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26.10.2012

Stiftung Stadtgedächtnis

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat gebeten, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kunst und Kultur setzen zu lassen.

Im ersten Schock über den Einsturz des Historischen Archivs am 3. März 2009 wurde überall in der Stadt Köln der Ruf nach einem grundsätzlichen Umdenken laut. Die Stichworte lauteten Sensibilität im Umgang mit dem kulturellen Erbe der Stadt, transparente Kommunikation und nachhaltiger Mitteleinsatz. Ein wichtiger Gradmesser für diese Forderungen ist der Umgang mit dem beschädigtem Archivgut und der Wiedererrichtung eines Historischen Archivs.

Einen wesentlichen Beitrag dazu sollte die Stiftung für das Historische Archiv leisten. Leider ist die Gründung am 1. Oktober 2011, ca. 2 ½ Jahre nach Einsturz, viel zu spät erfolgt, so dass zu diesem Zeitpunkt schon Zweifel an den Erfolgsmöglichkeiten für ein nennenswertes Spendenaufkommen aufkamen. Zwischenzeitlich tauchten in der Öffentlichkeit sehr ernüchternde Zahlen zu den bisherigen Einwerbungen auf. Die Rede war von einem mittleren fünfstelligen Betrag. Falls dies den Tatsachen entspricht, dürften die Kosten des Stiftungsapparates die eingeworbenen Mittel deutlich übersteigen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Welchen finanziellen Beitrag zu den enormen Herausforderungen der Restaurierung hat die Stiftung bisher geleistet?

2. Inwieweit ist es richtig, dass die Ausgaben für die Personalkosten und Verwaltung der Stiftung die Einnahmen weit überschreiten und inwieweit entstehen dabei Kosten für die Stadt als Hauptstifterin oder ist Stiftungsvermögen in Anspruch genommen worden?

3. Auf welchem Wege gibt die Stiftung Rechenschaft über den Erfolg ihrer Bemühungen, und in welcher Weise werden die für das Archiv zuständigen demokratischen Gremien der Stadt als Hauptstifterin darüber informiert?

4. Welche Konsequenzen erwägt die Stadt, falls sich die in die Stiftung gesetzten Hoffnungen als nicht realistisch erweisen sollten und wann ist ein Eingreifen vorgesehen?

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