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18.04.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Bürgerschaftliches Netzwerk für Senioren

Der Rat hat folgenden Beschluss auf Initiative der Fraktionen von CDU und FDP gefasst:

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Vorstand der Stadtarbeitsgemeinschaft Altenpolitik, der Seniorenvertretung und den Wohlfahrtsverbänden das bürgerschaftliche Netzwerk für Seniorinnen und Senioren weiter auf- und auszubauen. Insbesondere ist die Seniorenarbeit in Stadtteilen mit besonderem Unterstützungsbedarf umzusetzen. Die Finanzierung wird durch Umschichtung innerhalb des Sozialamtes sichergestellt. Ziel in einer ersten Ausbaustufe ist die Schaffung von zwölf Netzwerken, da bisher erst fünf bis sechs Netzwerke finanziell abgesichert sind.
Die Verwaltung wird aufgefordert, mit den Wohlfahrtsverbänden bei Beteiligung der Bezirksvertretungen und der Stadtarbeitsgemeinschaft Altenpolitik ein entsprechendes Konzept zu entwickeln und darzustellen, in welchen Stadtteilen bereits Netzwerke für bürgerschaftliche Seniorenarbeit angelaufen sind und wie flächendeckende Angebote erreicht werden können.

Begründung:
Laut Bundessozialhilfegesetz sind die Kommunen verpflichtet, alten Menschen Altenhilfe zu gewähren. Diese soll dazu beitragen, Schwierigkeiten, die durch das Alter entstehen, zu verhüten, zu überwinden oder zu mildern und die Möglichkeit zu erhalten, am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen.
Zu den bisherigen Schwerpunktthemen (hauswirtschaftliche Versorgung, ambulante und stationäre Hilfen etc.) rückt nun das Risiko der Vereinsamung im Alter in den Vordergrund.
Dies wird auch durch die weiter gesunkenen Möglichkeiten, ältere Menschen in familiären Beziehungen leben zu lassen, verstärkt. Dieser Entwicklung muss insbesondere eine großstädtische Seniorenpolitik höchste Aufmerksamkeit schenken. Daher müssen künftig Maßnahmen zum Aufbau und Erhalt von Begegnungen und Beziehungen höchste Priorität haben.
Die professionelle Hilfe hat in einem solchen System insbesondere die Aufgabe, alle Formen des bürgerschaftlichen Engagements zu entwickeln und stützend zu begleiten. Dabei geht es nicht primär um wirtschaftliche Erwägungen (Ausspielen unentgeltlicher Arbeit gegen bezahlte Arbeit), sondern insbesondere um die besondere Qualität des bürgerschaftlichen Engagements, weil durch diese Form der Arbeit die Ziele der Partizipation, Selbstverantwortung, Selbsthilfe, Aktivierung etc. am wirkungsvollsten erreicht werden können.
Dies ist durch den Aufbau von Netzwerken in Stadtteilen bzw. in städtischen Teilräumen zu realisieren. Dieses Netzwerk soll sich aus möglichst allen Vereinen, Initiativen, Einrichtungen, Diensten und Bezugspersonen vor Ort, die sich für eine Seniorenarbeit engagieren, zusammensetzen.
In einem derartigen System wandelt sich auch das Verhältnis zwischen professioneller (hauptamtlicher und bezahlter) Hilfe und ehrenamtlicher unentgeltlicher Arbeit, sei es durch Selbsthilfe, Laienhilfe, Nachbarschaftshilfe. Es entsteht so eine kooperative gegenseitige Ergänzung, die die Qualitäten beider Hilfearten als gleichwertig und unentbehrlich akzeptiert.
Damit würde wiederum ein deutliches Signal in der offenen Altenarbeit gesetzt. Der Einstieg in den bereits begonnenen Aufbau der Seniorenbereiche in den Bürgerämtern würde zudem wirkungsvoll unterstützt. Es soll sich hierbei nicht um eine Einzelfallhilfe, sondern um eine koordinierende und unterstützende Tätigkeit handeln. Mit der Realisierung der Aufgabe sollten wegen ihrer großen Erfahrung, ihrer stadtweiten Präsenz und der Vielzahl gleichgerichteter Angebote die Kölner Wohlfahrtsverbände beauftragt werden.
Die diversen Stadtteil-Netzwerke sollten regelmäßig zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch zusammenkommen.
Der Aufbau und die Errichtung eines solchen Netzwerkes wird immens dazu beitragen, dass sich die Lebenssituation und -qualität der Seniorinnen und Senioren in Köln wesentlich verbessern wird und stellt eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Angebote und Einrichtungen der offenen Altenhilfe sowie des Gemeinwesens dar.

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