtbürgern erwarten lässt, sich nicht auf ein S- und U-Bahnnetz verlassen sollte, das für eine zum Teil deutlich geringere Bevölkerungs- und damit Nutzerzahl ausgelegt ist. Um einen Verkehrskollaps in der Innenstadt, den angrenzenden Veedeln und anderen Stadtgebieten, die starker Verkehrsbelastung ausgesetzt sind, zu vermeiden, ist es daher auch weiterhin Aufgabe der KVB und der Stadt Köln als Eigentümer der Verkehrsbetriebe, das Schienennetz des ÖPNV auszubauen und zu modernisieren.
Wir haben in diesem Zusammenhang 3 Schwerpunktbereiche identifiziert, die nach Ansicht der FDP-Köln nach Fertigstellung der Nord-Süd-Bahn in allen 3 Bauabschnitten als nächstes in Angriff genommen werden sollten und in entsprechend ihrer Priorität hier aufgelistet sind.

1. Die Erweiterung des Stadttunnels unter den Barbarossaplatz und darüber hinaus:
Der Verlauf der Linie 18, die vor der Haltestelle Barbarossaplatz den Stadttunnel verlässt und in ihrem weiteren Verlauf bis Bonn Hbf oberirdisch verläuft, führt zur Zeit an 3 Stellen kurz nach Verlassen des Stadttunnels zu Verkehrsbehinderungen und -engpässen, die durch eine unterirdische Streckenführung zu vermeiden wären.
Dies sind zum einen der Barbarossaplatz selbst, da die Linie 18 nach Änderung der Streckenführung für die Linie 16, die zukünftig den Nord-Süd-Bahntunnel bis zum Rheinufer nutzen soll, die einzige KVB-Linie darstellt, die den Hohenstaufen-/Salierring kreuzt, statt wie die übrigen Bahnlinien dem Straßenverlauf zu folgen. Eine unterirdische Haltestelle für die Linie 18 würde es also ermöglichen, den Barbarossaplatz grundsätzlich umzugestalten, die architektonischen Fehler der Vergangenheit im Zuge des Umbaus zu beseitigen, und den Verkehrsfluss gerade auch in Stoßzeiten zu verbessern.
Das nächste Nadelöhr stellt der Streckenverlauf auf der Luxemburger Straße durch die Unterführung unter den Bahngleisen auf der Höhe des Bahnhofs Süd dar. Da hier natürlich keine Ausweichmöglichkeit zu den Seiten hin besteht, würde eine Verlagerung der Linie 18 in den Untergrund die Verkehrssituation an dieser Stelle für eine der wichtigsten Zubringerstraßen Kölns deutlich verbessern und auch die hohe Unfallgefahr an dieser Stelle beseitigen. Mit der Einrichtung einer Haltestelle am Bahnhof Süd ließe sich zudem eine Anbindung an das Netz der DB ermöglichen.
Die dritte Problemstelle betrifft die Kreuzung Universitätsstraße/Luxemburger Straße, die beide als wichtige Verkehrsachsen ein hohes Verkehrsaufkommen aufweisen, das zu Stoßzeiten noch einmal deutlich erhöht ist. Durch die Kreuzung der Universitätsstraße durch die Linie 18, die hier entlang der Luxemburger Straße verläuft, wird der Verkehrsfluss an dieser Stelle zusätzlich behindert.
Der Vorschlag der FDP Köln lautet deshalb, dass der Tunnel der Linie 18 entlang des Verlaufs der Luxemburger Straße bis hinter die Universitätsstraße verlängert wird und die Haltestelle Arnulfstraße die erste oberirdische Haltestelle dieser Linie werden soll.
Prinzipiell stehen wir auch weiterhin zur Forderung, die Linie 18 an der Kreuzung des Militärrings unterirdisch zu führen, und begrüßen entsprechende Planungen der zuständigen Gremien.

2. Die Verlängerung der Gürtelbahnlinie 13 im Kölner Süden bis an den Rhein:
Anders als der Name vermuten lässt, führt die Gürtellinie 13 zwar im Kölner Norden bis aufs rechtsrheinische Ufer nach Mülheim, linksrheinisch endet die Strecke aber bereits in Sülz, statt weiter bis an die Haltestelle Bayenthalgürtel zu ziehen und auch die im Kölner Süden befindlichen Wohngebiete an das Liniennetz der KVB anzuschließen.
Wir fordern deshalb die Verlängerung der Linie 13 bis zur Haltestelle Bayenthalgürtel und die Anbindung an bereits bestehende/geplante Haltestellen sowie die Einrichtung neuer Haltestellen.
Als erste neue Haltestelle würde sich eine Station 'Klettenberggürtel' etwa auf Höhe der Siebengebirgsallee anbieten, gefolgt von der Anbindung an die Linie 12 an deren Endhaltestelle 'Zollstockgürtel'. Als nächste Haltestelle bietet sich die Kreuzung Brühler Straße/Raderthalgürtel an, auf die die geplante Haltestelle Bonner Str/Gürtel der Linie 5 folgt. Zwischen der geplanten Endhaltestelle Bayenthalgürtel am Rhein und der Bonner Straße bestünde die Möglichkeit, noch eine Haltestelle etwa auf Höhe der Goltsteinstraße einzurichten, wobei hier bei den Anwohnern abzufragen ist, ob ein Bedarf für eine Haltestelle besteht.

3. Der Ausbau der Gürtellinie 13 rechtsrheinisch bis Poll:
Der rechtsrheinische Teil Kölns ist bisher eher stiefmütterlich behandelt worden, wenn es um die Einrichtung oder den Ausbau von Bahnlinien geht. Diesen Zustand wollen wir abmildern, indem wir die Schaffung einer ringförmig verlaufenden Bahnlinie analog zur linksrheinischen Gürtelbahn vorschlagen.
Für diesen Zweck bietet sich eine oberirdische Verlängerung des Streckenverlaufs der Linie 13 auf dem rechtsrheinischen Stadtgebiet an. Ausgehend von der Haltestelle Buchheim/Herler Str. ab der der die Linie 13 wieder oberirdisch verläuft, bietet sich ein Verlauf parallel der Straße Buchheimer Ring/ Höhenberger Ring hin zur Haltestelle Höhenberg/Frankfurter Str. an. Als Alternative zum geplanten Verlauf entlang der Frankfurter Straße soll folgender Trassenverlauf geprüft werden: Von der Frankfurter Straße soll die Strecke über die Burgstraße Richtung Vingst/Kalk verlaufen, mit einer möglichen Haltestelle auf Höhe der Schulstraße und einer Anbindung an die Linie 9 über die Haltestelle Vingst. Über Kampgasse und Homarstrasse – mit der Option auf eine Haltestelle an dieser Stelle – soll die Strecke entlang der Poll-Vingster Straße verlaufen und auf Höhe der Gremberger Straße die nächste Haltestelle aufweisen. Die Einmündung der Poll-Vingster Straße in die Rolshover Straße bietet sich für eine weitere Haltestelle an, bis die verlängerte Linie 13 der Rolshover Straße folgend mit 'Poll Salmstraße' ihre Endhaltestelle erreicht und die Verbindung zur Linie 7 schließt. Die Realisierung des vollständigen Ringumlaufs der Linie 13 durch eine Brückenlösung erachten wir mittelfristig als nicht realisierbar.

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