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14.03.2009

Köln kann mehr für Sport

Auszug aus dem KölnWahlprogramm 2009 „Köln kann mehr!“

Sport, seine Betätigung und Förderung, gewinnen in einer Stadtgesellschaft wie Köln immer mehr an Bedeutung. Die Zahlen von Kindern und Jugendlichen, die durch fehlenden Sport gesundheitliche Beeinträchtigung und Haltungsschäden aufweisen, sind beängstigend. Die Bedeutung des Sports im fortgeschrittenen und hohen Alter nimmt zu. Die Freizeitgestaltung durch Sport, ob nun als Ausgleich für die beruflichen Anstrengungen oder des zwischenmenschlichen Miteinanders in der Single-Stadt wie Köln, gewinnt an Bedeutung.

Schwimmfähigkeit in Köln erhöhen

In Köln können viele Kinder und Jugendliche nicht schwimmen. Die Nichtschwimmerquote bei den unter 15-Jährigen – trotz Schwimmunerreichts auf dem Lehrplan – ist wieder so hoch wie Anfang der 60er-Jahre im vorherigen Jahrhundert. Auf Mitinitiative der FDP hat die Stadt ein Programm aufgelegt, die Nichtschwimmerquote zu senken. Dieses Programm gilt es, in den nächsten Jahren fortzuführen und die dafür benötigten Gelder zur Verfügung zu stellen.

Schulschwimmbäder in die Bäder GmbH integrieren

Unsere städtischen Schwimmbäder sind erfolgreich unter dem Dach der Bäder GmbH, einer Tochter der Stadtwerke, vereint. Wo andere Städte Schwimmbäder schließen, sanieren und bauen wir Kölner Schwimmbäder, um eine großstadtgerechte Bäderlandschaft zu schaffen. Auch städtische Schulen betreiben für ihren Schulbetrieb Bäder. Diese Schulbäder sind in einem schlechten Zustand, da oftmals die Mittel und das Know-how fehlen, sie richtig zu betreiben. Wir wollen die Schulbäder darum in die Bäder GmbH integrieren.

Die Bäderlandschaft in Köln optimieren

Köln baut, als einzige Großstadt in Deutschland, mit dem Ossendorfbad, dem Stadionbad und dem Bad an der Lentstraße neue Hallenbäder in dieser Zahl. Dies darf nach unserer Meinung jedoch nicht dazu führen, Bäder mit einem ganz anderen Einzugsbereich, wie in Rodenkirchen zu schließen. Vielmehr ist für den wachsenden Stadtteil Rodenkirchen mittelfristig zum Ersatz ein neues Bad in die Planung aufzunehmen, da das alte Rodenkirchener Schwimmbad den Anforderungen eines zeitgerechten Bades bei weitem nicht mehr erfüllt, um genügend Nutzer zu locken. Eine ähnliche Situation haben wir beim Hallenbad in Weiden. Mit der Öffnung der neuen Bäder in Ossendorf, beim Stadionbad und in der Lentstraße ist zur Optimierung der Kölner Bäderlandschaft mit einer Parallelöffnung zu prüfen, ob weiterhin genügend Bedarf zur Betreibung des Nippeser und des Weidener Bades besteht. Erst nach dieser Bedarfsprüfung ist die FDP bereit, über eine Schließung der alten Bäder zu beraten und zu beschließen.

Sanierungsprogramm für Sportplätze

Notwendige Sanierungen von Kölns Sportplätzen werden auf die lange Bank geschoben oder bleiben aus, da zu wenig Mittel von der Stadt bereitgestellt werden. Wir wollen ein Sanierungsprogramm für Kölner Sportplätze auflegen, das auch den Namen verdient.

Jugendbeihilfe für Sportvereine verdoppeln

Keine Jugendarbeit in Köln erreicht mehr Jugendliche als die der Kölner Sportvereine. Ohne die großartige ehrenamtliche Tätigkeit in den Sportvereinen, wäre für viele Kinder und Jugendliche der einzige Spielort die Straße. 8,50 Euro Jugendbeihilfe für ein Kind und Jugendlichen pro Jahr für die Arbeit in den Sportvereinen ist zu wenig. Wir wollen die Jugendbeihilfe verdoppeln, damit die Jugendarbeit in den Sportvereinen mehr Kinder und Jugendliche erreichen kann und die Vereinsbeiträge für sie gesenkt werden können.

Albert-Richter-Radstadion ausbauen

Das Albert-Richter-Radstadion gehört mit seiner Holzbahn zu den besten Radbahnen in Deutschland; doch durch die offene Baukonstruktion und wegen einer fehlenden Innenraumzufahrt ist sie oft ungenutzt und wirtschaftlich ein Desaster. Die FDP will das Albert-Richter-Radstadion zu einem geschlossen Stadion umbauen, in dem z.B. dann wieder 6-Tage-Rennen stattfinden können.

Beleuchtete Joggingstrecken einrichten

Die Zahl der Freizeitsportlerinnen und -sportler nimmt seit Jahren insbesondere im Bereich Jogging und Walking stetig zu. Dies ist Ausdruck eines in der Bevölkerung allgemein gestiegenen Gesundheits- und Fitnessbewusstseins. Je eine beleuchtete Joggingstrecke auf der rechtsrheinischen und auf der linksrheinischen Seite würde den Sportbegeisterten helfen, auch in den Jahreszeiten, in denen es früh dunkel wird, ihrem Sport nachgehen zu können. Auch ist der Sicherheitsgedanke durch eine beleuchtete Joggingstrecke ein wichtiges Argument für deren Einrichtung. Der Rat hat diese FDP-Forderung schon vor Jahren beschlossen, wir werden auf die Verwaltung Druck machen, damit der Beschluss endlich umgesetzt wird.

Köln Radklassiker „Rund um Köln“ unterstützen

Seit fast neun Jahrzehnten findet der Radklassiker „Rund um Köln“ statt, der mitten durch die Stadt und deren Umland führt und für Köln und die Region ein sportliches Großereignis mit überregionaler Bedeutung darstellt. Das Eintagesrennen begründete sich mit dem Ruf Kölns als bedeutender Standort des Radrennsports in Deutschland. Wahrzeichen der Köln-Rundfahrt ist die Förderung des Amateursports, insbesondere der Radsportjugend. Darum wollen wir den Radsportklassiker „Rund um Köln“ im Bereich des Amateursports durch die Stadt finanziell und logistisch unterstützen und damit unseren Beitrag zur Existenzsicherung für dieses bedeutsame Sportereignis für Köln und die Region leisten.

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