Köln kann mehr
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14.03.2009

FDP-Kreisverband Köln

Köln kann mehr für Familien

Auszug aus dem KölnWahlprogramm 2009 „Köln kann mehr!“

Die FDP will Köln zur familienfreundlichsten Großstadt in NRW weiterentwickeln. Dazu müssen insbesondere das Leben und das Arbeiten für junge Familien mit Kindern in Köln attraktiver werden. Familienpolitik besteht deshalb aus mehr als dem Kindergeld. Familienfreundlichkeit heißt: Attraktive Wohnlagen und eine soziale Infrastruktur müssen die Entscheidung für ein Leben mit Kindern bei jungen Paaren erleichtern. Städtische Einrichtungen und freie Träger sollen sie bei der Erziehung, Bildung und Betreuung aktiv unterstützen. Die Kölner Pänz - ihr Wohl und Wehe - müssen in der Kölner Stadtpolitik Vorfahrt erhalten, denn sie sind die Zukunft unserer Stadtgesellschaft. Ohne Pänz sähe Köln ganz schön alt aus.

• Wir wollen Elternschaft und Beruf durch umfassende Betreuungsangebote ermöglichen und einfacher gestalten. Dafür sind die Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen weiter konsequent auszubauen. Die Betreuungszeiten in den Kindergärten sind auf die Arbeitszeiten der Eltern abzustimmen und zu flexibilisieren. Auch in den Schulferien sollen die Öffnungszeiten von Kitas ausgeweitet werden. Die Errichtung firmenübergreifender Betriebskindergärten soll, wo sinnvoll, gefördert werden, um qualifizierten Arbeitskräften eine schnellere und effektivere Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen.

• Köln braucht deutlich mehr und gut ausgebildete Tagesmütter. Eine Tagesmütter-Task-Force soll eingerichtet werden, so dass berufstätigen Müttern und Vätern bei plötzlicher Erkrankung der Kinder eine Überbrückungsbetreuung angeboten werden kann.

• Familienberatungsstellen sind ein wichtiger Anlaufpunkt und Stütze für werdende und schon entstandene Familien. Darum wollen wir die Angebote der Beratungsstellen ausbauen und durch eine gezielte Ansprache für mehr Eltern zugänglich machen.

• Der Schulbesuch ist für Kinder und Jugendliche einkommensunabhängig kostenlos, der Kindergartenbesuch jedoch nicht. Wir wollen mit einem Stufenplan den Kindergartenbesuch für Eltern ebenfalls beitragsfrei stellen.

• Ganztagsschulen sind ein wichtiger Beitrag, die Vereinbarkeit von Kind und Beruf zu verbessern. Ganztagsschulen sollen aber vor allem gute Bildungs- und Erziehungsarbeit leisten und die Entwicklungspotentiale von Kindern stärken, sowie ihre Fähigkeiten und Begabungen unterstützen und fördern. Dazu ist ein ausgewogenes Nachmittagsprogramm von Schul- und Freizeitaktivitäten notwendig. Sportvereine, Musikschule, städtische, kirchliche und andere Kinder- und Jugendangebote sollen dazu stärker in die Arbeit der Schule integriert werden.

• Der Schulerfolg darf nicht am Mittagessen scheitern. Deshalb sollen Ganztagsschulen - sowohl Grundschulen wie auch weiterführende Schulen - ein Mittagessen anbieten. Die Stadt Köln soll die hierfür notwenigen baulichen Voraussetzungen für Schulküchen flächendeckend schaffen.

• Sprachen werden immer wichtiger. Daher brauchen wir Kindergärten und Grundschulen mit mehrsprachigem Angebot. Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, aber auch Russisch und Türkisch müssen angeboten werden, um den Kindern über ihre Muttersprache den Zugang zur deutschen Sprache zu erleichtern.

• Chancengerechtigkeit heißt: Wer in die Schule kommt, muss Deutsch sprechen können. Hierzu ist die Sprachförderung in den Kindergärten weiter auszubauen und zu professionalisieren. Darüber hinaus sollte auch die Förderung besonders begabter Kinder in den Kindergärten gestärkt werden.

• Familienfreundliche Großstadt heißt: Köln muss attraktive Wohngebiete für Familien bereithalten. Dazu gehören Grünanlagen, Spielplätze sowie Verkehrssicherheit in Wohnstraßen, vor Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen: Tempo 30 Zonen, ausreichende Pkw-Halteplätze zum gefahrlosen Ein- und Aussteigen der Kinder, konsequente Überwachung dieser Zonen in Schwerpunktzeiten.

• Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche in städtischen Museen. Dafür hat sich die FDP eingesetzt. Der Beschluss muss jetzt schnell umgesetzt werden. Darüber hinaus wollen wir für unsere Kölner Pänz (bis 20 Jahre) erreichen: Jährlich einmal freien Eintritt in allen Kultureinrichtungen wie Schauspiel, Oper und Philharmonie.

• Jedes Kind soll zukünftig ein Musikinstrument erlernen oder in einem Sportverein aktiv sein kann. Dafür müssen die städtischen und privaten Musikschulen, Schulen, Sportvereine und städtischen Ämter ein Konzept entwickeln: Die erforderlichen Mittel für einen Ausbau der musischen Erziehung und der Kinder-Sport-Förderung sollen bereit gestellt werden. Hierzu soll ein Patenschaftskonzept entwickelt werden, um für dieses Projekt auch private Sponsoren zu gewinnen.

• In vielen Kölner Stadtteilen fehlt es an offenen Angeboten für Kölner Jugendliche: Hier sollen neue Jugendeinrichtungen entstehen. Offene Türen sollen zukünftig besser mit Schulen und Jugendverbänden kooperieren, so dass die Angebote der Jugendarbeit auch wieder stärker von den Jugendlichen genutzt werden.

• Wir wollen bessere Aufenthaltsorte für Kölner Jugendliche durch Schaffung von „Jugendplätzen“ als wirkliche Alternative zu Kinderspielplätzen und Straßen. Hierbei sollen die Jugendlichen aktiv an der Gestaltung der Plätze beteiligt werden.

• Das Sanierungs- und Investitionsprogramm für Kinderspielplätze ist finanziell aufzustocken, damit schneller flächendeckend nutzbare Kinderspielplätze in Köln vorhanden sind. Speziell in neuen Wohngebieten müssen geplante Spielplätze auch zeitnah realisiert werden.

• Gewalt gegen Kinder und Missbrauch von Kindern sowohl durch Erwachsene als auch durch andere Kinder erfordern verschärfte Aufmerksamkeit. Für ein wirkungsvolles Vorgehen wird eine kompetente Anlaufstelle vor Ort benötigt. Dazu gehören die Aufstockung des sozialpädagogischen Personals und kontinuierliche Schulungen. Züchtigung ist kein Elternrecht und gehört deshalb geächtet. Wenn Kinder andere Kinder unter Androhung körperlicher Gewalt nötigen, berauben oder quälen, darf nicht weggeschaut werden. Personal in Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder sind verstärkt auch in ihrer Rolle zur Durchsetzung von Gewaltfreiheit und Repression von Gewalt auszubilden. Die Gewalt- wie auch Suchtprävention sind auszubauen.

• Jungen werden häufig als Täter von Gewalt wahrgenommen, dabei wird oft die hohe Rate von 70% der männlichen Opfer übersehen. Sexuelle Gewalt im sozialen Umfeld, Mobbing in der Schule, körperliche Gewalt auf der Straße sowie häusliche Gewalt erleben leider viele männliche Jugendliche. Es gibt kaum Anlaufstellen, die angemessene Hilfe bieten können. Einrichtungen wie das „Bremer Jungenbüro“ sind sonst nur in den Städten Hannover und München vorzufinden. Deshalb fordert die FDP mehr Beratungsstellen, die speziell männlichen Opfern von Gewalt Schutz und Unterstützung bieten, da die Notwendigkeit der Hilfe oft nicht wahrgenommen wird.

• Die FDP will die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Stadtgestaltung weiter ausbauen. In jedem Stadtteil, in dem Bedarf für ein Kinder- und Jugendforum besteht, soll ein solches Projekt durch einen freien Träger verwirklicht werden können. Die Kinder- und Jugendforen sollen ein Initiativrecht im Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln erhalten: Ihre Anregungen, Fragen und Forderungen werden in den Sitzungen beraten und diskutiert. Auch Schülervertretungen erhalten dieses Initiativrecht im Schul- bzw. im Jugendhilfeausschuss.

• Nicht nur bei der Gestaltung von Kinderspielplätzen, sondern auch bei der Planung und Gestaltung von Schulhöfen, öffentlichen Plätzen, Museen und Parkanlagen einbezogen werden. So wie im Planungsrecht die „Bürgerbeteiligung“ vorgesehen ist, soll in Köln zukünftig eine Kinder- und Jugendbeteiligung eingeführt und aktiv durch das Amt für Kinderinteressen oder freie Träger begleitet werden.

• Köln braucht mehr Frauenhäuser. Sie bieten Schutz, Unterkunft und Unterstützung für Frauen und deren Kinder, die von körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt betroffen oder bedroht sind. Das vorhandene Angebot ist eindeutig zu gering.

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