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03.06.2009

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Severinstraße als Standort für Historisches Archiv

Die Unglücksstelle
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Die Unglücksstelle
Antrag für Ratsitzung am 30.06.2009

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung setzen lassen.

Der Rat der Stadt Köln möge beschließen:

Der Wiederaufbau des Historischen Archivs der Stadt Köln an bisheriger Stelle in der Severinstraße hat für den Rat die erste Priorität möglicher Standorte. Die Verwaltung wird in diesem Sinne beauftragt, folgende Aspekte bis zur August-Sitzung des Kulturausschusses zur Vorberatung auf die September-Sitzung des Rates zu klären:

1. Höhe des dort zu realisierenden Bauvolumens: Zu klären ist insbesondere, bis zu welcher Tiefe Magazinflächen hochwassersicher errichtet werden können, inwieweit eine bauliche Verdichtung der hinteren Grundstücksfläche und bessere Raumausnutzung mit Kompaktregalsystemen möglich ist und ob über den Erwerb von Nachbargrundstücken eine Erweiterung der Nutzfläche realisierbar ist.

2. Möglichkeit für eine ausreichend große Reservefläche für die nächsten 30 bis 50 Jahre im Rahmen der ermittelten Bauvolumina und eine angemessene architektonische Realisierung des Konzeptes eines Bürgerarchivs: Das alte Archivgebäude bot für diese Zwecke aufgrund der riegelartigen Bebauung an der Severinstrasse keine günstigen Voraussetzungen.

3. Zeitpunkt, zu dem die Fläche frühestens wieder als Baugrund zur Verfügung stehen wird: Zwar existieren hier noch große Unsicherheiten bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten, aber ein Näherungswert sollte in Anlehnung an die Planungen der KVB zur Fertigstellung des Gleiswechselbauwerks benennbar sein. Bis zu den genannten Sitzungen hat die Verwaltung einen entsprechenden Zeit-Maßnahmen-Plan vorzulegen.

Begründung:
Nach der Katastrophe vom 3. März steht die Stadt Köln vor der Aufgabe, dem Historischen Archiv durch die Bergung und langfristige Restaurierung der geschädigten Archivalien und durch die zügige Erstellung eines neuen Hauses eine Zukunft zu geben. Der Entscheidung über den zukünftigen Standort kommt dabei besondere Bedeutung zu. Einerseits ist die Festlegung auf einen Ort Voraussetzung für jede weitere Planung für das zukünftige Gebäude, zugleich ist sie aber auch schon prägend für die konzeptionellen und räumlichen Bedingungen dieser Planungen. Konzept und Standort sind nicht unabhängig voneinander, sondern stehen in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis. Fest steht allerdings, dass das zukünftige Stadtarchiv ein Bürgerarchiv sein soll. Aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Köln sich auf einen innerstädtischen Standort festgelegt.
Zu den möglichen Standorten muss nach dem Einsturz auch der bisherige Standort an der Severinstraße gezählt werden, weil er neben dem Gereonskloster der einzige Standort wäre, der sich im historischen Zentrum Kölns befindet. Allerdings ist diese Möglichkeit in den bisherigen Untersuchungen nicht berücksichtigt worden, da man bis zum Unglück davon ausgegangen war, dass ein Umzug aus dem alten, bis dahin genutzten Gebäude in ein neu erstelltes an einem anderen Ort erfolgen müsse. In Folge des Unglücks sind nun die bislang geretteten Archivalien auf die verschiedensten Archivflächen im Bundesgebiet verteilt und das alte Gebäude existiert nicht mehr. Vor diesem Hintergrund ist nun zu prüfen, ob das Desaster des Einsturzes nicht die Möglichkeit eröffnet, an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten. Diese Situation hat niemand ge-wünscht, aber man darf sie deshalb nicht ignorieren.
Darüber hinaus wäre eine Entscheidung, das Historische Archiv an der bisherigen Stelle an der Severinstraße wieder zu errichten, ein für die Stadt psychologisch wichtiges Signal des Wiederaufbaus. Eine jahrelange Brache an dieser Stelle wäre hingegen eine offene Wunde, die insbesondere in den benachbarten Vierteln sehr schmerzen würde. Die Bezirksvertretung Innenstadt hat am 30.04.2009 einen entsprechenden einstimmigen Beschluss gefasst. In diesem Sinne bitten wir, unserem Antrag zuzustimmen.

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