1. Was wird zur Integration jugendlicher Migranten für die Sprachförderung in deutscher Sprache im Stadtteil Meschenich getan?
a) Das Bezirksjugendamt Rodenkirchen unterhält im Haus 12 auf dem "Kölnberg" seit vielen Jahren ein Büro für die Gemeinwesenarbeit nach dem SGB mit der Sozialarbeiterin Frau Fabian als Vollzeitkraft. Außerdem bieten auf dem "Kölnberg" der Caritasverband, die jüdische Synagogengemeinschaft und viele andere Sozialträger ihre Beratung in Anlaufstellen den Migranten aus 62 Ländern an.
In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Migranten aus Osteuropa, den GUS-Staaten u.a. mit vielen jüdischen Kontingentsflüchtlingen in Meschenich stark erhöht, während Türken und Kurden aus Meschenich wegziehen.
Da den Migranten meistens keine Deutschkurse von der Arbeitsverwaltung bezahlt werden, müssen von den Eltern Anträge auf Hilfe zur Erziehung nach SGB gestellt werden, damit den Jugendlichen Deutschkurse angeboten werden können. Diese Deutschkurse werden erst verpflichtend mit dem neuen Zuwanderungsgesetz ab 01.01.2005.
b) Das Jugendzentrum Meschenich wird fast überwiegend von Migranten-Kindern und -Jugendlichen besucht. Die Kinder im Vorschulalter lernen hier die deutsche Umgangssprache, insbesondere auch in der Übermittagsbetreuung des Jugendzentrums. Die Bezirksvertretung hat stets für besondere Veranstaltungen, Jugendfahrten u.ä. des Jugendzentrums Meschenich Zuschüsse gewährt, um das Angebot für die Jugend in Meschenich vielseitig attraktiv zu halten. Damit ist bei dem hohen Anteil der Migranten im Jugendzentrum indirekt Sprachförderung in Deutsch verbunden.
c) Die Kindertagesstätte der Stadt Köln auf dem "Kölnberg" vermittelt den Migrantenkindern ebenfalls deutsche Sprachkenntnisse.
2. Wie wird es ab Januar 2005 mit der Übermittagsbetreuung der Kinder im Jugendzentrum Meschenich weitergehen?
Die Übermittagsbetreuung im Jugendzentrum Meschenich nehmen derzeitig 45 Kinder im Alter bis 14 Jahre in Anspruch.
Die FDP hat sich im Jugendhilfeausschuss des Rates der Stadt Köln sehr dafür eingesetzt, dass Haushaltsmittel für diese wichtige Jugendsozialarbeit auch im Jahre 2005 bereitgestellt werden. Das gilt selbstverständlich auch für die Jugendzentren in Weiß und Zollstock, wo die Übermittagsbetreuung von Kindern mit Mittagessen und Hausaufgabenbeaufsichtigung seit einigen Jahren auch sehr erfolgreich praktiziert wird - wie ich mich vor Ort selbst überzeugt habe!
Eine politische Entscheidung ist dazu von Schwarz/Grün noch nicht getroffen worden. Nach Meinung der FDP dürfen die Jugend- und Sozialeinrichtungen der Stadt Köln nicht kaputt gespart werden, da sonst enorme Folgekosten für die Stadt und ihre Bevölkerung eintreten. Die Übermittagsbetreuung der Kinder in den Jugendzentren des Stadtbezirks Rodenkirchen muss daher 2005 fortgeführt werden!
3. Was soll getan werden für jugendliche Migranten, um sie in Arbeit und Ausbildung zu bringen?
Die JobBörse Meschenich, An der Fuhr 1, die seit 2 Jahren von der Jugendhilfe Köln e.V. in Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung betrieben wird, ist nach eigenen Angaben sehr erfolgreich in der Arbeitsvermittlung Jugendlicher tätig. Dazu gehört es, dass mit den Jugendlichen Bewerbungsgespräche geübt und Bewerbungsschreiben formuliert werden.
Ich selbst trage ständig Visitenkarten der JobBörse Meschenich bei mir und spreche potentielle Arbeitgeber auf das Arbeitskräfte-Angebot aus Meschenich an. Der Ausbildungspakt von Staat und Wirtschaft wird das Angebot an Ausbildungsplätzen, Qualifizierungs- und Praktikantenstellen erweitern. Die JobBörse unmittelbar am "Kölnberg" in Meschenich bietet eine große Chance für die jugendlichen Migranten, weil hier zunächst keine Mobilität von ihnen abgefordert wird, um die Beratung und Förderung bei der Jobsuche in Anspruch nehmen zu können.
Das florierende Güter-Verkehrs-Zentrum Eifeltor und die vorgesehene Erweiterung um den Blumengroßmarkt Köln bieten Chancen der Beschäftigung.
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