Köln kann mehr
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14.03.2009

Köln kann mehr in Kultur

Auszug aus dem KölnWahlprogramm 2009 „Köln kann mehr!“

Kunst und Kultur geben Köln Profil. Durch politisches Versagen ist in den letzten Jahren von diesem Profil leider viel verloren gegangen. Die FDP will Köln wieder kulturell zum Strahlen bringen. Im Zentrum unserer Bemühungen werden deshalb die Künstler und Kreativen dieser Stadt stehen. Es müssen Freiräume zur kreativen Entfaltung geschaffen werden. Kulturpolitik muss Rahmenbedingungen schaffen, die das künstlerische und kreative Potential in unserer Stadt heben und fördern, anstatt es zu begrenzen und zu reglementieren. Liberale Kulturpolitik hilft einerseits den städtischen Institutionen, die aus der Umklammerung der vielen Verwaltungsstellen befreit werden müssen, sie hilft aber auch der freien Szene, die durch bessere Strukturen gefördert werden soll. Die FDP setzt dabei auf die eigenen kreativen Kräfte der verschiedenen Szenen und Institutionen. Nicht die Politik macht Kultur, sondern die Künstler und Kreativen! Die FDP will mehr Kultur – denn Köln kann mehr!

Städtische Institutionen von der Bürokratie befreien!

Die FDP setzt sich seit Jahren dafür ein, die Museen nicht weiter als städtische Verwaltungseinheiten zu führen, sondern als rechtlich selbstständige, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten arbeitende Einrichtungen. Dies gilt auch für andere städtische Kultureinrichtungen, wie z.B. für die Stadtbibliothek. Obwohl der Rat der Stadt Köln als ersten Schritt bereits am 20.09.2005 mit breiter Mehrheit die Umwandlung des Wallraf-Richartz-Museums/Fondation Corboud in eine eigenständige, gemeinnützige GmbH beschlossen hat, weigert sich die rot-grün-rote Ratsmehrheit beharrlich, diesen Beschluss umzusetzen. Mangelnde Flexibilität und Eigenverantwortung sind wesentliche Hemmschuhe, die auch regelmäßig von den betroffenen Direktoren und Direktorinnen beklagt werden. Parallel dazu müssen auch die fast weg gesparten Ankaufsetats wieder aufgestockt werden.

Die FDP fordert mehr Freiheit für die Kölner Museen anstelle von Gängelung durch die Verwaltung – denn Köln kann mehr!

Das Gürzenichorchester zum nationalen Spitzenorchester machen!

Die FDP setzt sich für die Qualifizierung des Gürzenichorchesters zu einem internationalen Spitzenorchester ein. Das Nachrichtenmagazin FOCUS hat Anfang 2009 die Top Ten der Sinfonieorchester ermittelt. Das Gürzenichorchester unter der Leitung von Markus Stenz liegt nach den Münchener Philharmonikern auf Platz 8. Die vom Ministerpräsidenten und der Kunststiftung NRW eingesetzte Expertenkommission hat vorgeschlagen, das Orchester zur „Staatsphilharmonie Nordrhein-Westfalen“ zu machen. Köln muss diese Chance nutzen! Die FDP setzt sich in Stadt und Land für die finanzielle Unterstützung des Gürzenichorchesters durch das Land NRW ein.

Die FDP will mehr Mut zur Entwicklung von Spitzenstellungen – denn Köln kann mehr!

Die Freie Szene strukturell fördern!

In Köln lebt und arbeitet eine Freie Szene, die sich in allen Sparten durch große Breite und qualitative Spitzen auszeichnet. Vergleichbares findet sich bundesweit nur noch in Berlin. Dabei ist die Qualität der Kölner Freien Szene umso bemerkenswerter, weil in vielen Bereichen die strukturellen Voraussetzungen eher ungünstig sind. Ein gutes Beispiel dafür ist der Tanz. Viele ausgezeichnete und international renommierte Choreograph(inn)en und Gruppen feiern ihre Erfolge außerhalb von Köln, weil sich in der Stadt keine tanztaugliche Aufführungs- und Probenbühne findet. Auch für die Theaterszene fehlt ein geeigneter Ort, um überregionalen Standards zu entsprechen. Köln muss aufhören, sich allein auf seinen Charme als multikulturell geprägte Großstadt zu verlassen. Stattdessen muss sich Köln endlich auf die systematische Schaffung professioneller Rahmenbedingungen konzentrieren. Das gilt auch für die Unterstützung der freien Musikszene. Köln ist die einzige Stadt in Deutschland, in der alle Epochen der Musikgeschichte durch hervorragende Ensembles vertreten sind: von der Alten Musik, über die zeitgenössische Musik bis hin zu Jazz, Rock und Pop. Aber gerade für die Alte und die Neue Musik fehlt ein Ort, der diesen Reichtum auch wirklich zur Geltung bringt.
Die FDP will die strukturellen Bedingungen der darstellenden Künste und der Musik verbessern. Ein wesentlicher Schwerpunkt soll deshalb, möglichst unter Einbeziehung privater Partner, die Schaffung adäquater Spiel- und Probestätten sein.

Die FDP will mehr Möglichkeiten für Tanz, Theater und Musik – denn Köln kann mehr!

Kultur- und Kreativwirtschaft besser unterstützen!

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein zentrales Wirtschaftsfeld der Stadt Köln. 16 % aller Kölner Unternehmen gehören in diesen Bereich und sie tragen fast 7 % zum Umsatz der Kölner Gesamtwirtschaft bei. Allerdings wird dieser Wirtschaftszweig durch seine Kleinteiligkeit nicht in gleicher Weise beachtet wie z.B. große Industrieunternehmen. Dabei finden sich gerade bei den Kreativen unternehmerischer Mut, Fantasie und Risikobereitschaft: in der Musikwirtschaft wie im Buch- und Pressemarkt, im Kunstmarkt wie bei den vielen Akteuren der darstellenden und unterhaltenden Künste, in der Architektur, der Designwirtschaft und in der Werbebranche genauso wie in der Film-, Fernseh- und Medienwirtschaft und dem jungen Markt für Software und Games.

Die FDP fordert, dass die Stadt Köln sich systematisch und nachhaltig um die Förderung dieses zukunftsweisenden Wirtschaftszweiges kümmert. Die Handlungsempfehlungen des Kulturwirtschaftsberichtes dürfen nicht in der Schublade verschwinden. Wir brauchen neue Formen der Zusammenarbeit von Wirtschafts- und Kulturverwaltung, um den besonderen Bedingungen der Kultur- und Kreativwirtschaft gerecht zu werden. Hierzu sollte das erfolgreiche Konzept der one-stop-agency ein Vorbild sein.

Die FDP will mehr Engagement für die Kreativen und die Künstler dieser Stadt - denn Köln kann mehr!

Kulturelle Bildung unserer Kinder fördern!

In der Wissensgesellschaft der Zukunft wird es immer mehr um das kreative Potential jedes Einzelnen gehen. Die Fähigkeit zur Aufnahme und Verarbeitung von Neuem, Ungewohntem und Fremdem wird eine wesentliche Voraussetzung für die freie und produktive Gestaltung einer weltoffenen und pluralistischen Gesellschaft sein. In der Begegnung mit Kunst und Kultur, mit Künstlern und Kreativen liegen große Chancen für die Entwicklung von Toleranz, Kreativität und Selbstbestimmung. Dies gilt für alle Altersgruppen. Die FDP will aber insbesondere die Kölner Kinder und Jugendlichen durch die Begegnung mit Kunst und Künstlern aller Sparten in ihrer individuellen Entwicklung fördern. Deshalb brauchen wir ein städtisches Konzept für die Kulturelle Bildung. Die FDP fordert, dass einerseits die positiven Landesprojekte wie z.B. „Kultur und Schule“ oder „Jedem Kind ein Instrument“ für die Stadt Köln optimal genutzt und andererseits die vielen privaten Initiativen zur kulturellen Bildung unterstützt, besser vernetzt und für Eltern und Schulen einfacher zugänglich werden.

Die FDP will mehr Kreativität für die Kölner Kinder und Jugendlichen – denn Köln kann mehr!

Das Gedächtnis der Stadt pflegen!

Die beeindruckende Geschichte Kölns wird in Sonntagsreden gerne beschworen. Die politische Praxis der letzten Jahre wird diesem Anspruch nicht gerecht. Der schmähliche Umgang mit dem Reiterstandbild auf dem Heumarkt, die Widerstände gegen ein Haus und Museum der jüdischen Kultur, das kontraproduktive Gezerre um den Anbau des Stadtmuseums – das alles sind Beispiele für kurzsichtige Parteipolitik, die der Entwicklung eines historischen Stadtbewusstseins im Wege stehen. Höhepunkt dieses Versagens ist der Umgang mit dem Historischen Archiv der Stadt Köln, das als größtes Kommunalarchiv Deutschlands von nationaler Bedeutung ist. Seit langem hat die FDP eine Lösung für diese unzureichend untergebrachte Einrichtung angemahnt, deren Lagerkapazität längst erschöpft war und die unter Provisorien zu leiden hatte. Inzwischen ist mit dem Einsturz des Archivs das Unvorstellbare eingetreten. Vieles ist unwiederbringlich verloren, anderes wird Jahrzehnte der Restaurierung erfordern.
Mehr als je zuvor ist es nun notwendig, unser Verhältnis zur historischen Überlieferung zu verändern. Das Historische Archiv der Stadt Köln muss im Zentrum dieser Stadt stehen. Dies gilt für das zukünftige Gebäude, das gilt aber auch für seine konzeptionelle Positionierung in der Stadt. Die Kölnerinnen und Kölner müssen ihr Archiv zurückbekommen – als echtes Bürgerarchiv!

Die FDP will mehr Pflege des historischen Bewusstseins unserer Stadt – denn Köln kann mehr!

Die Via Culturalis endlich entwickeln!

Die Pflege des historischen Erbes und die spannende Entwicklung unserer Stadt stehen in engstem Zusammenhang. Das zeigt sich besonders gut beim Projekt der Via Culturalis – und es zeigt sich auch, woran die qualitative Entwicklung unserer Stadt scheitert: an der mangelnden Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen und gemachte Versprechungen umzusetzen. Als wesentlicher Baustein der Kulturhauptstadtbewerbung wurde die Idee der Via Culturalis entwickelt. Den Kölnerinnen und Kölnern wurde ihre Umsetzung auch nach dem Scheitern der Bewerbung versprochen.
Passiert ist nichts! Einzelne Bausteine und ein Gesamtkonzept werden auf die lange Bank geschoben.

Eine einmalige Gelegenheit wird vertan: Kultur von der Antike (RGM, Praetorium) über das hohe Mittelalter (St. Maria im Kapitol), die Gotik (Dom und Rathaus), die Renaissance (Rahauslaube) bis zur Moderne (Museum Ludwig, Wallraf-Richartz-Museum) entlang einer Straße erleben zu können. Die FDP fordert die umgehende konzeptionelle und städtebauliche Realisierung der Via Culturalis.

Ein besonderer Fall in diesem Zusammenhang ist das Gelände des Kaufhauses Kutz, das im Jahr 2010 frei wird: Eine Planung für die weitere Nutzung gibt es aber noch nicht. Dabei mahnt die FDP seit Jahren die Entwicklung des Geländes zum Forum Culturale an, einen entsprechenden Grundsatzbeschluss haben wir durchgesetzt. Wenn die FDP aber die Umsetzung fordert, bremsen die rot-grün-rote Mehrheit und auch der Oberbürgermeister, obwohl dem Wallraf-Richartz-Museum und dem Stifter Gerard Corboud eine zusätzliche Ausstellungsfläche auf diesem Gelände versprochen wurde. Die FDP fordert deshalb die umgehende Beplanung des Kutz-Geländes, die Schaffung der versprochenen Ausstellungsfläche für das WRM und die Unterbringung der Kunst- und Museumsbibliothek / Rheinisches Bildarchiv, deren aktuelle Situation für dieses internationale Spitzeninstitut der Kunstdokumentation völlig unwürdig ist.
Die FDP will mehr kulturelle Stadtentwicklung – denn Köln kann mehr!

Das Rautenstrauch-Joest-Gebäude am Ubierring kulturell nutzen!

Mit dem Umzug des Rautenstrauch-Joest-Museums in das neue Kulturquartier am Neumarkt wird das der Stadt von der Familie Rautenstrauch geschenkte Gebäude am Ubierring frei. Die FDP fordert die Entwicklung einer kulturellen Nutzung für den lange vernachlässigten Standort. An dieser zentralen Stelle zwischen Chlodwigplatz und dem neuen Rheinauhafen muss ein urbaner Anziehungspunkt für eine lebendige Südstadt entstehen, gerade nach den strapaziösen Bauphasen am Rheinufer und durch die Nord-Süd-U-Bahn. In diesem Sinne muss ein zukünftiges Nutzungskonzept eine kulturelle Belebung für den Ubierring bringen. Die Machbarkeitsstudien von Rheinischer Musikschule und der Initiative Luxet mit ihren Plänen für Kinosäle und einem Medienpädagogischen Zentrum müssen sich diesem Anspruch stellen.

Die FDP fordert mehr Engagement für die Stärkung der Kultur in der Südstadt – denn Köln kann mehr!

Schaffung einer Kuratorenstelle für Mäzene

Die Geschichte der Kunst- und Kulturstadt Köln ist wie kaum eine andere deutsche Großstadt geprägt von ihrem bürgerschaftlichen Engagement. Jede Gründung Kölner Museen in der Trägerschaft der Stadt ist auf Stiftungen und Schenkungen von privaten Sammlungen zurückzuführen. Eine Reihe bedeutender Kunstsammlungen Kölner Bürgerinnen und Bürger sind jedoch in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend nicht mehr der Stadt Köln, sondern anderen Städten zugewendet worden, die ihren Mäzenen nachhaltig und gezielt die notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt haben, um sie langfristig zu binden.

In Köln gibt es kein Konzept für den Umgang mit Mäzenen. Die Stelle eines ehrenamtlich tätigen Kurators für Mäzene soll hier Abhilfe schaffen. Diese Position ist aus der Bürgerschaft zu besetzen. Das entsprechende Sekretariat ist im Amt des Oberbürgermeisters anzusiedeln.

Köln braucht dringend ein professionelles Stadt- und Kulturmarketing

Die Kunst- und Kulturstadt Köln hat aufgrund ihrer 2000-jährigen Geschichte eine kulturelle Vielfalt anzubieten wie kaum eine andere Stadt in Europa. Dennoch wird in zunehmendem Umfang sichtbar, dass ihr eine Kommunikationsstrategie fehlt, um kulturelle Profile und Inhalte nach innen und außen überzeugend darzustellen. Köln besitzt mit Ausnahme von Dom und Karneval kein Markenzeichen. Es fehlt eine Strategie, mit der Öffentlichkeit für kulturelle Angebote hergestellt wird. Der Kulturwirtschaftsbericht und der noch in diesem Jahr zu verabschiedende Kulturentwicklungsplan bestätigen, welche kulturellen Einrichtungen imagebildend sind, um identitätsstiftend und werbend aufzutreten, um Bekanntheit zu erreichen oder Besucher anzulocken. Um von außen nachhaltig und überzeugend wahrgenommen zu werden, bedarf es einer lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Umsetzung kultureller Profile und Inhalte. Hierzu ist eine Stabsstelle nicht ausreichend.

Wir brauchen ein integriertes Stadtmarketing und dafür eine so schnell als möglich zu gründende Kölnmarketing GmbH – denn Köln kann mehr.

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