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28.10.2009

FDP-Kreisverband Köln

Gebauer: Starke Kinder brauchen starke Eltern

Yvonne Gebauer, MdR
Yvonne Gebauer, MdR
Yvonne Gebauer, MdR
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Yvonne Gebauer, MdR
Rede der Spitzenkandidatin der FDP-Köln zur Landtagswahl 2010 Yvonne Gebauer anlässlich der Kreiswahlversammlung

Sehr geehrtes Präsidium,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Parteifreunde,

das Thema, mit dem ich bereits im Rat der Stadt Köln unterwegs bin und mit dem ich auch in Düsseldorf antreten möchte, ist die Bildungspolitik.

Zu diesem Bereich aber gehören auch zwingend die Kinder- und Jugendpolitik ebenso wie die Familienpolitik.

Diese drei Bereiche zusammen bilden ein weites Feld, welches bespielt werden muss. Und dass dieses Spiel mit dem nötigen Ernst und auch der nötigen Weitsicht bespielt wird, dafür möchte ich mich einsetzen.

Denn die Spieler, die Hauptakteure sind keine imaginären Figuren, die man auf dem Spielfeld mal nach rechts und mal nach links verschieben kann.

Diese Spieler sind unsere Kinder, das wichtigste, was wir haben, was es zu schützen gilt, denn diese Kinder sind auch gleichzeitig unsere Zukunft.

Kinder haben keine eigene Lobby, d.h., sie sind darauf angewiesen, dass sich Menschen ihrer kleinen Persönlichkeiten, ihrer Probleme, ihrer Sorgen, ihrer Fragen annehmen.

Und die ersten Ansprechpartner für Kinder sind und bleiben die Eltern. Wir müssen bei allen Aufgaben, die rechts und links zu bewältigen sind, die Eltern einbinden und auch deren Verantwortung einfordern.

Eltern dürfen Ihre Kinder nicht einfach sich selbst überlassen und nach 9, 10 oder 12 Schuljahren wieder abholen und dann fragen, was aus ihnen geworden ist.

Wir alle müssen gemeinsam den Eltern wieder vermitteln, dass ihr Einfluss entscheidend ist für den Bildungs- und Lebenserfolg ihres Kindes.

Die Vermittlung von Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Respekt ist nicht immer nur eine Frage des Bildungsniveaus.

Es ist leider noch viel zu oft eine Frage des fehlenden Willens als der nicht vorhandenen Möglichkeiten.

Starke Kinder brauchen starke Eltern.

Die Zeiten, in denen Kinder mit Barbie und Ken ihre Kindheit verbracht haben, sind vorbei.

So schrecklich diese Figuren mitunter waren, sie hatten auch ihre Daseinsberechtigung, nämlich die der Einübung des sozialen Rollenspiels.

Dies können Gameboy und Co. heutzutage nicht leisten.

Umso wichtiger ist es, dass die Familie wieder mehr die Funktion als die wichtigste soziale Station im Leben eines Kindes einnimmt.

Wir können es uns weder finanziell noch moralisch dauerhaft leisten, dass der Staat die eigentliche Kernaufgabe der Eltern übernimmt.

Wer Kinder haben möchten, und diese nicht nur als seine Alterversorgung sieht, hat auch die moralische Verpflichtung, nach bestem Wissen und im Rahmen seiner Möglichkeiten diese Kinder beim Erwachsenwerden zu unterstützen.

Aus dieser Pflicht kann der Staat, das Land die Eltern nicht entlassen.

Meine Damen und Herren,

in der Familienpolitik gibt es viele Bereich, die auch weiterhin einer Über- bzw. Bearbeitung bedürfen, wie z.B. die dringende Bereitstellung von mehr Schulpsychologen vor Ort, den weiteren Ausbau und die Vernetzung von Familienzentren ebenso wie das Voranbringen der Initiative für die betrieblich unterstützte Kinderbetreuung im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Viele Themenfelder.

Eines welches ich hier und heute herausgreifen möchte ist die Finanzierung von Frauenhäusern.

Im Jahr suchen im Land Nordrhein-Westfalen etwa 5000 Frauen, häufig mit ihren Kindern, Schutz in einem Frauenhaus.

In manchen dieser Häuser müssen die Frauen für ihren Aufenthalt zahlen, einen Tagessatz zwischen 8,- und 65,- €.

Meine Damen und Herren,

dann wenn ein Mann oder eine Frau Gewalt ausübt und dafür ins Gefängnis kommt, lebt er bzw. sie dort auf Staatskosten.

Anders ist es jedoch, wenn eine Frau oder auch ein Mann mit Kindern aus der Not heraus oder aus Angst vor Gewalt in ein Frauenhaus flieht.

Dann muss sie bzw. er in den meisten Frauenhäusern vorab einen Tagessatz zahlen.

Wo bitte ist hier die Gerechtigkeit, wenn auch nur die moralische?

In einer solchen Notsituation muss jedem unabhängig von seiner wirtschaftlichen Situation spontan geholfen werden.

Die Gegenwart zeigt leider immer wieder, wie grausam der einst geliebte Mensch sein kann, wenn eine Trennung droht.

Solange wir, trotz des Schutzes des Opfers durch diverse Maßnahmen, aber immer noch Frauen und Kinder haben, die aus ihrer Verzweiflung heraus ein Frauenhaus aufsuchen, solange darf dieses Angebot an die Hilfesuchenden nicht im Vorhinein von der Zahlung eines Tagessatz abhängig gemacht werden.

Der Handlungsspielraum der Frauenhäuser darf durch solche Maßnahmen nicht eingeschränkt werden, sondern pauschale Zuschüsse müssen hier die dauerhafte Arbeit gewährleisten.

Ein dritter Punkt, den ich hier anführen möchte, ist die die Begabungsförderung unserer Kinder.

Es heißt, eine Kette ist immer nur so stark wie das schwächste Glied.

Von daher ist es auch unsere Aufgabe, die Schwachen zu stärken, um möglichst viele starke Glieder in einer stärkeren Kette zu bekommen.

Dies ist aber nur eine Aufgabe unseres Bildungssystems.

Denn die Qualität einer Entwicklung und die Weiterentwicklung bemisst sich immer danach, wie gut die Besten sind.

Ein einziges, hochbegabtes Individuum kann unschätzbare, nachhaltige Erkenntnisse entwickeln, welche wiederum die Gesamtheit aller bereichern.

Dies kommt auch dem schwächsten Glied in der Kette zugute.

Dass heißt, die Qualität der Bildung wird daher sowohl von der Förderung von Kindern mit Leistungsdefiziten als auch mit der Stärkung einzelner begabter bzw. hochbegabter Kinder bestimmt.

Zukunftsweisende Entwicklungen müssen daher nicht nur ermöglicht, sondern auch intensiv gefördert werden.

Eine wichtige Aufgabe im großen Komplex der Begabungsförderung ist die Qualifizierung von Lehrern, damit diese auch die Begabungen und besonderen Talente der Schülerinnen und Schüler erkennen und entsprechend fördern können.

Man muss, um den einzelnen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, eine Struktur schaffen, in der diese in ihrer Entwicklung individueller gefördert werden können.

Gemeint ist damit nicht nur die Förderung von Exzellenzbegabungen, sondern auch die Unterstützung von Kindern mit Leistungsdefiziten.

Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine Schulbildung, die seinem individuellen Begabungsprofil gerecht wird.

Meine Damen und Herren,
liebe Parteifreunde,

Unsere Jugend braucht eine Zukunft –
Die Zukunft braucht unsere Jugend.

Wir müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass unsere Kinder und Jugendlichen den nationalen wie auch den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen und zumindest, gerade bei einer so schwierigen Arbeitsmarktlage wie der jetzigen, die gleichen Startvoraussetzungen mitbringen.

Im Rahmen dieser Überlegungen darf, ich meine muss sogar über die Einführung eines bundesweit einheitlichen Abiturs nachgedacht werden.

Auch Themen wie die Frage nach dem Fortbestand der Hauptschule, wie geht die Partei mit dem Elternwillen der Einführung weiterer Gesamtschulen um und der Umgang bzw. die Integration von Kindern und Jugendlichen mit einem Handicap in die Schulen stehen auf der Agenda.

Meine Damen und Herren,

Schule muss eine Hilfestellung sein, damit die Kinder in unserer schnellebigen Zeit ein starkes Rückgrat bekommen.

Denn auch in schwierigen Zeiten muss jeder Einzelne seinen Anteil am gesellschaftlichen Zusammenleben durch Arbeit, Freizeit und persönliches Engagement leisten können.

Ich möchte mich mit meinem Engagement in Düsseldorf dafür einsetzen, dass unseren Kinder und Jugendlichen die nötige Fürsorge und Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, sodass sie später sagen können, dass sie eine unbeschwerte und glückliche Kindheit hatten, in der sie ausreichend gefördert aber auch gefordert worden sind.

Meine Damen und Herren,
liebe Parteifreunde,

dies alles – und noch viel mehr –
kann nur „gewuppt“ werden durch Unterstützung.

Zum einen hoffe ich dabei auf Ihre Unterstützung im kommenden Wahlkampf es ist ja Gott sei Dank noch ein bisschen Zeit bis dahin – und zum anderen auf ihre Mitarbeit, ihre Zuarbeit in Bezug auf landespolitische Themen.

Wir alle sind, so hoffe ich, einmal in die Partei eingetreten, um etwas zu verändern. Lassen Sie uns dieses auch in Zukunft gemeinsam tun.

Denn nicht nur das gemeinsame Arbeiten, sondern auch der gemeinsame Erfolg macht einfach viel mehr Spaß.

In diesem Sinne hoffe ich, dass es bei der kommenden Landtagswahl im Mai nächsten Jahres reicht vielleicht nicht nur für mich hier aus Köln. Wir werden sehen!

Für heute sage ich erst einmal vielen lieben Dank für Ihre Geduld und Ihre Aufmerksamkeit.

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